
BIP, der Index für das Bruttoinlandsprodukt, dürften die meisten schon mal gehört haben, vielleicht sich sogar schon näher damit beschäftigt haben. Der BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Sie spiegelt den Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres wieder. Diese Statistik erfaßt reine Zahlen. Aus dem Vergleich der Zahlen läßt sich eine Tendenz in der Wirtschaft errechnen.
Die Kritik am BIP sind unter anderem, dass nicht alles erfasst wird und erfasst werden kann, wie zum Beispiel die Dienstleistung die bei der Hausarbeit erstellt wird. Ebenso wie sich die Menschen dabei fühlen spiegelt sich darin nicht wieder.
Für die Politik und den Finanzminister spielt es auch keine Rolle wie glücklich sich jemand beim schuften für das Bruttosozialprodukt ist. Wichtig ist nur, dass jährlich eine Steigerung auf der fiskalischen Seite steht. Dieses System geht nicht dauerhaft gut, es gibt immer wieder Krisen.
Lebensglückindex
Dem wohltuend gegenüber steht der Lebensglückindex. Es misst wie glücklich Menschen sich fühlen. Was zunächst einfach klingt entpuppt sich als ein schwieriges Unterfangen. Glück ist nicht schnell mal mit ja und nein abgefragt, höchstens tendenziell.
Dazu sind die Menschen und die Lebensumstände zu unterschiedlich. Was für den einen die Erfüllung ist, mit dem kann ein anderer möglicherweise überhaupt nichts anfangen. Einer findet in spirituellen Erfahrungen sein Lebensglück, während der andere diese in viel Hubraum und PS findet. So ist der Maßstab den jeder für sich anlegt ein anderer.
glückliches Buthan?
Buthan ist das Musterland in Sachen Lebensglück. Das Königreich im Himalaja hat eigens dafür ein Ministerium eingerichtet. Seit 1999 versuchen dort 10 Mitarbeiter das Lebensglück ihrer Untertanen zu ermitteln. Daraus will man Handlungsweisen für die Regierung ableiten.
Wiederum erstaunlich ist dass bei so einem von dem Rest der Welt abgeschotteten Kleinstaat ähnliche Ergebnisse zu Tage treten wie in einem westlichen Land. Ca. 30% fühlen sich arm, ca. 20% sind gestresst, über 60% wünschen sich ein gutes Einkommen. Diese Themen dürften sich in ähnlicher Weise auch bei uns wiederspiegeln. Der Unterschied ist der, dass das Königshaus daraus Konsequenzen zieht und nicht dem BIP hinterherschielt.
(Wie ist dein Glücksindex?)
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Peter Ramsauer, seines Zeichens Verkehrsminister und bekannt für simulierte Politik, will das Punktesystem in Flensburg vereinfachen, gerechter und transparenter machen. Die Plattform auf der jeder mitreden kann, ist seit heute geöffnet.





