Freizeit im Freien, wie schön!

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Medizin, Antidepressivum, Lebenselixier: Die Natur gilt seit jeher als Entspannungs- und Inspirationsquelle. Gerade in unserer hochtechnisierten Welt ist der Aufenthalt in der Natur unentbehrlich geworden, um Körper und Seele gesund zu halten, doch ausgerechnet heutzutage finden die Menschen immer seltener den Weg ins Grüne – dabei gibt es unzählige Gründe, im Freien zu sein – und Möglichkeiten.

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Earth overshoot – Naturressourcen für 2012 verbraucht

Planet Erde

Am 22. August war es soweit, die Naturressourcen für 2012 waren aufgebraucht. Ab diesem Tag leben wir auf Pump.

Unter anderem werden folgende Faktoren werden für die Berechnung herangezogen. Verbrauch von Holz und landwirtschaftlichen Früchten, Verbrauch von Fisch oder auch die Fähigkeit der CO2-Speicherung.

Errechnet wird der ökologische Fußabdruck von Global Footprint Network. Auf deren Seite kann man sich den ökologischen Fußabdruck nach Ländern anzeigen lassen. Das geht ebenfalls mit Städten.

Wer seinen eigenen ökologischen Fußabdruck erfahren oder einschätzen möchte kann das auf Footprint – Deutschland tun. Diese Seite wurde mit Förderern von der BUND-Jugend erstellt.

Vor dem Aussterben bedroht – der Käseigel

Grundsubstanz des Käseigels

(obiges Bild zeigt die Biomasse die dem Käseigel seinen Namen gab)

Jeden Tag sind Tierarten vor dem Aussterben bedroht. Die Vielfalt nimmt rasant ab.
Jetzt hat es auch den Käseigel erwischt, direkt vor unserer Haustür. Inzwischen ist er auf der Liste der stark bedrohten Tierarten zu finden.

Nur noch selten läßt sich der Käseigel blicken. Dereinst war es ein zutrauliches Tierchen, das sich in vielen Wohnungen blicken ließ.

Vorkommen

Der Käseigel war stets da anwesend, wo sich Menschen gesellig versammelten. Bei Bier oder Wein fühlte er sich am wohlsten. Zum Jahreswechsel wurde immer ein stark vermehrtes Aufkommen verzeichnet. Sein Lieblingsplatz ist der Wohnzimmertisch. Regional ist sein Vorkommen nicht einzugrenzen. Er fühlt sich da wohl, wo ihm ein Zuhause angeboten wird.

Aussehen

Ein Käseigel variiert in Aussehen und Größe. Mal ist er hochrückig, fast Halbkugelförmig, mal eher flach und oval. Es wurden Exemplare entdeckt, die weit über 50cm groß sind. Der Durchschnittsigel hat eine Größe von ca. 30cm. Das besondere an diesem Igel ist, dass er scheinbar geschlechtslos ist. Man kann weder Weibchen noch Männchen unterscheiden.

Der klassische Käseigel besteht aus Käse, Mandarinen und Weintrauben. Im Laufe der Evolution gab es viele weitere Variationen. Die Stammform des Käseigels besteht aus Käse mit Mandarinen aus der Dose, sowie Weintrauben. Mandarinen und Weintrauben werden häufig durch Melonen, Krabben, Radieschen, Gurken oder Wurst variiert. Dennoch ist der Käseigel als solcher zu erkennen. Eine fast eigenständige Laune der Natur sind Käseigel die keinen Käse mehr beinhalten und sich auf Gemüse und Obst mutieren. Auch wenn er mit dem gemeinen Käseigel wenig Gemeinsamkeiten hat, so wird diese Art dem Käseigel zugeordnet.

Verwechslungen

Der Käseigel wird oft mit Einzelspießchen verwechselt. Diese Spießchen sind lediglich eine Unterart und Vorform des Käseigels. Diese Unterarten sind extrem variabel und reichen von reinen Obstspießchen bis hin zu Fisch und exotischen Früchten.

Gefahr aus Fernost

Neuerdings macht ein Neophyt, der Sushi, dem Igel das Leben schwer und nimmt dessen Platz ein. Das Sushi kommt aus dem asiatischen Raum und versucht sich mit Algengeschmack und Reis seinen Platz zu erobern. Dieser Eindringling hat eine große Anhängerschar. Eigene Reviere, sogenannte Sushibars wurden für diesen Neophyten eingerichtet.

Die Zukunft des Käseigels

Obwohl der Käseigel auf der Liste der aussterbenden Tierarten steht, so wird er nicht ganz aussterben. Käseigelschützer findet man über das ganze Land verteilt und geben dem Tierchen regelmäßig ein gemütliches Zuhause bei geselliger Runde.

