Konfuzius mitten in Deutschland

Konfuzius
Konfuzius

Nichts ist so wie es scheint – vorne ist hinten und unten ist oben.
Das versucht zumindest Zen-Meister Gabriel von Sekte peinlicher Denker unter das Volk zu bringen.

Da erreicht eine Partei den niedrigsten Stand seit ewigen Seiten und erklärt, es wäre ein großer Sieg. „Das haben wir unserer Arbeit der letzten Jahre zu verdanken, dass wir gewonnen haben“
Ich mußte da nochmal hinhören: Es verliert jemand, steht so schlecht da wie selten und schiebt diesen Erfolg auf die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre. Diese verwirrenden Texte kenne ich normalerweise nur von fernöstlichen Philosophen oder von Leuten, die derartig unter Demenz leiden, dass sie den Satzanfang vergessen haben, bevor sie hinten ankommen.

Politische Inhalte sind in diesem Blog tabu, denn ich will diese Seite sauber halten, doch für dieses mal halte ich es mit Großmeister Gabriel und erkläre, das geschriebenes ungeschrieben ist. Somit ist nichts geschehen und doch wieder, oder so.

Zum Abschluß habe ich noch 2 echte Konfuzius:
“Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.”
“Diskutiere nicht die Angelegenheiten eines Amtes, das nicht dein eigenes ist.”

Muttertagsgeschenke

Nun steht er vor der Türe, der Tag der Mütter. Die meisten werden an diesem Tag sagen, dass sie die Mutter aller Mütter haben (wie Mütter auch sagen, nur ihr Kind wäre das süßeste und intelligenteste).
Manche wiederum kaufen sich an diesem Tag frei und schicken lediglich einen Strauß Blumen ins Pflegeheim, denn dort war man ja bereits zu Weihnachten und hat sich über die Stimmung gewundert und über die Bitten, doch öfter vorbei zu kommen. Geht halt dieses Jahr nicht, aber Weihnachten sind wir bestimmt wieder da. Mancher hat keine Mutter mehr und da werden selbst Atheisten auf einmal weich und halten Zwiesprache. Aber auch diejenigen gibt es, die Ihre Mutter nicht kennen und diejenigen, die ihre Mutter aus dem Leben verbannt haben, da sie besser nicht wäre. All das und mehr beinhaltet auch Muttertag.

Und was ist die wichtigste Frage an diesem Tag? Wieviel Umsatz macht der Einzelhandel. In Medien werden an den Folgetagen meist die Zahlen verkündet, die der Muttertag brachte. Wieviel Prozent mehr oder weniger Umsatz ist zu verzeichnen? Hat sich der verkaufsoffene Sonntag renitert? Hat sich das Geschäft mit der Mutter ausgezahlt?

Die Geschäftemacherei mit der Mutter ist auch der Hauptkritikpunkt um diesem Tag. „Verbringt mehr Zeit mit der Mutter“ heißt es aus den Kritikerreihen. Aber will das die Mutter? Will sie vielleicht nicht mal einen freien Tag ohne Familie? Ohne all diesen Kult, der nur Arbeit beschert? An diesem Tag, an dem man zu jedem Mist der auf dem Tisch landet aus Höflichkeit „Danke“ sagen muß.

Grillspieß
Grilspieß

Was bleibt? Was soll man tun? Und so sucht man seit 1914 nach einer Antwort, nachdem der amerikanische Kongress diesen 2ten Sonntag im Mail zum offiziellen Feiertag erklärt hat. Jeden Tag ein bischen Muttertag, ist eine der Antworten. Die Mütter wissen es, stehen seufzend und emanzipiert am Grill und braten sich ihre Traumwurst mit dem neuen Muttertagsgeschenk.

Der demografische Wandel und seine Auswirkungen

Die kräftigsten Burschen eines Dorfes stellen einen Maibaum auf, die wachsamsten bewachen diesen dass er nicht geklaut wird und die Schnellsten klauen den Maibaum um ein kostenfreies Saufgelage zu ergattern.

