Bilder vom Schlittschuhrennen im Ditzumerverlaat

Am 11.2. /14 Uhr war es soweit, das traditionelle Rennen zwischen Ditzum und Ditzumerverlaat fand das erstemal nach 20 Jahren statt.

Was von dem Heimatverein, der Feuerwehr und den vielen Freiwilligen geleistet wurde war grandios. Ich jedenfalls war sehr beeindruckt. Ein Dankeschön von mir.

Es war so gut wie kein Parkplatz mehr im Dorf zu finden. Schätzungsweise waren 1000 bis 1500 Leute da. Ein guter Treffpunkt, um mit alten Bekanntschaften ein paar Wörter zu tauschen. Auch Kai-Uwe Hanken, Buchautor und Chefredakteur der Rheiderlandzeitung war fleißig unterwegs. Man darf auf seine Bilder und seinen Bericht gespannt sein.

Vorweg, leider kenne ich den Sieger noch nicht, habe wegen Wärmemangel es nur 2 Stunden ausgehalten. Sonntag weiß ich mehr.
Nachtrag: Sieger des Wettbewerbs ist Ditzum, meine Gratulation. Vielleicht besteht ja nächsten Winter die Chance, bittere Rache zu üben.

Sehr viel gute Bilder sind mir nicht gelungen. Bei der Masse will man sich nicht überall durchdrängeln. Ich denke für einen Eindruck reicht es. Nach der Bildergalerie gibt es noch 2 Videos.

Weitere Ergänzung 13.2.2012:
Diashow der Rheiderlandzeitung (leider nicht mehr verfügbar)

Videos

Nach dem ersten Pulk kommt noch was. Das nenne ich Kämpfergeist.

Vor dem Zieleinlauf – sieht sehr kämpferisch und professionell aus.

Ein paar „Fremd“videos. Vielen Dank für die Aufnahmen.

Weder im Winter 2012 / 2013 oder 2013/2014 fand ein Rennen statt. Die Kälte reichte nicht aus um das Eis dick genug und dauerhaft gefrieren zu lassen.

Traditionelles Schlittschuhrennen im Ditzumerverlaat

schöfeln auf dem Sieltief
schöfeln auf dem Sieltief

Seit über 20 Jahren wird das traditionelle Schlittschuhrennen zwischen Ditzumerverlaat und Ditzum wieder einmal ausgetragen.
Die Eisbedingungen auf dem Sieltief sind optimal. Die Eisoberfläche ist glatt und nicht, wie in den letzten Jahren, gebrochen. Das liegt daran, dass die zuständige Sielacht während der Frostperiode nicht abgepumpt hat. Dass es dazu noch beim frieren windstill war, steht eine kilometerlange Schlittschuhbahn zur Verfügung.

Die Schlittschuhbahn führt über offenes Gelände wie auch an Gärten vorbei und unter Brücken hindurch.

Das Schlittschuhrennen ist sicherlich eines der größten Spektakel im Rheiderland. Stattfinden soll es am Samstag den 11. Februar ab 14 Uhr oder 15 Uhr. Sobald mir näheres bekannt wird, wird es als Ergänzung im Bericht erwähnt. !!! Samstag – 14 Uhr Ditzumerverlaat !!!

Nähere Informationen über das Rennen gibt es in der Rheiderlandzeitung. (Link leider nicht mehr verfügbar)

Das Rennen wird damit begonnen, dass der Herausforderer dem anderen Dorf anderen einen Holzschöfel überbringt. Schöfel ist der Begriff für einen alten Schlittschuh, die man sich unter die normalen Schuhe schnallt. Die Kufe ist an eine Holzplattform befestigt.

Um einen Eindruck von der Eisbahn zu gewähren habe ich vergangenes Wochenende den Betrieb fotografiert. Sollte sich jemand in den Persönlichkeitsrechten beeinträchtig fühlen, bitte melden, das Foto wird dann umgehend gelöscht.

Schöfeln als Ärgernis

Das schöfeln, wie auch das Schlittschuh laufen bezeichnet wird, nicht überall willkommen ist, zeigt dieser Bericht (Link der Rheiderlandzeitung leider nicht mehr verfügbar). In der Tat ist es so, dass Schlittschuh laufen die Winterruhe der Fische massiv beeinträchtigt. Durch die Unruhe werden die Fische aus einer Art Winterschlaf geweckt. Der erhöhte Sauerstoffbedarf kann aber nicht gedeckt werden, so dass die Fische an Sauerstoffmangel zu Grunde gehen können.

Ostfriesland hat keine Berge

SolitärbergDass Ostfriesland keine stattlichen Erhebungen hat ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Das Vorurteil wird derart heftig geschürt, dass selbst die meisten Ostfriesen daran glauben. Wo doch der gemeine Ostfriese im Prinzip nur an 2 Dinge glaubt, an die Segunungen des Schnapses und dass der Deich hält.

In Ostfriesland gilt es jede Menge Gipfel zu erklimmen die zur Winterszeit noch wilder und herausfordender aussehen.
Und wer weiß, vielleicht steigt eines Tages jemand auf diesen Hügel und kommt von einem Berg herunter.

Little big Bullshit, auch als holy shit bekannt gehört zu den kleineren Formationen. Geologisch gesehen ist es eine sehr junge Formation und ist nicht sehr beständig gegen die Witterungsverhältnisse. Vor einer Besteigung wird dringend abgeraten.