Dreckschleuder unterwegs

Schon heute am Freitag den 20. Januar soll eine neue Dreckschleuder von Papenburg in die Nordsee überführt werden.

Der voraussichtliche Zeitplan: 12:30 Uhr Abfahrt in Papenburg; 15:30 Uhr  „Friesenbrücke“  in Weener; 17:30 Uhr an der „Jann-Berghaus-Brücke“   bei Leer; 21:30 Uhr Ankunft am Emssperrwerk.

Die „Disney Fantasy“ ist 340Meter lang und wurde im Landesinneren gefertigt. Um diese und viele weitere Dreckschleudern durch das Binnenland zu schleusen werden erhebliche Naturzerstörungen in Kauf genommen. Das Arbeitsplatzargument ist schon lange keines mehr für diesen Standort der Werft in Papenburg. Sehr viele Arbeiter fahren täglich von der Küste zur Werft, Leiharbeiter haben ein unsicheres Arbeitsverhältnis, Arbeitskräfte werden aus dem Ausland angekarrt. Dagegen werden hier Arbeitsplätze, vor allem im Tourismus, zerstört.

Die Ems ist im Laufe der Jahre zu einem hochverseuchten und biologisch nahezu toten Fahrrinne verkommen. Tiefe Ausbaggerungen gefährden Bausubstanz im Umfeld, der Freizeitwert ist schon lange nicht mehr gegeben. Im Gegenteil, es wird immer mehr im Umfeld der Ems zerstört. Die Ausbaggerungen für die großen Kreuzfahrtschiffe müssen gelagert werden. Inzwischen versucht man den Schlick in Teiche und Seen abzulagern, obwohl bekannt ist, dass der Schlick mit Schwermetallen verseucht ist.

weitere Infos:
Initiativenseite Rettet die Ems
Die Kreuzschifffahrt ist eines der größten Umweltverschmutzer. Dazu ausführliche Berichte des NABU.

Weihnachtsbäume aus biologischem Anbau

Weihnachtsbaum Plantage„Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie giftig sind deine Blätter“

Weihnachtsbaumplantagen (Christbaumplantagen) sind, und das wird jeder bestätigen, kein Wald, sondern landwirtschaftlicher Acker. Da wo die industrielle (auch konventionelle genannt) Landwirtschaft die Finger drin hat, ist das Giftfass nicht weit. Und wo ein Giftfass rumsteht, da steht in aller Regel auch Monsanto, Bayer und Glyphosat (besser bekannt unter Roundup) drauf.

Der Einsatz ist in der Landwirtschaft geregelt, besonders im Hinblick auf den Grundwasserschutz. Doch eine Weihnachtsbaumplantage unterliegt nicht den landwirtschaftlichen Regeln, es fällt unter Waldwirtschaft. So wird das Roundup bis an die Grenze zu Wohngebieten und in Wasserschutzgebieten munter verteilt. Dass so eine Plantage nichts mit Wald zu tun hat, dürfte jedem klar sein. Denn ein Wald hat etwas mit einem gesunden Ökosystem zu tun, mit Freizeitwert und Allgemeinheit. Alles Eigenschaften, die eine Weihnachtsbaumplantage nicht besitzt.

Ehemalige Wälder müssen Weihnachtsbaumplantagen weichen. Ein richtiger Wald wird nicht angebaut, denn es könnte ja sein, dass die EU irgendwann Biopflanzen besonders fördert, dann wird die Plantage platt gemacht und man baut Mais, oder dergleichen an. Unsere Natur unterliegt immer mehr dem Landwirtschaftsdiktat von Sonnleitner und Aigner. Anstatt nachhaltige Konzepte zu erarbeiten, auch für nachfolgende Generationen, kriecht man dem industriellen Landwirt da hinein, wo ich nicht mal hinsehen möchte.

Wenn denn schon Weihnachtsbaumplantagen, dann zumindest im umweltverträglichem Maß, also geregelt und biologisch. Der Mehrpreis sind auf den Monat umgerechnet vielleicht ein oder zwei Euro. Damit wird der Landwirt belohnt, der achtsam mit unserer Umwelt umgeht.

Wo bekommt man biologische Weihnachtsbäume her? Am besten fragt man zunächst im örtlichen Forstamt nach oder fragt einen Waldbauern, ob er etwas hat. Ansonsten kann man sich an der Liste von Robin Hood und Naturland halten.

Weiterführende Infos unter: ZDF und WDR.

