Wer soll das bezahlen?

Wir bauen für SieWer wie ich, ab und an quer durch die Republik fährt, stößt unweigerlich auf sie, die Schilder mit der Aufschrift „Wir bauen für Sie“. Auweia – denke ich mir nach der 3ten Baustelle, ab der 20sten Baustelle grüble ich: „Wieso sprechen die mich mit Sie an? Wieso wollen die mir mitteilen, dass dort für mich gebaut wird? Was hab ich unterschrieben? Oder ist gar Hellseherei im Spiel und die wissen, dass ich irgendwann nochmal komme und Sie wollen, dass es mir gut geht auf der BAB?“
Das geht so munter weiter bis zur Baustelle No. 30. Spätestens da frage ich mich, wie ich das jemals bezahlen soll.

Während der Hinweis, dass da jemand für mich baut, ohne dass ich davon Bescheid weiß, noch recht nett ist, finde ich das Endeschild: „Wir danken für Ihr Verständnis“ schon fast unverschämt. Das setzt voraus, dass ich ein Einverständnis gegeben habe und das setzt voraus, dass ich für die Baustelle Verständnis zeige. Und für was soll ich Verständnis haben? Für das, dass keiner an der Baustelle anzutreffen ist? Haben die einen Blick auf meine Kontoauszüge geworfen und die Bauarbeiten eingestellt?

Neben den Baustellen gibt es viele Geschwindigkeitsbeschränkungen wegen Straßenschäden, Brückenschäden oder fehlender Fahrbahnmarkierungen. Nun ja, wenn man schon Bescheid darüber weiß, könnte man dann doch die eine oder andere Markierung anbringen und man müßte nicht abbremsen und wieder beschleunigen. (Hallo von der Regierung: wolltet Ihr nicht alles tun, um CO2 Ausstoß zu reduzieren?)

Zähle ich die Kilometer zusammen, so komme ich auf knapp 20% der Strecke, die durch Baustellen belegt sind.

Natürlich weiß ich, dass Baustellen notwendig sind, aber ist diese Dichte notwendig? Wird da nicht der Sinn einer Autobahn ad Absurdum geführt?
Nein, Verständnis habe ich nicht dafür. Und es wird auch nicht das letzte Mal sein, dass ich über dieses Thema schreibe.

Roland Engert

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