Jahresrückblick 2010

Jahresrückblicke gibt es viele. Viele gut gemachte und viele aus besonderen Perspektiven wie Sportereignisse, Menschengesichter des Jahres und mehrere. Meiner ist kein vollständiger und nicht aus der Sicht der persönlichen Ereignisse. Dazu gibt es zu viel was mich „aufregt“. Und genau dafür ist dieser Blog auch da, es nieder zu schreiben, als Therapie, als Galleabsauger, als Kotzbremse.

20 Jahre Wiedervereinigung und kein bischen Weise. Wann werden endlich die Löhne gleich sein und wann endlich wird der Solizuschlag aus den Händen der Verteiler genommen, die schon längst nicht mehr für den Zweck das Geld ausgeben, für was es gedacht ist. Oder gebt es den westdeutschen Kommunen. Gerade die Zustände um Schulen und Kindergärten sind katastrophal, ebenso um das Thema Kultur. Also so richtig zum Feiern war mir überhaupt nicht.

Wieso rennen alle dem König Fußball hinterher. Die Fifa zieht ihr Ding durch, ob es nun regelkonform ist oder nicht. Wobei letzteres meist das Vorgehen ist. Die nächste WM ist gestrichen. So einen Verein unterstütze ich nicht, außer es geschieht ein erlösendes Wunder und Blatter ist nicht mehr.

Was ist los mit der Geschichte des Hamasführers, der in Dubai von einem israelischen Mordkommando zur Strecke gebracht wurde? Dabei wurde vom Mossad gefälschte Ausweispapiere benutzt, darunter auch deutsche Pässe. „Schonungslose Aufklärung“ war das Schlagwort das in die Mikrofone, von jedem der was zu sagen hat oder auch nicht, geschleudert wurde. Das „Schonungslos“ sieht so aus, dass ein Beschuldigter Namens Brodsky wegen Falschbeurkundung verurteilt wurde. So hart, dass er den Gerichtssaal verlassen konnte und unbehelligt nach Israel ausreisen durfte. Ja, das nenne ich lupenrein und Schonungslos. So schonungslos wie der Mossad weiter munter in der Welt rummordet, genauso schonungslos wie Israel Protestanten auf hoher See ermordet.

Genauso lupenrein wie der Ankauf von Steuer-CD´s, dessen Inhalt auf Raub und Geheimnisverrat beruht. Die Regierung hat kein Problem mit Verbrechern Geschäfte zu machen (s.a. Lobbyisten) und Wege zu finden, diese straffrei ziehen zu lassen. Auf der anderen Seite wird gejammert, wenn Unterlagen auftauchen die als geheim gelten. Das nenne ich Doppelmoral. Danke Wikileaks und bitte noch ganz viel von den Geheimnissen.

Steuererleichterung für Hoteliers, ein ständig wiederkehrendes Argument um die FDP zurecht zu weisen. Doch wird vergessen, dass die Rot-Grüne Regierung Steuererleichterung für Skiliftbetreiber gewährt hat. Warum dieses? Widerspricht das nicht dem Umweltschutz und der verpönten Klientelpolitik? Für mich sind Steuererleichterungen für Hoteliers wesentlich sinnvoller als die für Skiliftbetreiber. Denn die Hoteliers haben viel seitdem viel investiert. Die Skiliftbetreiber auch, in Schneekanonen. Um vorzubeugen, ich gehöre keiner Partei an. Mir ist es zur Zeit auch egal wer an der Regierung ist. Keiner wird es gut machen obwohl es einige gut meinen. Gut gedacht ist nicht gut gemacht.

Schlecht gemacht auch das neue Innenministerium in Berlin. Ein Drama was Anstand und Baurecht angeht. Kein anderer dürfte so in Deutschland bauen, ausser man ist eine Gemeinde, die Müll entsorgen will oder dänischer Schweinezüchter, die in den neuen Bundesländern schalten und walten dass die Schwarte kracht.

Gut gefallen hat mir die Schlichtungsrunde um Stuttgart 21. Der Ausgang war in etwa klar, aber mir ging es um die Bürgerbeteiligung und den hohen Sachverstand. auch Hut ab vor der Baden-Württembergischen Regierung, die Gelder zur Verfügung gestellt hat. Stuttgart 21 zeigt deutlich, dass es an der Zeit ist, besser zu regieren. Regieren heißt nicht diktieren. Aber das müssen erst noch einige begreifen. Und solange das nicht von denen da oben verstanden wird, wird unten weiter geschottert. Solange die da oben meinen, man wird von Slogans satt und Kinder gebildet, wird es mehr Abwanderung geben als Zuwanderung, solange kann ich nur jedem empfehlen „überlegt es euch mit den Kindern, es wird alles nur noch schlimmer“. Keine Kinder nach dem Motto: Deutschland schafft sich ab

Roland Engert

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