Krähenpost No. 11

Krähenpost - heute gratis
Krähenpost – heute gratis

Heute ist Silvester, Baller- und Böllerabend, die Nacht der kurzatmigen Vorsätze und der Schnieferei. Es ist der Auftakt in die närrische Zeit, schon seit 11ten November scharren die Frohnaturen mit den Hufen.

Gehörst du auch der Fraktion an die an so etwas wie Abschied denken wenn der 31. Dezember in den letzen Minuten liegt? Ein Abschied von einem Jahr dem es völlig egal ist ob es jetzt endet oder im Frühjahr wie bei den Chinesen. Einem Jahr dem es egal ist ob es 2014 heißt oder 8765. So gesehen müsste man auch bei jedem x-beliebigen Tag ein Gefühl von Wehmut haben, denn dieser Tag kommt nie wieder so wie auch jeder andere Tag nie wieder kommt.

Dennoch ist ein Jahreswechsel etwas besonderes, mehr Aufwand als bei einem Monats- oder Tageswechsel. Es treten mehr Gesetze in Kraft, die Kalender müssen ausgetauscht werden und man muss sich erst einmal an die neue Jahreszahl gewöhnen.

Anfänglich ist man noch gelassen, das ganze Jahr mit seinem Zyklus Frühling, Sommer, Herbst und Winter liegt ja noch vor einem. Doch schneller als man denkt ist auch ein Sommer vorbei, vielleicht 20 – 30 x Rasen mähen. Und schon geht der Jahresendstress wieder von vorne los.

Tradition: Dinner for one

Dinner for one ist ein Dauerrenner an Silvester. Ganz verstehe ich das nicht und ich sehe es mir auch nur äußerst selten an. Aber ab und an gibt es besondere Interpretationen dieses Stückes in dem eine 90-jährige Dame namens Sophie ihrem Geburtstag mit ihren Freunden feiert. Freunde die schon längst tot sind und vom Diener dargestellt werden.

Eine besondere Interpretation gibt es von Bernd das Brot. Ihr wisst schon, das sprechende Kastenweißbrot das auch Nachts den Kinderkanal unsicher macht.

Tradition: Speckendicken und Neujahrsröllchen

Man mag es glauben oder nicht, Ostfriesland kennt mehr als Korn zum Jahreswechsel.

Eines davon ist Speckendicken, ein leckeres pfannkuchenartiges Gebäck das man getrost als die Superkalorie bezeichnen kann. Manche Mühlen bieten an Silvester das Speckendickenessen an.

Neujahrsröllchen (siehe auch Titelfoto Deichjournal) oder auch Rollekes gehören in die süße Ecke. Der dünne Waffelteig wird gebacken und zu Hörnchen gedreht. Zum Verzehr füllt man diese klassischer Weise mit Sahne. Man kann aber auch zum Beispiel eine Kugel Eis mit Sahne oder Fruchtsoße einfüllen.

Ich hoffe damit hört es dann auf mit der Futterei. Ich weiß hiermit auch schon meinen Vorsatz für 2015 – ABNEHMEN.

Tradition: Orakeln

Orakeln um einen Blick in die Zukunft zu erhaschen ist eines der beliebtesten Beschäftigungen an Silvester. Ob Tarot legen oder Blei gießen, an diesem Tag hat orakeln Hochkonjunktur.

Ich selbst kaufe mir immer ein Ü-Ei und versuche zu interpretieren was mir die Figur sagen will.

Tradition: Ungeduld

Ungeduld hat Tradition, auch an diesem Tag. Kinder wollen unbedingt das Silvester erleben und der Abend wird sehr lange. Erwachsene vertreiben sich die Zeit mit Spielen oder Fernsehen um dann anzustoßen. Manche bleiben nur deshalb auf um die Haustiere zu beruhigen und sind froh wenn es endlich 1 Uhr Nachts ist und die letzten ihren Chinaböller gezündet haben.

