Mein „Lieblingsfilm“

King of CaliforniaDer Blog 1von3.de hat Geburtstag und dazu einen Wettbewerb laufen. Wer über seinen Lieblingsfilm schreibt und sich dort meldet nimmt an einer Verlosung von einem Filmpaket teil. Die Chancen stehen sehr gut, zu den Gewinnern zu gehören.

Es gibt  nicht meinen absoluten Lieblingsfilm, daher tue ich mir da schwer. Aber es gibt Filme, die mich beeindrucken und der dann für eine bestimmte Zeit mein Lieblingsfilm ist. So geschehen am vergangenen Wochenende. Eher zufällig stieß ich auf den Film King of California. In den Hauptrollen ein total überzeugender Michael Douglas und Evan Rachel Wood.

Der Film beschreibt eine Beziehungsgeschichte zwischen einem Vater zu seiner Tochter und wird in die Kategorie Filmkomödie eingeordnet.

Die 16-jährige Tochter hat kein leichtes Leben. Sie ist von der Mutter verlassen worden und schlägt sich mit einem Job bei einem Schnellrestaurant durch. Für sie ist das Leben eher von der bitteren Sorte. Ihr Vater saß in einer psychiatrischen Heilanstalt und wird in das Leben der Tochter entlassen. Der Vater lebt ein Leben nach eigenen Wertvorstellungen und überschreitet gerne mal die legalen Grenzen. Auch sein Denken ist anders als das der meisten. Ich würde sagen, der Vater denkt freier, legt sich keine Denkverbote auf.

Somit treffen zwei Welten aufeinander, die verantwortungsbewußte Miranda und der Gegenpart Charlie. Selbst diese Konstellation ist schon anders als üblich. Denn normalerweise geht die Verantwortung von den Eltern aus. Diese Rolle scheint Miranda zu übernehmen, während der Vater wie ein erwachsenes Kind anmutet und Miranda mehr als einmal vor den Kopf stößt.

Das momentane Lebensziel der Tochter lautet Überleben. Das bisschen Überleben was sie sich aufgebaut hat wird Stück für Stück vom Vater demontiert. Zunächst bekommt man als Zuseher Wut auf den Vater.

Das Lebensziel des Vaters ist zumindest für den Augenblick eine Schatzsuche. Er ist fest davon überzeugt, das Versteck eines alten Goldschatzes ausfindig gemacht zu haben. Dass dieser Schatz mitten in der Stadt in einem überbauten Flußbett liegen soll, macht ihn nicht glaubwürdiger. So bedarf es starker Beharrlichkeit um sein Ziel zu verfolgen.

Dass der Schatz unter einem Baumarkt liegen soll ist für den Vater kein Hindernis. Hindernisse sind für ihn ein Ansporn noch verwegener zu denken und Miranda noch mehr aus ihrem Leben zu reißen. Es gibt eine Reihe an skurrilen Situationen, die sich am Rande der Möglichkeit bewegen aber dennoch nicht Unmöglich sind.

Es kommt wie es kommen muß, beide stehen eines Nachts im Baumarkt und stemmen den Fußboden auf. Der Vater ist davon überzeugt, dass es der Fluß ist, die Tochter meint dass es ein Abwasserkanal sei. Während der Vater abtaucht und nach dem Schatz zu suchen, trifft die Polizei ein.

Die Tochter versucht den Vater zu warnen, der taucht aber nicht auf. Die Tochter versteckt sich im Baumarkt, während die Polizei in den Baumarkt eindringt. Es gibt aber zunächst kein Licht, so dass für den inzwischen aus dem Fluß aufgetauchten Vater es eine Möglichkeit gibt, mit der Polizei ein Katz und Mausspiel zu spielen. Dabei trägt er eine Kiste unter dem Arm.

In einer späteren Szene sieht man den Vater wie er die Tochter im Baumarkt findet. Er entschuldigt sich bei ihr für die Umstände die er gemacht hat, gibt ihr einen Zettel mit Zahlen und Buchstaben darauf und sagt noch, dass Väter manchmal dafür da sind um die nächste Generation zum Glück zu führen. Er fesselt die Tochter, damit die Polizei von einer Unschuld von Miranda ausgeht. Daraufhin taucht er wieder im Fluß ab. Die Szene wird in der Hinsicht offengehalten, da man nicht zeigt, ob der Vater ertrinkt oder ob er einen anderen Ausweg gefunden hat.

Kurz später erkennt die Tochter was es mit der Zahlenkombination auf sich hat. Es ist die Nummer einer Spülmaschine. Inzwischen voller vertrauen zu ihrem Vater kauft Sie die verpackte Spülmaschine. In der Schlußszene packt die Tochter die Spülmaschine aus und ein heller Schein strahlt ihr entgegen. Man kann davon ausgehen, dass es der Goldschatz war. Jedenfalls war ein lächeln in ihrem Gesicht zu sehen.

Das ist die stark verkürzte Handlung des Filmes. Eigentlich geht es in dem Film um Vertrauen und darum, dass nicht alles so ist wie es scheint. Mich hat der Film deshalb angerührt, weil ich auch eine, inzwischen erwachsene Tochter habe. Zu ihr habe ich ein herzliches Verhältnis. Aber ich bin auch immer auf der Suche, ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Und manchen Irrweg des Vaters mußte sie mitmachen und mir Vertrauen schenken.

Roland Engert

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3 Gedanken zu „Mein „Lieblingsfilm“

  1. Der Film hört sich sehr interessant an. Michael Douglas mag ich eigentlich nicht so. Aber deine Inhaltsangabe macht mir den Film sehr schmackhaft.

  2. Finde ich gut!

    Stand schon oft vor dem Cover in der Videothek – klingt gut, werde ihn mir nun mal ansehen!

    Viel Glück dir beim Gewinnspiel 🙂

  3. vielen Dank für den Filmtipp…werde ich mir vormerken. Einen sonnigen Gruß zum 1. Maitag …hoffe bei Euch ist der Himmel so blau wie über Potsdam 😉
    lg Susi

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