Original, Nachbau oder Refill – Treibstoff für den Drucker

farbiger Rauch

Zu einem Computer gehört in aller Regel ein Drucker. Dabei gibt es verschiedene Techniken für unterschiedliche Einsatzzwecke. Laserdrucker und Tintenstrahldrucker sind die am häufigsten verwendeten Drucker. Als ich mit dem Computer anfing, war es üblich einen Nadeldrucker zu haben, alternativ einen Laserdrucker dessen Technik sich von der bewährten Fotokopiertechnik ableitet. Als Nadeldrucker konnte man zwischen 6 bis 24 Nadeln wählen. Als Luxus konnte man sogar Nadeldrucker kaufen die in bescheidenem Umfang farbig drucken konnten. Neben einem Laserdrucker der einmal Einzug gehalten hatte, verwende ich Tintenstrahldrucker. Dazu kommt ein Faxgerät mit Tintenstrahltechnik. Jeder Drucker, egal welche Technik benötigt Verbrauchsmaterial, entweder Tinte, Toner oder, falls man einen Nadeldrucker hat, ein Farbband (die gute alte Schreibmaschine lässt grüßen). In den Anfangszeiten waren die Preise für Drucker ziemlich hoch, dafür gab es das Verbrauchsmaterial relativ günstig. Da der Verbraucher aber eher auf den Einstiegspreis schaut und nicht die Folgekosten berechnet wurden die Drucker immer billiger. Um den Verlust wieder aufzuholen wurden im Gegenzug die Verbrauchsmaterialien immer teurer. Das geht soweit dass man sich für den Gegenwert eines kompletten Satzes Tintenpatronen eigentlich gleich einen neuen Drucker kaufen kann. Preise zu 1ml für 1€ ist das mindeste was man auf den Ladentisch bei einer Originalpatrone hinlegt. Das entspricht fast dem Preis von Kaviar. Eine durchschnittliche Tintenpatrone beinhaltet ca. 10ml. Das macht 40€ wenn man alle Patronen bei einem Farbtintenstrahldrucker ersetzt. Das geht wesentlich günstiger bei gleicher Qualität.

Refill

Aus dieser Not heraus entstand das Refill. Das heißt Tintenpatronen und Tonertrommeln werden wieder aufbereitet und nachgefüllt. In beschränktem Maße kann man dieses auch zuhause tun. Tontertrommeln oder Casetten lassen sich sogut wie überhaupt nicht zuhause aufbereiten. Bei Tintenpatronen geht dieses schon viel besser, hat aber auch seine Grenzen. Irgendwann verkleben die Düsen Druckerpatronen und es müssen neue gekauft werden. Tintentankstellen reinigen diese Düsen, aber als Privatmann hat man diese Möglichkeiten nur beschränkt. Zudem haben die Hersteller dazu gelernt und das Nachfüllen ziemlich erschwert. Heute muß man genau wissen wo man möglicherweise ein Loch in den Behälter bohrt um dieses im Anschluss wieder zu verschließen. Dem nicht genug, jede Tintenpatrone enthält heute einen Chip. Meldet dieser Chip die Patrone ist leer, so steht der Drucker und druckt nicht mehr. Dieser Chip muß zurück gesetzt werden, bzw. ausgetauscht werden. Refill ist etwas für Tüftler oder für die Tintentankstelle. Refill war lange die günstigste Art und Weise den Drucker mit Tinte oder Toner zu versorgen.

Nachbau

Neben den Refillpatronen gibt es Nachbaupatronen. Dabei wird die Originalpatrone nachgebaut und zu einem wesentlich günstigeren Preis als das Original angeboten. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit den aufgebrachten Chips sind überwunden. Diese Chips die verschiedene Dinge wie Füllstand wieder geben, verrutschten teilweise und verursachten Kurzschlüsse in den Druckern. Diese Chips würde man für einen Druck nicht benötigen, das zeigten die ersten Tintendrucker. Dieser Chip ist eher eine verkaufsfördernde Maßnahme der Druckerhersteller. Nachbaupatronen kosten nur einen Bruchteil der Originalpatrone und sind für fast jeden Drucker zu haben. Allerdings sind Nachbauten erst immer nach einer ganzen Weile nachdem der Drucker auf dem Markt ist zu haben.

Qualität

Die Qualität ist ein Argument das in der ewig anhaltenden Diskussion um Original, Refill oder Nachbau angeführt wird. Diese Glaubensdiskussion nährt sich aus den Anfängen als die Nachfülltinte nicht die Qualität wie eine Originaltinte hatte. Heute ist dieser Makel weitgehend beseitigt. Farbstiche gibt es keine oder kaum erkennbare und verklebte Düsen sind schon lange kein Thema mehr. Ich selbst verwende im Canon MG 5150 seit Jahren nur Nachbaupatronen und hatte noch nie Probleme irgendeiner Art. Man wird schlechte Tinte noch bei dem einen oder anderen Anbieter finden, doch diese wird schnell entlarvt. Wie auf vielen anderen Gebieten empfiehlt sich hier die entsprechende Suche in den Foren oder Testportalen. Bekannte Qualitätslabel wie von Stiftung Warentest sind ebenfalls ein verlässlicher Ratgeber.

Augen auf beim Druckerkauf

Tut es der Drucker nicht mehr und ein Neukauf würde anstehen so lohnt erstmal ein Blick in die Fachforen. Oftmals sind es einfache Tricks um den Drucker wieder zum laufen zu bewegen. Den Zähler eines Druckers zurück zu setzen oder den Tintenauffangbehälter zu reinigen sind die gängigsten Maßnahmen. Will man sich dennoch einen neuen Drucker anschaffen weil er mehr Möglichkeiten bietet oder weil ein Arbeitsplatz neu eingerichtet wird, so lohnt es sich nicht gleich das erste Angebot in den Einkaufswagen zu packen. Bevor man den Drucker kauft sollte man suchen ob es bereits Alternativpatronen, Nachbaupatronen für das Model gibt. Wenn Nachbaupatronen auf dem Markt vorhanden sind, erst dann sollte man den Drucker kaufen, auch wenn neue Modelle noch so toll angeboten werden.

Roland Engert

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