Mister Kundenzufriedenheit gibt es nicht mehr

Service Wirr WarrMister Kundenzufriedenheit, Marcell D’avis (häufig wird er auch Davis geschrieben) von 1&1, verläßt die Bühne der Werbeversprechungen. Nach ca. 2 Jahren wird die Serviceoffensive eingestampft.

Vielleicht meinte des Marcell D’avis es sogar aufrichtig, wenn er versprach sich um jeden Fall persönlich zu kümmern. Jeder der ein Problem hat soll einfach an Davis@1und1.de mailen. Diese Mails landeten wie alle anderen Mails in der üblichen Bearbeitungsschiene. Übliche Bearbeitungsschiene bedeutet langes warten auf unzureichende Antworten.

 

Problemzone Service

Sätze wie „Ich kümmere mich persönlich um Ihr Problem“ zeigen die Problemzone des Unternehmens. Diese wurde durch diese Kundenzufriedenheitskampagne sogar noch verstärkt und offensichtlicher. Wer eine Werbefigur einführt und Versprechungen dann nicht einhält, gerade auf einem Markt der aus Netzaktiven Leuten besteht, der muß für Spot und Hohn nicht sorgen, wie viele Youtubevideos beweisen. Herr D’avis bekam sogar einen eigenen Blog, der allerdings schon länger nicht mehr aktualisiert wird.

Auf kostenfreie Hotlines achten

Dabei glaube ich sogar, dass Marcell D’avis gerne zufriedenere Kunden hätte. Ich persönlich unterhalte einen 1&1 Anschluß für meine Tochter und habe eine 1&1 Handynummer mit excellentem Netz. Technisch gesehen läuft alles rund, doch wehe es geht um Umzug oder etwas Besonderes. Eine deutsche Behörde ist geradezu ein wogender, flexibler Grashalm im Vergleich zu 1&1. Der Vorteil ist sicher eine teilweise kostenfreie Servicenummer. Wenn ich heute irgend etwas abschließe sehe ich zuerst nach was die Servicenummern kosten oder ob es einen kostenfreien Service gibt. Ist weder kostenfreier Service, oder nur überteuerte Servicenummern im Angebot, ziehe ich weiter und suche mir einen anderen Anbieter.

Ich kann gut und gerne auf kostenfreie oder schnelle Mailantworten verzichten, wenn das ein Verkaufsargument ist. Denn stimmt was nicht mit dem Internetanschluß kann ich nicht mailen und benötige Telefonkontakt, notfalls vom Handy aus.

Hier, wo ich wohne, bin ich bei der Telekom. Diese hatte, nachdem sie zunächst ihr Versprechen über einen schnellen Internetanschluß nicht erfüllen konnte kostenfrei einen Surfstick zur Verfügung gestellt. Aber auch da funktioniert es mit dem Kundenservice bei weitem nicht so wie Robert die Werbefigur uns es glauben machen will. Das hatte ich in früheren Jahren schon mehrfach erleben müssen.

Internet längst nicht für alle möglich

Ich glaube die gesamte Branche besteht aus unzufriedenen Kunden. Daran merkt man, wie sehr man auf die Telekommunikation und Internet angewiesen ist, inzwischen fast mehr als auf das Auto. Daher ist es mir unverständlich, dass die Initiative des Bundes „schnelles Internet für Alle“ nicht voran kommt. Ohne Internet werden die Leute schlicht und einfach abgekoppelt, es werden schlicht und einfach Homearbeitsplätze unmöglich, Selbstständigkeiten werden gefährdet. Dahin sollte sich der geballte Protest richten. In Sachen Internetversorgung begibt sich Deutschland auf das Niveau von Bananenrepubliken. Manches Entwicklungsland ist besser versorgt.

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Roland Engert

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