Spammails kosten viel Geld

Dem Versender dieser Mails kostet es fast nichts. In der Wirtschaft und im Unternehmen richten sie aber erheblichen Schaden an. Auch der Privatmann hat seine liebe Not damit und trägt nicht selten einen Schaden davon.

Mit ein paar Euro kann man einige hundert Millionen Spammails versenden. Auch wenn nur ein kleiner Teil ankommt und viele Spammails gar nicht geöffnet werden so scheint sich dieses Geschäftsmodell dennoch zu rechnen. Wenn nur einer ein Angebot dieser Spammails annimmt finanziert das wieder hunderte Millionen an Spam.

Die Masse macht es, nicht die Qualität.

Zahlen um Spammails

Es gibt annähernde Schätzungen und Untersuchungen zu Spammails. Eine regelmäßige und fortschreitende Erfassung von Spammails und den Schaden den sie im Unternehmen verursachen gibt es nicht.

Da die verfügbaren Daten teilweise mehrere Jahre alt sind kann man davon ausgehen dass die Zahlen heute höher ausfallen.

1978: Spam gibt es seit über 40 Jahren. Die ersten Spammails wurden am 1. Mai 1978 von Gary Thuerk versendet.

2008: Spammails verbrauchen 33 Milliarden Kilowattstunden, soviel wie 2,4 Millionen Haushalte. Der CO2-Verbrauch ist so hoch wie von 3,1 Millionen Autos.

80% des Energieverbrauches entstehen beim sichten und aussortieren der Mails. Spam-Filter sparen 135 Mrd. KWh indem diese Filter dafür sorgen dass diese Mails erst gar nicht zum Empfänger gelangen.  Das entspricht einer CO2-Emission von 16 Millionen Autos  (heise Newsticker).

2009: Schaden der Wirtschaft in den USA 22 Mrd Dollar

2010: 107.000.000.000.000 (107 Billionen) Mails, ca. 90% davon Spam (Zahl von pingdom)

Welche Arten von Spammails

Es gibt die „harmlose“ Spammail und die schädliche Spammail.

Die harmlose Spammail bietet lediglich ein Kaufangebot, meist unseröser Art. Sie ist insofern harmlos dass sie keinen Virus mit sich bringt oder ein eingebauter Link nicht zu einer Seite führt die mit Viren verseucht ist. Doch das kann man vor dem Klick nicht wissen.

Solche Mails gibt es auch um die Echtheit des Mailfachs zu verifizieren. Diese Mailadressen lassen sich teurer an Spammer verkaufen. Es gibt auch sogenannte Mailsammler. Man trägt sich für ein Gewinnspiel ein, erhält ein E-Book und dergleichen. Immer ist Vorsicht geboten wenn die Mailadresse verlangt wird.

Die schädlichen Mails bringen Viren mit sich oder installieren im schlimmsten Fall bereits beim öffnen kleine, unerwünschte Programme. Diese Programme können alles mögliche anrichten. Sie lesen jeden Tastenanschlag mit, können den PC ausspionieren und die Computeranlage lahm legen.

Beide Arten, ob die „harmlosen“ Mails oder die Schadmails fügen Schaden zu. Sie nützen keinem, nur dem Absender. Vor allem sind sie unerwünscht.

Der Schaden der angerichtet wird

Hier muss man zwei Seiten betrachten, den Privatanwender und das Unternehmen.

Ein Privatanwender wird im optimalen Fall mit nur einem Teil der Spammails konfrontiert. Der Provider filtert die Spammails evtl. heraus. Wobei es zwischen den Anbietern erhebliche Unterschiede gibt. Dennoch muss der Privatanwender immer noch Zeit aufwenden um die unerwünschten Mails zu löschen und muss aufpassen dass sich kein unerwünschtes Schadprogramm installiert. Zudem kann der Privatanwender leichter die Mailadresse wechseln oder kann sich für die eine oder andere Anmeldung in einem Shop auch eine Wegwerf-Mailadresse besorgen.

Zudem muss ein Privatanwender seine Mail nicht unbedingt öffentlich machen, anders als ein Unternehmen das Impressumspflichtig ist und immer eine Kontaktmöglichkeit anbieten muss. Das Unternehmen muss sich Gedanken über wirkungsvolle Spam-Filter machen.

  • Arbeitszeit und Kosten
  • Gefahren durch Viren
  • unnötiger CO2 Verbrauch in enormen Ausmaß

Spam im Unternehmen

Ein Unternehmen hat stets mindestens eine offizielle Mailadresse, meist deutlich mehr. Diese Mailadressen sind im Umlauf und landen in allen möglichen Datenbanken der Spammer.

Wenn der Spam im Unternehmen landet muss er vom Mitarbeiter aussortiert werden. Das kostet jede Menge Arbeitszeit und birgt auch Gefahren. Wenn eine Viren verseuchte Mail beim Mitarbeiter landet kann er diese unter Umständen nicht gleich als solche identifizieren.

Der Administrator in einem größeren Unternehmen versucht zwar mit einem Spamfilter wichtige Mail von Spam per zu trennen, muss sich aber ständig mit Aktualisierungen herum schlagen. Ein Administrator wird immer der Entwicklung hinter her hinken und Spam landet, wenn auch weniger, immer noch beim Mitarbeiter.

Spammer entwickeln ständig neue Wege um ins Mailfach zu kommen und lassen sich immer neue Strategien einfallen, so Hornetsecurity im Interview mit der Welt.

Es ist notwendig dass beim filtern von Spam die wichtiges Mails nicht verloren gehen. Der Empfänger der Mail, also das Unternehmen, ist unter Umständen für Schäden die dadurch entstehen, haftbar.

Firmen lagen diese Filterung gerne aus. Bei Hornetsecurity werden eingehende Mails zunächst gefiltert. Das Unternehmen ist auf modernsten Stand der Spamerkennung. Verdächtige Mails landen in der Quarantäne, saubere und wichtige Mails werden an die Mitarbeiter weiter geleitet.

Der Administrator oder ein Beauftragter aus dem Unternehmen schaut sich noch einmal die Quarantäne an und entscheidet dann ob die eine oder andere Mail doch einem Mitarbeiter zugestellt werden soll.

So werden die Mitarbeiter entlastet, viel Arbeitszeit eingespart und Gefahren abgewendet. 

Fazit

Der Spam im Mailverkehr schädigt die Unternehmen und die Wirtschaft in einem erheblichen Maße.

Spam und das öffnen der Spammails verursacht in etwa so viel CO2 wie der gesamte Flugverkehr. Spamschutz ist also auch aktiver Umweltschutz.

Weiterhin werden Milliarden über Milliarden Mails versendet werden, die Masse macht es. Die Aufgabe ist es, ob als Privatmann oder als Unternehmen, diese wirkungsvoll zu filtern.

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