Besonders beeindruckend sind die solitär, also einzelstehenden, Hügel. Typischerweise sind diese Hügel durch ein ausgeklügeltes Höhlensystem miteinander verbunden. Belebt wird dieser Hügel vom friesischen Murmelwurf.

Grande Matschatscho ist eine der größten Formationen, fast eine Wetterscheide. Da kann es passieren, dass es auf der einen Seite regnet, während auf der anderen Seite sonniges Fönwetter vorherrscht. Die Hügel liegen gerade so an der Waldgrenze. Etwas höher und der Ostfriese bekommt einen Höhenkoller und kann wegen der dünnen Luft nicht mehr atmen.

Ostfriesenrock wird diese wilde Formation bezeichnet. Sie ist beliebter Treffpunkt von vierbeinigen Archäologen, die dort nach alten Tennisbällen suchen.

Wo die Landschaft bergig ist, gibt es auch wasserführende Schluchten. Deep Torf  ist ein typisches Beispiel für die vielen Schluchten in Ostfriesland. Man darf sich von der Idylle nicht trügen lassen. Mitunter können diese um ein vielfaches größer werden und die Berge im Umfeld sogar in der Existenz bedrohen.

Sturmflut am Dollart – 22. Januar 2012

So richtig gab es, zumindest hier, keinen Sturm. Aber eine Flut bis 2m über normal Null. Die Sieltiefs der Umgebung sind gut voll aber nicht übervoll. Für die Nicht – Ostfriesen, ein Sieltief ist ein Entwässerungsgraben und zählt zur den untergeordneten Gewässern. Entwässerungsgraben ist ein unschönes Wort für diese Wasserläufe, die die Landschaft prägen, unterteilen, reizvoll sind und eine wichtige Funktion im ökologischem Bereich einnehmen. Ein Sieltief kann durchaus bis 20m breit sein.

Aber nun zu den Fotos von heute. Wie immer habe ich weder mein Leben noch Kosten gescheut, euch ein paar Aufnahmen zu präsentieren.
Die Aufnahmen entstanden am Dollart und im Hafen Ditzum.

Das Sturmtief am Dollart

Das Sturmtief Andrea war auch in Ostfriesland aktiv. Dazu zwei Fotos und ein Video. Das wackeln ist nicht von mir, sondern der Sturm rüttelte am Auto. Sieht alles harmlos aus, war aber ein ziemlich „bissiger und giftiger“ Sturm.
Hier Bilder von der Sturmflut am 9ten Dezember

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Sieltief bei Dyksterhusen
Sieltief bei Dyksterhusen
Sieltief am Wynhamster Kolk
Beim Wynhamster Kolk

 

 

 

 

 

Sturmtief Andrea

Keine Panik vor Schwestern

Ich könnte auch von einem Sturmtief Schwesterherz sprechen. Endlich kann ich mir merken, wer für eine Schneise der Verwüstung verantwortlich ist. Schneise ist etwas niedlich, es ist großflächig, besser noch ganzflächig.

Diese Verknüpfung von einer Schwester mit einem Sturm ist wieder typisch Bruder werden viele Schwestern aufschreien und zu den Steinen greifen. Ganz ruhig, ich bin kein Schwesternhasser, den hübschesten von euch gewähre ich gerne die eine oder andere Stunde mit mir.

So ein Sturmtief ist auch irgendwann vorbei. Das erlebte ich oft als Bruder. Und tatsächlich, nachdem Türen knallen der Casettenrecorder seine Flugstunde hinter sich hatte und ich dafür von den Eltern den Anschiss bekam, war wieder himmliche Ruhe. Ruhe wie im Auge des Orkans. Wenn man nur wüßte, wo das Auge immer ist, man könnte mitlaufen. Aber das haben Sturmtiefs und Schwestern gemein, man weiß nicht genau wann und wo sie zuschlagen.

Und wieso denke ich bei Andrea nicht an Nahles? Das Jahr ist noch jung und ich will es mir nicht jetzt schon versauen.

Nachtrag: Schwester hat das wohl gelesen, das Radio spricht nicht mehr von einem Sturmtief, sondern von einem Orkantief. Unklar ist mir noch, ob es ein Wintersturm ist, oder wegen der Temperaturen schon ein Frühlingssturm.

Sturmflut am Dollart – 9. Dezember

WindDer 9te Dezember hat es in sich. Sturmfluten für die ganze Nordseeküste wurden vorhergesagt. Fährverbindungen wurden eingestellt, exponierte Brücken wurden für den Verkehr eingeschränkt.

Diese Aufnahmen sind vom Dollart, gegenüber von Emden.
Zur Mittagsflut wurde ein Stand von knapp 2m über Normal vorhergesagt. Die Nachtflut soll um einiges stärker werden.

Die Aufnahmen entstanden gegen 11 Uhr und gegen 12:30.
Um 11 Uhr war es kaum möglich sich am Deich aufzuhalten. Die Flut wurde von Sturm und Hagel begleitet. Man konnte am Horizont erkennen, wie weit die Flut die Ems hochgestiegen ist. Der Flutspitze folgte eine dunkle Regenwand.

Erst gegen 12 Uhr konnte man sich wieder auf den Deich wagen, bzw. wieder normal Luft holen. Da ist auch die Flut schon um einiges wieder zurück gegangen, wie man an den Markierungen, die die Sturmflut hinterlassen hat, sehen kann.

Euer patschnasser Frontreporter.

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