Ich bin gegen…

…Vuvuzelas, die Fifa und somit gegen die WM. Ich bin dagegen, sonnige Sonntagnachmittage vor dem Fernseher zu verbringen und auch Public viewing mag ich nicht. Denn ich bin weder F1 noch Fußballfan.

Doch am 27. Juni bin ich meinen Prinzipien untreu geworden.
Die Umgebung machte den Eindruck, als ob sie entsiedelt sei und sämtliche Fähren den Betrieb eingestellt haben. Es fehlten nur noch die durch die Straße rollenden Büsche, die in jedem Western vorkommen. Einzig und alleine ein einsamer Traktor in der Ferne, der seine Kreise zum Heumachen zog, war zu hören.

Auch bin ich dagegen von „wir“ zu sprechen, denn es sind 11 Männer, gewählt von einem Trainer. Ich hatte keinerlei Einfluß darauf, wer dort auftritt. Doch auch dieses habe ich für einen Augenblick über Bord geworfen und hatte das Gefühl: „Wir haben gewonnen“.

Da diesen Rausch wohl die meisten in Deutschland erleben, ist die Stimmung entsprechend gut. Für einen Moment treten Weltwirtschaftskrise, Sparprogramm und Bundespräsidentenwahl in den Hintergrund.

Ich gratuliere der deutschen Mannschaft, also auch mir, zu diesem grandiosen Spiel.

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