Zitate und Redewendungen #11 – Scherben bringen Glück

Glasscherben
Glasscherben

In unserer Serie „Zitate und Redewendungen genauer betrachtet“ geht es heute um Scherben bringen Glück.

Die allermeisten bringen damit zerbrochenes Porzellan und kaputte Gläser in Verbindung. Vor allem der Polterabend wird mit dieser Redewendung in Verbindung gebracht.

Das ganze ist ein bisschen ein Mischmasch aus Aberglauben und missverstandenen Wörtern. Dieses Sprichwort ist eher in unserem Kulturkreis beheimatet.

Zitate und Redewendungen genauer betrachtet #10 – Glück im Unglück

Fliegenpilz
Glücksbringer Fliegenpilz

Freitag ist Zitatetag und heute geht es um etwas typisch deutsches, so zumindest meinten es die Franzosen und machten sich über den Gebrauch von „Glück im Unglück“ lustig.

Das beklagte mit Verwunderung Johanna Schopenhauer, die Mutter des berühmten Philosophen Arthur Schopenhauer. In ihrer Autobiographie „Jugendleben“ (1787) berichtet sie über den Spott der Franzosen gegenüber den Deutschen.

Die Franzosen sprachen vom „le bonheur allemand“ (das deutsche Glück). Deutsche würden sich bei jedem Unglück darüber freuen dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Es ist das allseits bekannte Glück im Unglück.

Zitate und Redewendungen genauer betrachtet #9 Etwas im Schilde führen

eigenes Wappen
eigenes Wappen

Diese Redewendung führt uns auf die mittelalterlichen Schlachtfelder. Aus dem Bereich des kriegerischen gibt es eine Menge Redewendungen und Volksweisheiten.

An Kriegsschauplätzen gab es keinen Mangel und infolge dessen auch keinen Mangel in eine Auseinandersetzung verwickelt zu werden.

Wo es um Leben und Tod geht ist der Nährboden für Redewendungen und Merksätze bestens bereitet.

Redewendungen und Zitate näher betrachtet #8 Was Hänschen nicht lernt…

Schiefertafel
Schiefertafel

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Eigentlich ist diese Redewendung selbsterklärend und der Artikel könnte hier enden.

Einiges konnte ich über die Redewendung dann doch noch herausfinden die diese Redewendung spannend machen. Und je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr offenbarte sich.

Obwohl im deutschen Sprachschatz als Redewendung und Volksweisheit verankert, gibt es einen Urheber, zumindest einen der die Redewendung salonfähig gemacht hat – Luther.

Ist das nun eine Zitatewendung, ein Redezitat oder Volkszitat? Nein, es ist weiterhin eine Volksweisheit und Redewendung, wir müssen es uns nicht schwerer als notwendig machen. Zumal Luther etwas anderes sagen wollte.

Redewendungen und Zitate genauer betrachtet #7 – Etwas läuten hören

Glockenstuhl
Im Glockenstuhl vom Kloster Andechs

Ich habe läuten hören dass auf diesem Blog am Freitag Zitatetag ist. Dieses Gerücht ist richtig, heute ist wieder Zitatetag.

Der Werdegang von Ich habe etwas läuten hören ist nahezu beispiellos. Das ist die Geschichte von einem wichtigen Kommunikationsmittel der Stadt- und Landbevölkerung bis hin zu Kommunikationstrategien in den Waschkellern und Treppenhäusern der Ratschweiber.

Lasst uns ein bisschen auf den Spuren der Glocke wandeln die uns vom späten Mittelalter über die französische Revolution bis hin zur Verleumdung führen.