Auf Bauzinsen achten

Der Traum vieler ist ein Gewinn im Lotto. Die Wünsche, die ganz oben stehen sind neben „Geld an Angehörige oder Freunde zu geben“ und Urlaub machen, ein Haus zu kaufen. Dieses Traumhaus könnte dann bar bezahlt werden.

Doch die allermeisten Hausbauer und Hausbesitzer sind einen anderen Weg gegangen. Meist den Weg über eine Bausparkasse, Dahrlehnsverträgen und dem daraus folgenden Zinz- und Tilgungsplan.

Dabei werden die Zinsen meist über viele Jahre festgeschrieben und wird Zinsbindung genannt. Ein guter Schutz vor bösen Überraschungen, vor allem wenn man davon ausgeht, dass die Zinsen höher steigen könnten. Doch was machen, wenn die Bauzinsen deutlich sinken oder wie vor Kurzem auf einem historischem Tiefpunkt angelangt ist?
Könnte man das Darlehen auflösen und zu einem zinsgünstigeren Model wechseln, könnte man viele Euros im Monat sparen. Euros die für Hausbauer ein Segen sind und manchmal so wertvoll wie ein Lottogewinn.

Unter bestimmten Voraussetzungen geht das. Das Kreditmodel heißt Forwarddarlehen. Da die Bauzinsen sicherlich wieder steigen werden kann man mit dieser Art der Anschlußfinanzierung sich die günstigen Zinsen sichern. Dieses geht sogar lange vor Ablauf der Zinsbindung. Zu beachten ist die Vorfälligkeitsentschädigung. Diese muß der Bank bezahlt werden, wenn der Kredit früher als vereinbart abgelöst wird. Doch der Verbraucher wurde vom Bundesgerichtshof gestärkt. Vorfälligkeitsentschädigungen dürfen nur noch der wesentlich günstigeren Tabelle der Bundesbankstatistik berechnet werden.

Sollte das Darlehen bereist mehr als 10 Jahre bestehen, besteht grundsätzlich das Recht, den Darlehensvertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen. Alles braucht seine Zeit, so auch die Umschuldung.
Angebote einholen und Gespräche führen ist ein goldenes Gebot. So sollte man sich mindestens 3 Monate Zeit nehmen um Angebote über Forwarddarlehen einzuholen. Banken sind verpflichtet, eine sogenannte Prolongation zu unterbreiten. Das ist die Mitteilung, dass die Zinsbindung endet und zugleich ein Vorschlag über die Anschlußfinazierung und Zinsgestaltung enthält.
Durch diese Prolongation wird man automatisch daran erinnert, dass die Zinsbindung ausläuft und man über einen neuen Darlehnsvertrag verhandeln kann.
Doch es gibt Banken die die Mitteilung über die Zinsbindung sehr spät zusenden, so dass es durchaus zu der Situation kommen kann, dass man nur wenige Wochen Zeit hat, um sich um ein Forwarddarlehen zu kümmern. Daher ist es immer ratsam, die Termine selbst im Blick zu halten und sich rechtzeitig zu kümmern. Forwarddarlehen sind unter bestimmten Bedingungen auch viele Monate vorher abzuschließen, dank der Zinsfreistellung bis das alte Darlehen ausläuft.

Wer also von Geld träumt und sich nicht auf das Lottoglück verlassen will, soll das Glück in die eigenen Hände nehmen und sich rechtzeitig um Forwarddarlehen zu kümmern. Die Bauzinsen sind noch günstig und werden sicher wegen der Eurokrise weiter steigen, so die Expertenmeinungen.

Roland Engert

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