Darüber lacht die Welt

Man könnte aber auch heulen oder den Kopf schütteln, bis das letzte Haar den Halt verliert. Ich pflege mit der Stirn auf die Tischplatte zu hauen, so entkomme ich dieser Welt, schwebe, verspüre keine Schmerzen mehr und sehe lauter Sterne. So ähnlich muß sich die Erlösung anfühlen.

PiratenparteiKonsequente Bürokratie könnte man den ersten Fall bezeichnen oder auch: „Kennen wir nicht, gabs noch nie – deshalb gibts das jetzt auch nicht“.
Die Piratenpartei zieht in den Berliner Senat ein. Nach einem grandiosen Wahlsieg steht die gesamte Mannschaft auf der Matte und will mitmachen. Nur ein bisschen anders. Sie wollen mit Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Dürfen sie, kein Problem. Zum Problem für die Behörden wird das, weil die Piraten den Dienstwagen gegen Fahrräder und Monatskarten tauschen wollten. Nein, das geht nicht. In Deutschland tauscht man kein Auto gegen ein Fahrrad, das ist nicht vorgesehen.
So sind die Piraten in der politischen Wirklichkeit angekommen. Siehe auch Süddeutsche Zeitung.

Weiter leidet meine Schreibtischplatte, ich dagegen habe die Schmerzphase überwunden und bin auf dem besten Weg ins helle Licht am Ende des Tunnels.

Lacher Nummer 2 ist fast ein himmlisches Thema. Für einen kurzen Augenblick lege ich mir Worte zurecht, wenn ich durch die Pforte schreite.
Papamobil und Herr RatzingerDer Stellvertreter auf Erden, also Herr Ratzinger aus Marktl in Oberbayern, hat ein eigenwilliges Auto, ein Papamobil. Dieses Auto ist beileibe nicht für den Straßenverkehr gedacht, weiß gar nicht, ob es ein Nummernschild hat.
Das Papamobil hat auch keinen Sicherheitsgurt. Nun gibt es mindestens 2 Dinge, die ein Autofahrer macht, wenn er irgendwo Polizei vermutet. Man ist Gutmensch und ist angeschnallt und das Handy liegt ganz weit weg, oder man schnallt sich schnell an, zumindest legt man den Gurt so um, daß es so aussieht als ob.
Das Handygespräch wird ohne Rücksicht abgebrochen, denn die letzten Ausreden, man wäre gerade bei einer Geldübergabe oder es ist ein medizinisch notwendiger Ohrwärmer haben bisher nicht gefruchtet. Doch, einmal. die Polizei wollte das Geld haben.
Wir schweifen ab, denn der Stellvertreter Gottes braucht kein Handy, er hat den direkten Draht oder Amalgam der ersten Generation im Gebiss. Irgendwie wird er es machen.
Es geht um seinen Sicherheitsgurt, den hat das Papamobil nicht. Es wurde Anzeige gegen den Oberbayern erstattet, wegen dauerhaften und wiederholten Fahrens ohne Sicherheitsgurt. Es war nicht die Polizei es ist ein Mann aus Dortmund. (Man erinnere sich, der Karneval ist dort seit 11.11. voll im Gange und wird nur durch den 24sten Dezember kurz unterbrochen. Selbst die heiligen drei Könige sind ein Tag zum verkleiden. Vielleicht nicht gleich alle drei auf einmal, am liebsten wohl der Mohr. Wie die anderen aussahen, weiß man gar nicht und würde vermutlich auch nicht als solches erkannt werden)
Jedenfalls ist diese Anzeige gestellt und man wird sehen. Zum Nachlesen, wer Lust hat.

Inzwischen wird das Licht am Ende des Tunnels größer und ich fühle mich gut. Ich glaube, ich hau mit der Stirn noch ein bisschen auf dem Schreibtisch rum.

Roland Engert

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