Strahlende Landschaft

Uran im DüngerBlühende Landschaften wurden der ehemaligen DDR und Westdeutschland versprochen. Was wir haben sind Monokulturen, in denen sogut wie nichts blüht.
Dafür haben wir strahlende Landschaften. Und zwar überall dort, wo fleißig gedüngt wird. Nein, diesmal ist nicht die Gülle gemeint, die das Trinkwasser verseucht, sondern der mineralische Phosphatdünger.

Er belastet zwar nicht mit Nitraten den Boden und das Grundwasser, dafür aber mit Uran.

Uran kommt natürlich vor und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man Spuren von Uran im Trinkwasser findet. Im natürlichen Bereich kein größeres Problem. Wieviel von dem Uran im Trinkwasser enthalten sein darf, dafür gibt es sogar Grenzwerte.

Doch diese Grenzwerte einzuhalten wird immer schwieriger, vor allem in Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Mineralischer Phosphatdünger enthält größere Mengen an Uran. Das ist mehr oder weniger auch natürlich, denn Uran gibt es in Spuren überall. Das Problem ist die Konzentration und die konzentrierte Ausbringung.

Doch davon weiß der Hobbygärtner und der Landwirt nichts bis nicht viel. Warum? Weil die Lobbyverbände nicht informieren. Weil es keine Deklarationspflicht gibt, wieviel Uran im Dünger enthalten ist, den wir gerade vor uns haben. Und es gibt keine Grenzwerte, wieviel Uran, sorry Dünger, ein Landwirt per Quadratmeter ausbringen darf.

Wieso gibt es darüber keine Aufklärung? Wieso gibt es keine Hinweise auf der Düngerpackung? Wieso wird das mit dem Uran so verschwiegen? Und wieso gibt Frau Aigner, Verbraucherschutzverhinderungsministerin, keine Interviews zu diesem Thema? Fragen Sie nach. Je mehr es tun, desto besser. Nichtstun unserer Politiker sollten wir uns nicht mehr gefallen lassen.

Denkt man an Natur- und Umweltschutz, fallen einem Dinge wie Geschwindigkeitsbegrenzung, böse Industrie oder auch die Glühbirne ein. Nach wie vor ist die Landwirtschaft der größte Umweltverschmutzer. Alles läßt sich nicht vermeiden und bis zu einem gewissen Maß ist das kein größeres Problem. Aber die intensive industrielle Landwirtschaft (auch konventionelle Landwirtschaft genannt) überfordert die Natur und Umwelt.

Inzwischen müssen einige Wasserwerke dazu übergehen, das Uran verseuchte Trinkwasser mit teuer zugekauften sauberen Wasser zu verdünnen. Denn Filter die es gibt, sind ja wieder zu teuer und die Entsorgung der Filter fällt unter das Atomrecht. Dabei dachte ich, wir haben den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.
Auch hier gilt wie bei den Banken. Die Gewinne (Landwirtschaft) werden privatisiert, die Folgekosten abgewälzt.

Und ich gehe jetzt erstmal einen Kaffee trinken – auf einen strahlenden Tag.

Greening

Greenwashing ist ein gängiges Marketinginstrument zur Verbrauchertäuschung. Es schafft Vertrauen und generiert mehr Umsatz.

Das Greening der EU soll etwas anderes sein. Zukünftig sollen Agrarsubventionen an Leistungen wie Umweltschutz und Arbeitsplätze gekoppelt sein. Sonnleitner, der Oberlobbyist der deutschen Landwirte sieht seit diesen Vorhaben ziemlich zerknirscht aus. Denn das bedeutet, dass deutsche Landwirte nach heutigem Stand weniger Subvention bekommen. Es wird nicht mehr das „Güllefahren“ subventioniert, sondern der echte Dienst an der Natur oder der Gesellschaft. Das passt dem erzkonservativen deutschen Bauernverband natürlich nicht.
Aber nun kann er nicht mehr aus, der Schatten von Ilse Aigner und verspricht Zusammenarbeit mit der EU, murmelt Sätze wie: „Das muß vernünftig und moderat von sich gehen.“ Übersetzt heißt das, lasst uns viel reden und wenig tun.

Doch das wird nicht funktionieren. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos ist entschlossen, die Subventionen umzubauen und die Landwirtschaft in Europa grüner und umweltverträglicher zu gestalten. Wer hat diesen Mann ins EU-Parlament gewählt. Ist man gar nicht gewohnt, dass dort Leute sitzen, die wirklich was bewegen wollen. Ich gratuliere Herrn Ciolos und drücke alle Daumen für das Vorhaben. Noch ein Tipp, nicht von Sonnleitner irritieren lassen.
Artikel zum Thema in der Frankfurter Rundschau.