Gibt es weiße Weihnachten?

Winterlandschaft im Bunderhammrich

Jedes Jahr die gleiche bange Frage um die Schneelage zu Weihnachten. Gibt es weiße Weihnachten? Wie wird das Winterwetter? Ein Spiel zwischen Hoffen und Bangen, ein vorzüglicher Turnierplatz für Optimisten und Pessimisten.

Rauß aus dem Novemberwetter

Das Novemberwetter ist für viele eine triste Zeit. Die Tage werden deutlich kürzer und kühler. Die Farbe Braun hat das Grün auf den Feldern abgelöst. Die letzten Gartenarbeiten sind gemacht. Auch die Anzahl der Trauertage im November spricht eine eigene Sprache. Die Natur zieht sich in weiten Teilen offensichtlich zurück. Tiere denken an den Winterschlaf. Diese Zeit hat für viele nichts anziehendes.

Dieses Jahr waren weite Teile des Novembers wesentlich besser als der Oktober, zumindest hier. Selbst heute wolkenfreier Himmel und 6 Grad.

Dennoch, der November ist ein Nebelmonat, das liegt an der feuchten Luft. Je kälter es wird, desto trockener wird es und der Nebel verschwindet. Nebeltage haben etwas ganz besonderes, einen stillen Reiz der zum Innehalten einlädt. Doch zuviel davon drückt auf das Gemüt. Das ist keine Sache von ein paar sensiblen Gemütsmenschen, sondern ist auf den Vitamin D Mangel zurück zu führen. Vitamin D bildet sich bei Sonnenlicht im Körper.

Da ist eine Sehnsucht nach Veränderung nachvollziehbar. Eine Schneedecke die die Luft reinigt und die Landschaft in friedvolles weiß kleidet.

Weiße Weihnachten

Die Frage nach weißen Weihnachten ist das bange Gegenstück zu der Frage ob der Sommer schön wird.

Doch warum ist weiße Weihnachten so wichtig? In unserem Kulturkreis hat sich das Bild eines romantischen Weihnachten mit Schnee eingeprägt. Es gibt auch nicht viel Alternativen. Im Gegensatz zu sonnigen Gefilden bleibt hier nur die Wahl zwischen grau und Schmuddelwetter oder Schnee. Weihnachten in anderen Regionen der Erde haben überhaupt nichts mit Schnee zu tun. Da besteht ein Weihnachtsabend aus einem Grillfest am Strand.

Zu unserem Idealbild gehört Schnee um eine vollendete Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Der Einzelhandel würde Schnee bestellen, denn das hebt auch die Kauflaune.

Naturbeobachtung und Bauernregeln

Prognosen und Vorhersagen beim Wetter über einen größeren Zeitraum hinweg sind relativ schwierig. Sie gleichen einem Blick in die Glaskugel. Sie sind vergleichbar mit dem Ritual aus Punxsutawney wohin sich Phil Connors aufmacht um über den Murmeltiertag zu berichten. Dieses Tier soll angeblich das Wetter vorher sagen können.

In der Tat ist die Natur ein guter Indikator für bevorstehendes Wetter. Viele Bauernregeln beschäftigen sich mit dem Wetter. Für Bauern war es schon immer wichtig zu wissen wie das Wetter wird. „Sitzt im November fest das Laub, wird der Winter hart, das glaub“ ist eine dieser Regeln. Demnach könnte es ein harter Winter werden, denn das letzte Laub hat sich hier von den Bäumen erst vor wenigen Tagen verabschiedet.

Diese Bauernregeln sind lokal zu verstehen. Eine Wettervorhersage für ganz Deutschland kann ich aufgrund meiner Apfelbäume nicht abgeben. Auch der Regenwurm ist ein guter Indikater. Je tiefer er sich eingräbt, desto härter wird der Winter. Meine Sache ist es nicht, mich den Würmern hinter her zu graben. Es gibt allerdings Leute die das machen und diese liegen erstaunlich gut in ihren Prognosen.

Statistik über weiße Weihnachten

Die Statistik sagt aus, dass weiße Weihnachten in Deutschland eher die Ausnahme ist. Natürlich gibt es Orte, da liegt immer Schnee, wie auf der Zugspitze oder dem einen oder anderen Berg. Diese sind aber nicht Maßstab für weiße Weihnachten. Die Mittelgebirge haben generell eine sehr gute Chance auf weiße Weihnachten.

Die kleine Liste zeigt dass weiße Weihnachten eher die Ausnahme sind. Aber wie es so mit der Statistik ist, es kann auch mal ganz anders sein. Gefürchtet ist das Weihnachtstauwetter. Das stellt sich in schöner Regelmäßigkeit ein und kann die weiße Pracht noch kurz vor dem Weihnachtsabend gänzlich zum schmelzen bringen.

  • München, ca. alle 3 Jahre
  • Dresden, ca. alle 5 Jahre
  • Hamburg, ca. alle 9 Jahre
  • Rhein Main Gebiet, ca. alle 10 Jahre
  • Flachland, ca. alle 7-10 Jahre
  • Mittelgebirge, Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten – 30-60%
  • höheres Mittelgebirge, Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten – 90%

Weiße Weihnachten in ganz Deutschland an allen 3 Weihnachtstagen gab es zuletzt 1981.

Prognose für den Dezember 2012

Tendenzen und mögliche Szenarien auf Basis meteorologischer Daten deuten auf einen kalten Dezember hin. Die Chancen auf weiße Weihnachten ist nicht schlecht. Dabei ist die weiße Pracht immer wieder mal von Wettereinbrüchen gefährdet und die Schneefallgrenze zieht sich dann auf 800m Meeresspiegelhöhe zurück. Doch immer wieder gibt es Schneefall bis in tiefere Lagen um die 300 Meter. Auch die Meeresküsten könnten etwas Schnee abbekommen. Aber wie gesagt, Prognosen auf diese zeitliche Distanz sind ein gewagtes Spiel. Hier kann man diese Wetterprognosen verfolgen. Je näher Weihnachten kommt, desto genauer die Angaben.

Wie schnell die Begeisterung für Schnee verfliegen kann, habe ich in diesem Artikel beschrieben. Eine Geschichte aus dem Allgäu. Dass es dort heftig schneien kann habe ich als Kind selbst des öfteren erlebt, immerhin bin ich in der Region geboren.

Bildertipp zu Weihnachten

Nikolaus auf dem MotorradEgal wie das Wetter wird, Grüße werden zu Weihnachten auf jeden Fall versendet. Neben den Weihnachtskarten werden zunehmend Grüße per Mail versendet oder in den Communities verteilt. Während man bei einer Mail schon mal einfach ein Bild nimmt, muß man bei öffentlich geschriebenen Grüßen zwingend auf die Rechte aufpassen. Nicht jedes Bild das es im Internet gibt kann frei verwendet werden. Schon mancher hatte ein böses Erwachen in Form einer Abmahnung eines Anwaltbüros.

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Roland Engert

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Ein Gedanke zu „Gibt es weiße Weihnachten?

  1. Der November ist vorbei und es ist Advent 😉 heute fällt auch um Berlin der erste Schneegriesel und ich werde mal wieder ein wenig Bloggen…schreiben…
    als gebürtige Vorpommern-Susi komme ja von der Ostsee und kenne die feuchte Nebelluft, sie hat auch ihren Reiz, leider spüre ich auch das Reißen in den Knochen.
    Der Norden liegt mir noch immer, vor einem Jahr war ich Weihnachten auf dem Brocken und dort fast in den Schneeschieber gefahren…ganz wie auf dem Bild vom Allgäu…
    schönes WE

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