Hoch auf dem gelben Wagen – die Post

briefkasten

Einst besang Walter Scheel die gelbe Postkutsche und den Kutscher der kräftig ins Horn stößt.

Die Farbe Gelb und das Posthorn sind geblieben, ansonsten hat sich bei der Post nahezu alles verändert.

Selbst in meiner Lebenszeit hat sich die Post dramatisch verändert. Aus einer Hauptpoststelle und mehreren Nebenpoststellen sind heute Hauptpost und Postagenturen in privat organisierten Verkaufsräumen geworden.

Während ich noch miterlebt habe wie sich die Postsendungen mit der Eisenbahn im Postwagon sich auf die Reise machten und bereits während der Fahrt sortiert wurden, gibt es heute Post- und Paketzentren die für reibungslosen Austausch der Pakete und Briefe sorgen.

Kannte ich noch eine Mindestlaufzeit von 3 Tagen für einen Brief, so ist heute ein Brief meist innerhalb eines Tages beim Empfänger, ebenso Pakete. Die Geschwindigkeit ist enorm gestiegen, die Logistik die dahinter steckt ist ausgefeilt.

Auch für das Telefon war die alte Post zuständig. Dort mußte man das Telefon an- und abmelden.

Die alte Post hat mit der neuen Post soviel zu tun wie ein Bauernhof aus alten Tagen mit einer Agrarfabrik, nichts wird dem Zufall überlassen.

Die Post läßt die Welt schrumpfen

Die Kommunikation wurde durch die Post und deren Frühformen immer schneller und zuverlässiger. Um noch effizienter zu werden wurde die staatliche Post zu einer AG umgewandelt und in Bereiche untergliedert.

Damit begann in meiner Stadt auch der Umbau der Hauptpoststelle. Nach Beendigung der Umbauarbeiten erkannte man die alte Post mit ihren Beamtenschaltern nicht wieder. Alles war offen gestaltet und auf einmal tauchten Verkaufsständer auf. Ob Paketzubehör, Versandzubehör, Aktenordner, Glückwunschkarten, Druckerpapier, Handys und viel Bürozubehör.

Natürlich stand alles in der sogenannten Quengelzone, in der Zone wo man in der Schlange wartete. Kinder entdeckten Dinge für sich und selbst dachte man darüber nach ob noch genug Tesafilm zu Hause hat.

Heute muß man sich nicht mehr in die Warteschlange stellen um Briefmarken zu kaufen, dafür gibt es den Postofficeshop der alles hat was man für den Postversand und den Bürobetrieb braucht und darüber hinaus.

Die gute alte Post

Ob die alte Post eine gute alte Post war, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls war sie eine Institution und ist sie heute noch. Es ist halt alles etwas anders geworden. Ich persönlich kann nicht klagen. Die Postagentur ist in meiner Nähe und die Zustellung auf dem flachen Lande ist absolut zuverlässig. Man kennt den Postboten und der Postbote kennt seine Kunden.

Man kann dem Postboten sogar einen Brief mitgeben und wenn man keine Briefmarke zur Hand hat, drückt man ihm das passende Kleingeld in die Hand. Das ist für die vielen alten Leute die hier wohnen ein toller Service. Viele können oder wollen deswegen nicht in eine Postagentur fahren. Viele dieser alten Leute haben aber auch kein Internet um sich dort zu versorgen. Daher ist hier der Postofficeshop der Postbote der täglich vorbei kommt.

 

Roland Engert

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