Die Maus hat immer ein paar nette Spiele parat die zu spielen Spaß macht. Ausmalbilder sind für Kinder auch immer eine gute Beschäftigung. Das kann man ja mit einem Wettbewerb oder mit Belohnung verknüpfen. Für Erwachsene und Kinder gibt es ein Spielwiki mit beliebten Spielen. Vielleicht wird man ja dort fündig.

Tradition: Kater

Für manche gehört der Kater zur Neujahrstradition. Es gibt unzählige Rezepte um den Kater zu bändigen. Am besten ist es gar keinen zu bekommen oder bereits im Vorfeld etwas zu unternehmen.

Kater geht meist einher mit zuviel Alkoholgenuss. Der Alkohol entzieht dem Körper zuviel Wasser und somit wichtige Salze. Daher auch der Tipp mit dem Hering der viel Salz hat. Wesentlich besser wäre ein Glas mit Magnesium oder auch, wie kürzlich beschrieben ein Durchfallmittel. Diese sind genau darauf abgestimmt um den Salzverlust im Körper auszugleichen. Den Kater kann man abmildern wenn man zum Beispiel auch ein Glas Magnesium vor dem Abend trinkt.

Tradition: Rumböllern

Hier, zur niederländischen Grenze, kann man sich in den Verkaufsstellen kaum bewegen. Die Niederländer kaufen hier wie die Verrückten. Das liegt daran dass das Silvesterzeug hier deutlich günstiger ist. Betrachtet man die Summen die verpulvert werden, betrachtet man die Personen- und Sachschäden so wundert man sich dass das noch nicht verboten wurde. Ich persönlich mag gutes Feuerwerk, das aber bekommt man privat nicht hin. Daher lasse ich es gleich ganz sein.

Richtig gutes Feuerwerk haben die Japaner. Die Tradition für hochwertige Feuerwerkskörper hat dort eine lange Tradition. Es sind auch keine Raketen, das sind Kugeln die in Handarbeit hergestellt werden und bis zu 8000€ per Stück kosten.

So wurde auch von den Japanern der größte Feuerwerkskörper gezündet. Er ist 530m in die Höhe geflogen, explodierte mit einem Durchmesser von 750 Meter und war 460kg schwer. In Japan nennt man das Hanabi – Feuerblume.

Hier eine gelungene Koreografie an Feuerwerk.

Das derzeit lauteste Feuerwerk das erhältlich ist.

Tradition: gute Wünsche

Es ist Tradition sich für das neue Jahr die besten Wünsche zukommen zu lassen. Das wünsche ich natürlich auch meinen Lesern.

Ich wünsche euch ein gesundes, erfolgreiches und erfülltes neues Jahr. 

Das war es für das Jahr 2014. Meist hat es mir viel Spaß gemacht 🙂

Roland Engert

Danke fürs lesen. ||
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In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

6 thoughts to “Krähenpost No. 11”

  1. Ach ihr seid die zweiten Leser die in der Statistik auftauchen. Nun kenne ich sie alle beim Namen *gg*
    Schön zu wissen dass es interessierte Leser gibt. Da schreibt man die Texte nämlich anders, ist viel besser motiviert interessantes dar zu bieten. 🙂

  2. Oh – der eine Kommentar – das kann ja nur die Nachbarschaft sein? Huhuuu, winke, winke…
    Roland, bester großer Bruder *grins*, vielen Dank für die Krähenpost, für all die Mühen.
    Fürs neue Jahr, ganz supertolle, viele Einfälle und Ideen. Und die nötige Zeit zu schreiben
    So und jetzt sabbernden und zitternden Hund umarmen und abwarten bis die Knallerei dann irgendwann vorbei ist.
    Lieben Gruß aus dem tiefverschneiten Bayern

  3. huchu, es war die nachbarschaft. dein bester beitrag war , alles scheiße mit der scheiße hier, und die hunde. dass rudel. krass. wir haben schon zu tun mit einem.
    volksaufstand zetteln wir keinen an, und die nsa kann auch einem nackten nicht in die taschen fassen. also, das große wort vom götz, leßt ruhig mit
    gruß aus drachlbichl in den hohen norden

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