Renovierung im Haus

Farbeimer

Nach einigen Jahren im Haus ist es Zeit für eine Renovierung. Die übernommene Tapete und der beim Einzug erfolgte Anstrich haben sich abgelebt. Wir haben uns dafür entschieden gar keine Tapete mehr zu wollen. Es soll ein zweifarbiger Anstrich mit abwaschbarer Farbe sein. Schon alleine wenn sich die Hunde schütteln landet einiges an der Wand.

Ich habe schon des öfteren diese Art von Renovierungarbeiten durchgeführt. In meiner mehrjährigen Tätigkeit in einem Maler- und Lackiererbetrieb in der Familie weiß ich, dass es eine Menge Arbeit ist und mehr Unwägbarkeiten auftauchen können als möglicherweise angedacht. Dieses ist der erste Teil eines Überblickes der Arbeiten.

Da im Frühjahr die nächsten Räume anstehen, wird eine Serie mit genauer Bebilderung folgen.

Tapete runter – das erste Problem

Normalen Kleister scheint es nicht mehr zu geben, alles ist speziell und verspricht lange und beste Haltbarkeit. Entsprechend ist der Aufwand diese Tapete auch wieder herunter zu bekommen.

Mein Tipps: Sich einen Automaten leihen, mit dem man Tapeten ablösen kann. Diese Geräte funktionieren mit Dampf und häufig einem mechanischen Schaber.

Wer kein Geld oder keine Lust hat sich ein Gerät zu leihen, der kann zum Beispiel ein Brett nehmen und dieses mit Schrauben oder Nägeln so präparieren, dass nur die Spitzen auf einer Seite heraus schauen. Damit rauht man die Tapete auf und überstreicht diese mit einem nassen Pinsel. Nach 15 Minuten nochmal einweichen, leicht antrocknen lassen und schon dürfte es wesentlich leichter gehen. Ich gehe davon aus, dass eine Spachtel im Werkzeugkasten ist.

Abdecken und abkleben

Als nächstes käme abdecken und abkleben dran. Klassische Vorbereitungsarbeiten die gerne unterschätzt werden. Dieser Aufwand ist ungefähr die drittel Zeit. Diese Arbeiten sind umso wichtiger wenn der Raum nicht leer geräumt werden kann. Man kann noch so vorsichtig mit Farbe und Pinsel umgehen, etwas geht immer daneben. Kommen dann noch Spachtel-, Schleif-, und Fugenarbeiten dazu, ist es garantiert dass etwas daneben geht.

Als Abdeckmaterial ist nach wie vor die klassische Folie und Klebeband zu nennen. Um Fenster abzukleben eignen sich hervorragend die Folien mit aufgebrachten Klebestreifen. Dazu am besten noch einen Malervlies. Was davon nicht verschmutzt wird, kann man gut aufheben für Transportschutz, Umzüge und dergleichen.

Nach dem abkleben kann es losgehen. Spätestens wenn man schleift oder Fugenmasse an den Fingern oder in den Haaren hat, merkt man, es fehlt etwas. Das ist der Eigenschutz. Man sollte sich am besten auch mit abdecken oder abkleben. Ausser das T-Shirt, die Hose, die Socken oder Schuhe sind so alt, dass es nichts ausmacht diese hinter her zu entsorgen. Denn richtig sauber bekommt man diese nicht mehr. Farben und Fugenmasse werden als Spur auf der Kleidung bleiben.

Nun ist das abkleben der eigenen Person etwas schwierig. Dafür gibt es zum Beispiel Einweghygieneanzüge. Diese Schutzanzüge sind vielfach praktisch. Diese gibt es für Maler-, und Handwerksarbeiten, sowie als Schutzanzüge bei Firmenbesichtigungen oder als Chemieschutzanzüge.

Große Räume werden in der Praxis nicht mit Pinsel und Walze geweißelt, sondern sie werden meistens gespritzt. Da steht der ganze Raum unter Farbnebel und Körper wie Atemschutz ist zwingend notwendig. Doch ganz so schlimm ist es im privaten Bereich nicht.

Spachteln und Verfugen

Der nächste Schritt ist das spachteln und verfugen. Eine Arbeit die für penible Personen nichts ist. Keine Wand wird so glatt wie eine Fensterscheibe. Keine Fuge zwischen Holzdecke und Wand wird wie ein mit dem Lineal gezogener Strich.

Werden die alten Bilderlöcher wieder verwendet, so kann man diese so lassen wie sie sind. Das ist sogar empfehlenswert. An den Fenstern sind oft fehlerhafte Stellen am Putz zu entdecken. Ebenso sind dort die Fugen nicht immer super gemacht. Oft hilft nur ein heraus schneiden der alten Fugenmasse und neu verfugen.

Die Fugen setzt man vor dem Farbanstrich und nach dem Tapezieren. Als Fugenmasse sollte Acryl verwendet werden da dieses übermalt werden kann.

Beim verfugen helfen kleine Fugenspachteln oder Fugenhelfer. Was immer benötigt wird ist Wasser und Stofflappen. Nicht ein kleiner Lappen, sondern einiges. Da könnten die alten T-Shirts oder alte Bettwäsche, Handtücher oder ähnliches gute Dienste leisten. Jedenfalls sind die Lappen hinterher selten noch zu gebrauchen.

In den nächsten Serien: Wie bekommt man einen deckenden Farbanstrich hin und wie macht man das mit zwei aneinander grenzenden Farbflächen.

Roland Engert

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In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

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