Hamburgs Pragmatismus

Die SPD in Hamburg hat sich so schön für die Wahl aufgestellt und wunderbare Schlagworte in den Wahlkampf geführt. ‚“Pragmatismus, Seriosität und Verlässlichkeit“ waren die Eckpfeiler der Auftaktrede des Wahlkampfes. Bei dieser Rede mußten alle Mitglieder im Anzug erscheinen um diese Worte zu unterstreichen.

Was ist Pragmatismus? Pragmatismus ist Verhalten oder Handeln das auf theoretische Analyse und auf eine Begründung der Wirkung verzichtet. Umgangssprachlich könnte man sagen: Wir machen mal ohne Rücksicht auf die Auswirkung, Hauptsache es tut sich was.

Diesen Pragmatismus von Olaf Scholz in Form eines Markus Schreiber bekommen gerade die Obdachlosen zu spüren. Ein Zaun unter der Kersten-Miles-Brücke soll verhindern, dass sich dort Obdachlose bei Regen einfinden oder dort übernachten. Der Zaun hat bislang 120.000 Euro gekostet und riegelt eine Brückenseite ab. Die andere Seite soll bei Regen so unattraktiv und verschlammt sein, dass man dort auf einen Zaun verzichten kann, so Markus Schreiber (SPD).

Markus Schreiber ist dafür bekannt, dass er solche Probleme gerne auf diese „pragmatische“ Art und Weise angeht. Dennoch finden sich die Obdachlosen, wenn auch nicht mehr soviel, auf der anderen Brückenseite ein. Die Obdachlosenhilfe muß mit dem Bus nun sogar die Route ändern, da sich statt 30 Obdachlose im Schnitt nur noch 5 Obdachlose einfinden. Der Rest hat sich auf andere Stellen in der Stadt verteilt. Es sind nicht weniger Obdachlose geworden. Dazu kommt, dass osteuropäische Obdachlose keinen Zugang zu den Obdachlosenasylen bekommen. Diese sind auf „regensichere“ Plätze angewiesen.

Statt eines Zaunes hätte man ganz pragmatisch für das gleiche Geld Schlafcontainer für mindestens 12 Personen schaffen können. Das wäre ein sinnvoller Beitrag gewesen. Aber wie oben schon erwähnt, Pragmatismus bedarf keines Nachdenkens, lediglich des Handelns.

Pragmatismus, ein wunderbares Wort für Stadtteilsheriffs wie  Markus Schreiber.

Quellen:
NDR 

Roland Engert

Danke fürs lesen. || Wenns gefallen hat würde ich mich über einen Klick bei Twitter, Facebook oder Google+ freuen. Der Lohn eines armen Bloggers sind Likes, G+ oder Netzgezwitscher. || In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg