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‘Aus der privaten Ecke’ Category

  1. Schaumstoffnase selbst gebastelt

    Februar 11, 2012 by Crazy Crow

    Bastelanleitung SchaumstoffnaseIch weiß gar nicht so recht, warum ich Bastelanleitungen für Karnevals- und Faschingsnasen erstelle. Ich bin ein bekennender Faschingsmuffel und bin glücklich, dass ich in einer Gegend wohne, die man auch als Trutzburg gegen saufen in Verkleidung bezeichnen kann. Hier muß man sich zum saufen nicht verkleiden, zumindest habe ich noch keinen gesehen der das tut.

    Aber sollte ich doch mal in die Verlegenheit (welche nie kommen möge) geraten, mich auf einer Faschingsparty blicken lassen zu müssen, so wäre ich zumindest mit einer Pappnase zum selber basteln gewappnet. Eine Anleitung für Nasen aus Papier habe ich hier hinterlegt.

    Faschingszeit naht, der Karneval kommt

    Heute eine Schnellanleitung für eine Schaumstoffnase. Für den einen oder anderen mag dieser Tipp noch rechtzeitig kommen, denn die närrischen Tage stehen bevor. Lumpiger Donnerstag oder Weiberfastnacht, rußiger Freitag, Rosenmontag und Faschingsdienstag nahen in großen Schritten und entfernen sich hoffentlich genauso schnell wieder.

    Haushaltsschwamm

    Die Schaumstoffnase wird aus einem Haushaltsschwamm hergestellt. Ich empfehle einen frischen, der gebrauchte dürfte eine Garantie dafür sein, die Feier alleine zu verbringen. Schneidet euch einen Würfel mit maximaler Größe aus dem Schwamm und schneidet dann die Kanten zunächst schräg ab. Natürlich könnt ihr das ganze auch eckig lassen. Erzählt den Leuten einfach, es wäre ein wertvolles Sammlerstück, sowas wie eine Fehlfarbe, eine Fehlproduktion. Der Wert der Nase wird ins unermessliche steigen.

    Feinarbeiten

    Wers rund will, sollte zunächst die Kanten abschneiden und dann immer feiner sich an den Kanten abarbeiten. Irgendwann entsteht etwas kugelförmiges. Jetzt muß diese noch so gebaut werden, dass die Nase reinpasst und die Schaumstoffnase hält.

    2 Möglichkeiten: 1) Ihr macht euch große Mühe und höhlt die Kugel aus, so dass die Nase knapp reinpasst. Nicht zu weit, eher knapp, dann gibt es noch eine Klemmwirkung. In die “Nasenflügel” der Schaumstoffnase jeweils ein Loch schneiden, Gummi durch und schon kann man verkleidet saufen gehen. 2) Ihr scheidet einen Schlitz in den Schaumstoff. So entsteht eine Klemmnase. Ob diese hält, ich glaube nicht so recht. Ein bischen probieren, vielleicht funktioniert das gut. Ihr könnt ja eure Erfahrung als Kommentar hinterlassen. Kommen genug Fotos zusammen, gibts hier eine Nasengalerie.

    Download und Verwendung erlaubt

    Für eine Skizze auf das Bildchen klicken, dann erscheint die geniale Bauanleitung in großer Darstellung. Ihr könnt diese Anleitung auch downloaden und auf eurer Seite verwenden. Ein Gegenlink wäre schön. Bastelanleitung Schaumstoffnase

    Für ein gelingen oder dafür, dass ihr zur besten Maske des Abends gekrönt werdet, gebe ich nicht. Auch gibt es keine Gewähr für Schadstoffe, ob neuer oder gebrauchter Schwamm. Zur Sicherheit müßt ihr euch diese Schadstoffe selbst besorgen. Im Haushalt liegt genug davon rum.


  2. Friedhof der Socken

    Januar 27, 2012 by Crazy Crow

    Es gibt kaum etwas nutzloseres als eine einzelne Socke, außer vielleicht eine Strumpfhose mit nur einem Bein.

    Die sockenfressende Waschmaschine ist eines der umstrittensten Themen die es gibt. Führende Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen an diesem ungeklärten Phänomen.

    Beim weltweiten internationalen Kongress Imsacf “mismatched socks – a cold foot” wurden Thesen und Theorien heiß diskutiert. Doch je mehr geforscht wird desto mehr Fragen eröffnen sich. “Wir sind noch viele Jahre von einem belastbaren Beweis entfernt”, soVictor Kaas, Leiter eines eigenen Labors und Organisator des Kongresses.

    Noch nie waren soviele Vertreter der Disziplinen Mathematik, Physik und Tote-Materie-Soziologie anwesend. Alchemisten, Philobesoffen und Verschörungspraktiker gaben sich die Klinke in die Hand.

    Die Socke die verschwunden ist, ist nicht verschwunden, sie hat lediglich einen anderen Zustand erreicht. Da auf dieser Erde nichts verloren geht (außer meine Socken, Schlüsselbund und Feuerzeug) kann sie sich nur in Energie umgewandelt haben. Die Socke ist also nicht verloren, sie ist nur nicht mehr so nutzbar wie vorgesehen. (Als Sockenbesitzer würde ich natürlich gerne Wissen, wer jetzt meine Sockenenergie besitzt).
    Diese Theorie der Energieumwandlung ist sehr umstritten, denn ab 50g Socken entstehen Strahlungswerte, die unbedingt eines Strahlenschutzanzuges bedürfen. Als ergänzende Theorie wird ins Feld geführt, dass es vermutlich einen Absaugschlauch für die Energie gibt und man will bis zum nächsten Treffen prüfen, ob jeder Schlauch an der Waschmaschine auch tatsächlich nur für Ab- und Zuwasser benutzt wird.

    Die schlichte, an der Grenze des Brainburnouts angesiedelte Theorie “Was zusammen gehört wird zusammen finden”, schließen sich viele Philobesoffenen und Soziologen an. Dabei wird davon ausgegangen, dass nicht das Paar Socken einen soziologischen Verbund bildet, sondern die Socke ein unentbehrlicher und schmerzhaft abgetrennter Teil einer Strumpfhose ist, die nun als unglückliche Legging unterwegs ist. Der Phantomschmerz der Legging sendet auf einer für uns Menschen nicht hörbaren Frequenz Signale aus, die den abgetrennten Teil, auch Socke genannt, in einen hochfrequenten Zustand versetzt und für uns unsichtbar macht. Beim öffnen der Waschmaschine entschwindet das für unsere Augen unsichtbare Frequenzbündel in Richtung der Legging.
    Allerdings ist es trotz hochempfindlicher Geräte und Fotofallen bisher noch nicht gelungen, eine Vereinigung von Socke und Legging zu beobachten. Man arbeitet an einem besseren Versuchsaufbau, denn die Methode mit einer Legging durch die Lande zu fahren und im richtigen Augenblick in der Nähe einer Waschmaschine zu sein, in der gerade der fehlende Teil der Legging gewaschen wird verspricht für die Zukunft keine guten Aussichten auf Erfolg.

    Das Loch im Raum-Zeit-Kontinuum ist ein Forschungsfeld in dem sich nur die Hartgesottenen bewegen. Noch kämpft man mit der Heisenbergschen Unschärfetheorie, vor allem bei höheren Umdrehungszahlen. Man kann nicht zu jedem Zeitpunkt den konkreten Aufenthaltsort der Socke in der Waschmaschine bestimmen. Jedoch steht für diese Forschergruppe fest, dass das Loch seinen Ausgang in der Mitte der Waschmaschinentrommel nimmt, wo man Mikrogravitation vermutet. Dass die Experimente mit Löchern im Raum-Zeit-Kontinuum nicht ungefährlich sind, beweisen die Versuchshamster, die den Waschvorgang nicht überlebten, wenn sie auch nur in die Nähe der Mikrogravition kamen. Bis zur nächsten Konferenz möchte ein Wissenschaftler ein Loch im Raum-Zeit-Kontinuum mitbringen und somit den wissenschaftlichen Beweis antreten.

    Weniger spektakulär, aber einen interessanten Ansatz bietet die Obsoleszenz. Das ist eine von der Industrie praktizierte künstliche Veralterung der Ware oder die Verkürzung des Gebrauchswertes um den Konsum anzuregen. So werden zum Beispiel Glühbirnen nicht für 2000 Stunden und mehr gebaut, wie leicht möglich, sondern man verpasst ihnen eine Lebensdauer von 1000 Stunden. Ebenso ist es mit den Druckern, die einfach den Dienst nach einer bestimmten Anzahl an ausgedruckten Seiten einstellen, obwohl der Drucker noch in Ordnung ist.
    Auf diesen Tatsachen aufbauend geht man von einer künstlichen und gewollten Verschrumpelung aus. Es werden immer wieder, so die Theorie, in der Fabrik Socken aus Schrumpelmaterial den normalen Socken hinzu gefügt. Das Ziel ist es, dass der Endverbraucher der die Waschmaschine öffnet den Eindruck gewinnt, 2 verschiedene Socken vor sich zu haben. Hat er das Gefühl ihm sind 2 Socken abhanden gekommen schreitet er unverzüglich zum Panikkauf.  In Wahrheit befindet sich aber nach wie vor ein komplettes Paar Socken vor seinen Augen. Der leicht verwirrte Redner konnte den Beweis nicht antreten, da er bis jetzt weder Wäscheschrank noch Waschmaschine in seinem Haus gefunden hat.

    Als Gastredner bei der Imsacf trat ein Vertreter der Waschmaschinenhersteller auf. Das Geraune im Zuhörersaal schwoll an, als er davon sprach, dass die vermeintlich fehlenden Socken sich nie in der Waschmaschine befanden. Vielmehr sind sie auf dem Weg zur Waschmaschine verloren gegangen, bzw. haben diese Socken den Weg nie angetreten. Als der Gastredner etwas über Spaltmaße und bauartbedingten Dichtungen erzählen wollte, wurde er ausgepfiffen und als Spinner abgetan. Die Gastrednerschaft wurde ihm auf Lebenszeit entzogen.

    Diese Erkenntnisse aus dem Kongress helfen mir nicht weiter. Weiterhin gibt es einen Friedhof der Socken in meinem Schrank, in der Hoffnung, eines Tages würde sich die eine oder andere vermisste Socke wieder einfinden. Ich kann keine Rücksicht auf Mode nehmen und  nutze in der Zwischenzeit die Socken momentan als Handschuhe. Als Socken sind sie ja nicht mehr zu gebrauchen. Im März findet eine Parallelveanstaltung zur Imsacf statt, die Imgach – internationaler Kongress der mismatched gloves – a cold hand.


  3. Morgens um halb Zehn in Deutschland

    Januar 19, 2012 by Crazy Crow

    halber Dominostein

    morgens um halb Zehn

    Morgens um halb zehn gibts das Frühstückchen.
    Was mein Bruder, der gerade auf Fortbildung unterwegs ist, um diese Zeit macht, weiß ich nicht. Aber irgendwann wird er wohl Pause haben.

    Brüderlich teile ich meinen letzten Dominostein aus meinem weihnachtlichen, zu Ende gehenden, Fundus.
    Das sind ca. 25 kcal. Würde ich ein Knoppers mit ihm teilen, so wären das 65kcal. 100 Gramm (4 Stück) dieser Masse aus Zucker und Öl haben 526kcal. Da bleibt nicht mehr viel an Tagesbedarf für eine ordentliche Mahlzeit.

    Nicht dass mein Bruder davon locker 200 Gramm vertragen könnte, aber soviel Schlechtigkeiten möchte ich ihm nicht mal in Gedanken zumuten.
    Danke für die vielen Allgäukrimis, die du als Kulturgut mit nach Ostfriesland gebracht hast.

    Was man sonst noch so um halb zehn machen kann.


  4. Sturmtief Andrea

    Januar 5, 2012 by Crazy Crow

    Keine Panik vor Schwestern

    Ich könnte auch von einem Sturmtief Schwesterherz sprechen. Endlich kann ich mir merken, wer für eine Schneise der Verwüstung verantwortlich ist. Schneise ist etwas niedlich, es ist großflächig, besser noch ganzflächig.

    Diese Verknüpfung von einer Schwester mit einem Sturm ist wieder typisch Bruder werden viele Schwestern aufschreien und zu den Steinen greifen. Ganz ruhig, ich bin kein Schwesternhasser, den hübschesten von euch gewähre ich gerne die eine oder andere Stunde mit mir.

    So ein Sturmtief ist auch irgendwann vorbei. Das erlebte ich oft als Bruder. Und tatsächlich, nachdem Türen knallen der Casettenrecorder seine Flugstunde hinter sich hatte und ich dafür von den Eltern den Anschiss bekam, war wieder himmliche Ruhe. Ruhe wie im Auge des Orkans. Wenn man nur wüßte, wo das Auge immer ist, man könnte mitlaufen. Aber das haben Sturmtiefs und Schwestern gemein, man weiß nicht genau wann und wo sie zuschlagen.

    Und wieso denke ich bei Andrea nicht an Nahles? Das Jahr ist noch jung und ich will es mir nicht jetzt schon versauen.

    Nachtrag: Schwester hat das wohl gelesen, das Radio spricht nicht mehr von einem Sturmtief, sondern von einem Orkantief. Unklar ist mir noch, ob es ein Wintersturm ist, oder wegen der Temperaturen schon ein Frühlingssturm.


  5. Wünsche für das neue Jahr

    Januar 1, 2012 by Crazy Crow

    Wünsche für das neue Jahr gibt es viele. Und es werden viel Wünsche an mich herangetragen. Zum Beispiel soll ich gesund bleiben. Was mach ich nun? Ich hab mir nichts vorgenommen, aber andere haben eine Erwartungshaltung. Sie wünschen mir was und wollen das natürlich auch in Erfüllung gehen sehen. Auf der anderen Seite, wenn ich nicht gesund bleibe, wird den Gesundheitswünschern klar, dass sie sich mehr anstrengen müssen beim wünschen.

    Die Wünscherei ist so eine Sache, man muß sich bewußt sein, dass so ein Wunsch auch in Erfüllung gehen kann.
    Wünsche ich jemanden viel Geld, so kann es sein, dass er eine Bank ausraubt. Wünsche ich jemandem Glück, so kann es sein, er im Lotto den Jackpot bekommt und nicht ich (Glückwunsch gibt es nur zum Geburtstag, oder sagt jemand: Herzlichen Glückwunsch zu Silvester?). Wünsche ich mir Weltfrieden, so gibt es viele Unzufriedene. Das ist also alles gar nicht so einfach.

    Erfolgreich ist auch noch ein häufig zu lesender Wunsch.  Erfolgreich hat auch 2 Seiten. Was des einen Erfolg, kann des anderen Niederlage sein. Und das widerspricht dem Weltfriedenswunsch.

    Einen guten Rutsch ins neue Jahr – wohl eines der häufigsten Formeln. Zu 90% bedeutet das nichts anderes als: Boah, bin ich nett, ich habe den anderen mit netten Worten bedacht.
    Denn meistens ist es uns egal wie und ob er rutscht. Wir können das auch kaum beeinflussen, wie jemand diese magische Milliardstel Sekunde verbringt, wo er von einem Jahr ins andere rutsch. Wir können es nur beeinflussen, wenn wir uns der Menschen annehmen.

    Man kann diesen Rutsch auch nur bedingt aufhalten, für ein paar Stunden mit einem Flugzeug. Aber ansonsten hilft es nichts, man wird wie alle anderen 2012 wieder aufwachen und keiner wird mir Beifall klatschen wie einem Piloten, wenn ich in 2012 gelandet bin. Wir tun auch so, als ob das alte Jahr ein Freund gewesen ist, der geht. Nein, der Freund geht nicht, er zieht sich nur um.

    Es ist nun mal Sitte, sich nicht Pech und Pest an den Hals zu wünschen, sondern Glück und Gesundheit.

    Denn eindrucksvollsten Neujahrswunsch hatte ich von einem alten Nachbarn, schräg gegenüber der Straße. Der ist bestimmt so 80 Jahre, seine Frau ist vergangenes Jahr verstorben, er ist unheimlich fit und hat einen riesigen Garten mit Gemüse. Ein Gärtner wie man sie nur in der alten Generation findet.

    Er ging nach Mitternacht von einem Nachbarschaftsbesuch nach Hause und ich rief ihm zu: Einen guten Rutsch fürs neue Jahr.
    Er blieb kurz stehen: Segen und Gesundheit für das neue Jahr.
    Er hat sich darüber gefreut, dass man ihn grüßt und er ist so schlau zu wissen, dass ich eigentlich meine, dass er ein gutes Jahr haben soll.
    Doch die Zeit einen richtigen Wunsch zu formulieren, einen tiefgründigen Neujahrswunsch, hat er sich genommen.
    Gut formulierte Neujahrswünsche waren, so scheint es, noch vor Generationen ein wichtiger Bestandteil.


  6. Silvester und die Vorsätze

    Dezember 30, 2011 by Crazy Crow

    Vorsatz

    www.karikatur-cartoon.de - Cartoons von Roger Schmidt

    Immer zu Silvester gibt es Vorsätze, von denen 90% kläglich scheitern. Maximal 10% werden in die Tat umgesetzt. Das wissen die meisten und trotzdem warten alle 365 Tage lang um sich wieder selbst zu enttäuschen. Doch für den Augenblick ist das wie ein Rausch. Es scheint alles möglich an diesem magischen Zeitpunkt des Jahreswechsels. Den nehmen übrigens nur wir wahr, weil wir auch die einzigen Lebewesen sind, die Uhren tragen. Tiere und Pflanzen dürften sich kaum Vorsätze machen, die gehen davon aus, alles richtig zu machen. Nur der Mensch sieht sich als fehlerhaft und will sich korrigieren.

    Unser Gehirn ist zur halluzinatorischen Wunscherfüllung fähig. Der Vorsatz alleine bewirkt ein Rauschgefühl. Es ist das Gefühl, als ob wir das schon umgesetzt haben. Doch den Worten müssen erst Taten folgen und da muß der Vorsatz von der Hirnrinde mit anderen Teilen des Gehirns verknüpft werden. Bei manchen scheitert das bereits mangels Masse.

    Es gibt die stillen Vorsätze, die Vorsätze die nicht unter Gruppenzwang entstehen. Diese Vorsätze entstehen aus einem tiefen Wunsch und stehen im Gegensatz zu den Vorsätzen die feuchtfröhlich kund getan werden. Sollte ein stiller Vorsatz scheitern, so blamiert man sich zumindest nicht vor den Anwesenden, die vielleicht doch mal nachfragen, wie es mit dem Vorsatz ist.
    Ein öffentlich ausgesprochener Vorsatz kann einen Schub zur Umsetzung geben. Wenn man bewußt öffentlich einen Vorsatz bekannt gibt, dann baut man auf öffentlichen Druck diesen Vorsatz auch einzuhalten.
    Es kommt auf den eigenen Charakter an, wie und wo man Vorsätze sich vornimmt. Die beste Chance der Umsetzung bietet die Variante, die größten Druck auf den eigenen inneren Schweinehund aufbaut.

    Wieso denn an Silvester / Neujahr die vielen Vorsätze? Für viele scheint es so zu sein, als ob man in dieser Nacht die Karten neu mischen kann. Das ist ein Trugschluß. Die Karten kann man jederzeit zu jeder Stunde neu mischen. Und so kann man sich jeden Tag neu in Vorsätzen üben. Vielleicht mag es ein Jackpotgefühl sein, wenn man einen Silvestervorsatz umsetzt. Aber er ist nicht wertvoller als ein umgesetzter Vorsatz von irgendeinem Tag zu irgendeiner Stunde.

    Eine goldene Regel ist sicher die, sich nicht zuviel vorzunehmen. Es ist besser kleinere umsetzbare Vorsätze in den Raum zu stellen und diese umzusetzen. Das bringt Glücksgefühle und der nächste Vorsatz wird schon leichter. Man kann sich auch belohnen, wenn ein Vorsatz gelingt. Danach ist unser Hirn süchtig.

    Mein Vorsatz? Ich halte mich an meinen Vorsatz vor vielen Jahren der da lautet: Ich mache mir keinen Vorsatz.  Dieses konnte ich bisher immer erfüllen.

     


  7. Das hässliche Gesicht von Weihnachten

    Dezember 23, 2011 by Crazy Crow

    Weihnachten kann auch ein häßliches Gesicht haben. Damit meine ich nicht mich bei der Morgenrasur. Das ist täglich gleich schlimm. Oder sich vor Kindern übergebende Weihnachtsmänner, weil der letzte Glühwein mit den anderen nicht ganz harmoniert.

    Ich meine selbstgebackene Weihnachtsplätzchen.
    Bewaffnet mit guter Laune, einer Schürze und der neuen Massenausstechform von Aldi geht es ans Werk. Der Teig ist recht flott zusammen geknetet. Nochmal probieren, ja, lecker. Nachdem ich festgestellt habe, dass der Teig durchgängig lecker ist, wird nochmal einer geknetet.

    Weihnachten ist die Zeit der Besinnung, sagt man. Wieso ich mich genau an diesen Tagen besinnen soll ist mir genauso unklar, wie ich meinen Status als Vater nur an einem Tag betrauern soll. Früher war die Adventszeit auch Fastenzeit. Viele meinen wegen der inneren Reinheit. Ich glaube, es war der Nahrungsmangel, der solche Fastenzeiten hervor brachte.

    Wie auch immer, ich besinne mich und verwende nur beste Zutaten mit dem Aufdruck Bio oder regional. Biomehl, Butter die noch muh macht und glückliche Eier vom Boden. Da liegt er, der Klumpen der in 12 Minuten seinen Duft im ganzen Haus verbreiten wird.

    Minute 0 bis Minute 9: Ich sehe schon das Endprodukt vor mir, den leckeren Weihnachtsteller mit Glitzer. Ein paar Cellophantütchen in denen ich meine von Meisterhand verzierten Weihnachtsplätzchen wie hohes Gut an die Nachbarn verteilen werde. Innere Zufriedenheit macht sich breit.

    Minute 10: Zuckerguß herrichten und die Schürze nochmal stramm ziehen. Die innere Zufriedenheit steigert sich zu Glücksgefühlen, zu einem Feuerwerk aus Selbstanerkennung und Schulterklopfen. Ich besinne mich meiner Großartigkeit. Der Begriff “besinnliche Weihnachtszeit” füllt sich mit Inhalten an.

    Minute 12: Auch ein zweiter und dritter Blick ins Backrohr bringt keine weiteren Plätzchen hervor. Vorbei ist es mit den Cellophantütchen, es müssen blickdichte Papiertüten her und auf den Weihnachtsteller landen diesmal wohl wieder mal Dominosteine. Die vom schulterklopfen schmerzende Hand schmeißt das tränengetränkte Zewa in den Abfall und langsam führe ich einen Keks an den Mund. Ich glaube, ich verschenke nächstes Jahr Teig.

    Um den ganzen Sinn zu geben, spiele ich nun mit den Keksen. Zur größeren Darstellung auf das Bild klicken.

    Astronaut

    Astronaut

     


  8. Abschied von einem Traum

    Dezember 21, 2011 by Crazy Crow

    Hatte das nicht jeder schon mal? Einen Traum, der im Laufe der Zeit schwindet? So geht es mir mit den USA. War immer ein Traum, mit dem Motorrad einmal quer durch die Staaten. Das Gefühl von Freiheit und Weite, der unbegrenzten Möglichkeiten und verrückten Lebensmöglichkeiten.

    Dieser Traum ist sowas von klein geworden, dass ihn nicht mal Google findet. Die USA hat diesen Traum selbst so klein gemacht. Schön wärs nämlich schon gewesen. Wer USA und Freiheit zusammen bringen will, versucht Himmel und Hölle in einem 1 Zimmer Appartement unter zu bringen. Denke ich an die USA, so atme ich hier gleich frei auf. Die dusselige Bürokartie und das kranke Banken- und Versicherungswesen die einem die Luft rauben können sind Balsam für die Bronchien denkt man an die Staaten. Ein menschenrechtsverachtendes Völkchen das meint, die Welt in Ordnung halten zu müssen. Es unterscheidet sich von einem diktatorischen und kriegerischen Staat nur durch seine unglückseelige Allianz mit Israel. Ansonsten sind alle Merkmale vertreten – Todesstrafe, Nichtanerkennung des Den Haager Gerichts, Angriffskriege, Volk und Welt belügen und soweit es geht alle Länder dieser Welt erpressen.  (weiterlesen …)


  9. Alternative zu Ebay Turbo Lister – etope Lister

    Dezember 14, 2011 by Crazy Crow

    Wie ich schon sehr weit schweifend vor ein paar Tagen berichtete, will der Ebay Turbo Lister nicht vernünftig laufen. Das Problem ist nicht nur auf dem aktuellen Computer so, das war schon früher und bei allen Vorgängern des Turbo Lister. Mal lief er gut, mal lief er nicht mehr.

    Aktuell scheint der Turbo Lister viele Nutzer mit einer Meldung wie: “Site-by-site funktioniert nicht, man soll im Anwendungsprotokoll nachsehen” vor ein Problem zu stellen. Es kann möglicherweise an einem Update von Windows liegen. Ratschläge gehen soweit, diese Updates doch zu löschen um den Turbo Lister wieder zum laufen zu bekommen.

    Ich erwarte von einer Software, dass sie läuft und auch eine gewisse Fehlertoleranz aufweist. Und wenn es mal nicht läuft, weiterführende Hilfe anbietet. Alles Gründe, die eigentlich den Turbo Lister ausschließen.

    Auf der Suche nach einer Alternative bin ich über einiges gestolpert, doch die einzige Alternative zu Ebay Turbolister 2 ist der etope Lister von Freshworx.

    (weiterlesen …)


  10. Ein paar kleine Tassenvideos

    Dezember 10, 2011 by Crazy Crow

    Uralt aber immer wieder gut die beiden Meckertassen.

    Mehr von den Tassen unter tassen.tv.