Der geschenkte Tag

SchaltjahrEs ist Schaltjahr und wir haben einen Tag mehr zur Verfügung.

Der eine konnte seinen Geburtstag um einen Tag aufschieben, während andere sich diesen Tag herbeisehnen um überhaupt mal wieder Geburtstag zu feiern.

Für die Wirtschaft ist dieser Tag nicht nur ein Überstundentag, sondern ein ganzer Übertag. Ökonomen haben ausgerechnet, dass dadurch ein viertel Prozentpunkt mehr Wachstum entsteht. Ob Wirtschaftswachstum der Grund für das Schaltjahr war, darf bezweifelt werden.

Kalendersysteme

Das heutige Kalendersystem nennt man gregorianischer Kalender. Davor gab es den julianischen Kalender, der zwar auch schon ein Schaltjahr kannte, aber es brauchte neben den regulären Schaltjahren immer wieder mal ein Schaltjahr extra.

Das hat man im Jahre 1582 gemerkt, also als der julianische Kalender schon ca. 1500 Jahre seine Dienste getan hat. Das Schaltjahr wurde eingeführt, da das Osterfest immer weiter in den Sommer rückte. Im Jahre 1582 waren es 10 Tage. Diese Tage wurden bei der Kalenderreform dann zwischen 4. Oktober und 15. Oktober eingespart.

Von nun an war die Jahreszeit und die Tage wieder im Lot. Im julianischen Kalender gab es keinen Schalttag in dem Sinne, dass ein Tag mit einem Extra Datum eingeführt wurde, wie heute der 29. Februar. Man hat einfach den 24. Februar 2x stattfinden lassen.

Astronomisch

Astronomisch betrachtet ist ein Jahr ca. 365,25 Tage lang. Die Erdenbevölkerung feiert aber nach 365 Tagen Silvester. So bleiben 6 Stunden Vorlauf, die entstanden sind. Nach 4 Jahren sind es 24 Stunden. Dennoch ganz genau ist das heute mit dem Schaltjahr immer noch nicht, es sind etwas mehr als 6 Stunden. Im Jahre 3000 wird man nochmal einen zusätzlichen Tag einführen müssen, um die Überhangminuten abzubauen.

Zu kompliziert?

Wer an dieser Stelle ausgestiegen ist und nicht mehr ganz nachvollziehen kann was gemeint ist, steht nicht alleine da. Genauer kann man alles im Internet an vielen Stellen nachlesen.

Weiter Fakt ist, dass die Einführung des Kalenders nicht von jedem Staat akzeptiert wurde. So existierten zeitgleich viele unterschiedliche Kalendersysteme in Europa. Das führte sogar dazu, dass der westfälische Frieden an zwei verschiedenen Datums und trotzdem am selben Tag stattfand.

In 3,5 Millionen Jahren wird es umgekehrt sein, da wird man einen Tag abziehen, denn dann hat sich die Erdumdrehung um die Sonne verlangsamt. Arme Wirtschaftsbosse, das sind dann die bitteren Jahre, wenn es ein viertel Prozent weniger Wirtschaftswachstum gibt.

Neues System

Es wird an einem neuen Kalender gearbeitet. Eigentlich gab es diese Idee schon 1956 und wurde von der UNESCO behandelt. Allerdings wurde vergessen entsprechende Nachversammlungen mit Abstimmung einzuberufen. Die Idee wurde aufgegriffen und weiter entwickelt.

Plan dieses Kalenders ist, das Jahr nur 364 Tage lang sein zu lassen. Dafür wird dann allle 6(?) Jahre eine komplette Schaltwoche eingeführt. Der Vorteil (oder auch Nachteil) des Kalenders ist, dass immer alle Tage auf den gleichen Wochentag fallen. So fängt ein neues Jahr immer mit einem Sonntag an und endet an einem Samstag. 364 ist nämlich durch 7 teilbar. Des weiteren ist geplant, dass ein Quartal 91 Tage lang ist, 2 Monate mit 30 Tagen, ein Monat mit 31 Tagen. Somit soll es so sein, dass man immer am gleichen Wochentag Geburtstag hat. Für mich scheint das ganze etwas farblos und zu eintönig.

Gratulation von mir an die Geburtstagskinder, die heute für die nächsten 4 Jahre feiern können.

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