Mit dem demografischen Wandel, ändert sich auch hier einiges. Die mit den besten Rollstuhlbatterien sind die Maibaumdiebe und die wachsamsten sind die, die es geschickt verstehen, die verordnete Schlaftablette unbemerkt verschwinden zu lassen. Ausgelöst wird dieser Maibaum mit Kaffee und Kuchen, in diesem Fall verlegt auf einen schönen Sommernachmittag (das nenne ich geschickte Verhandlung, denn wer weiß schon, wer noch im Sommer dabei ist).

Das ganze ist kein Hirngespinst angesichts zuviel Maibowle, dieser Maibaumklau von Rentnern in Rollstühlen und Rollatoren ist tatsächlich geschehen, im tiefsten Bayern in Deggendorf. Zum nachlesen

Der Windbeutel in Gold

goldener Windbeutel
Quelle: foodwatch.de

Ich bin ein bekennender Kuchenfan. Ein Stück Kuchen und ein Kaffee und die Welt ist für einen Augenblick in Ordnung. Auch Windbeutel zählen zur den Objekten der Begier. Ein goldener Windbeutel das wäre allerdings etwas, das meine Idylle durcheinander bringen würde.

Eben dieser goldene Windbeutel hat auch die Idylle der Lügenabteilung (neudeutsch: Marketing) der Molkerei Zott durcheinander gewirbelt.

Der goldene Windbeutel ist kein flippiges Neureichenfood, er ist eine Auszeichnung und nicht besonders begehrt. Er wird für die dreisteste Werbelüge vergeben.

Der Gewinner dieses Jahr ist die Molkerei Zott mit ihrem Montedrink.
Zott suggeriert, „Monte Drink“ sei gesund, mit „wertvollem Traubenzucker“, ein „idealer Begleiter für Schule und Freizeit“ und geeignet als „Zwischenmahlzeit“. Das so nebenbei die Kinder bei dieser Zwischenmahlzeit mehr Zucker zu sich führen als mit der selben Menge Cola wird verschwiegen. Es geht garnicht darum, wieviel Zucker drin ist. Wenn jemand Zucker pur essen will, so soll er das, doch er sollte darüber informiert werden und nicht desinformiert werden durch absichtliches suggerieren einer gesunden Zwischenmahlzeit.

Kein hüben ohne drüben

Obwohl jedem irgendwie geläufig, so gibt es laut Duden ein hüben ohne drüben nicht. Drüben alleine ist sehr wohl bekannt. Ist das Drüben begehrenswerter als hüben?

Für die Kröten ist es das sehr wohl. Doch trennt eine Mauer aus Plastik dieses hüben von dem drüben. Aber wie überall in dieser Welt gibt es eine Möglichkeit um auf die andere Seite zu kommen. In diesem Fall fungiert der Mensch als Schleuser und das Transportmittel ist ein Eimer. So werden aus Boatpeople flugs Eimerkröten auf dem Weg ins Sexparadies.

Nicht überall gibt es diesen Schutzwall für kontrollierte Einwanderung, mancherorts weist lediglich ein Schild mit Fröschen und ein paar Herzchen darauf hin, dass da etwas im Gange ist. Und wenn es dann knackt unter dem Autoreifen, dann wird einem klar, dass das Laubblatt im Scheinwerferlicht doch ein Frosch war, dessen Liebesbeziehung just in diesem Moment ein jähes Ende fand.

Selbst wenn man diesen Todesstreifen brav mit 50 oder 60km/h ohne knacken hinter sich gebracht hat, so ist es wahrscheinlich der einen oder anderen liebestollen Kröte den Weg ins Jenseits  gewiesen zu haben. Geschwindigkeiten über 30km/h erzeugen einen Unterdruck, der tödlich für die Kröte ist.
Nun hängt das weitere Glück der Kröte davon ab, welchen Glauben diese praktiziert. Unter Umständen warten bis zu 99 jungfräuliche Kröten im Jenseits. Ist das so, dann müßte das Universum voll sein mit Krötenlaich.
Lasset uns beten, dass dieser sich nicht auf einen Schlag manifestiert und auf die Erde niederprasselt, denn dann hilft selbst kein Eimer mehr den man sich über den Kopf stülpt. Also passt lieber ein bischen auf und nehmt für einen Augenblick den Fuß vom Gaspedal. So schlimm ist dieser Zeitverlust sicherlich nicht.