Weiterhin bei Aral tanken oder nicht?

BP läßt es sprudeln, direkt in den Golf von Mexico, und das seit Wochen.

Notfallpläne für einen derartigen Zwischenfall scheint es nicht gegeben zu haben. Wessen Schuld ist das? Das der Aufsichtsbehörde oder des Konzerns? Und das sind nicht die einzigen Fragen. Wo bleibt der Protest, der Aufschrei der Naturschutzorganisationen wie Greenpeace?

Der Aufschrei wäre nicht zu überhören wenn es hierzulande geschehen wäre. Längst würden sich viele von BP und der dazugehörigen Tankstellenkette ARAL abwenden.

Aber es ist nun mal Amerika. Dort sind Naturaktivisten immer noch Vaterlandsverräter und Hippies. Ausserdem fehlen puplikumswirksame Bilder. Der Kormoran liegt nicht massenhaft ölverschmiert am Strand und die Otter sind diesmal auch irgendwie störrisch. Es fehlt die leidende Kreatur um Stimmung zu machen. Das Problem ist dank Chemie weitgehend unter Wasser und somit aus dem sichtbaren Bereich verlagert. Dort richtet der Chemikalienmix erheblichste und noch unabsehbare Schäden auf Jahrzehnte an. Lediglich die Fischer, die auf die Vermarktung der Meereslebewesen angewiesen sind, protestieren laut.

Und was mache ich? Ich glaube, ich unterstütze die Hippies und werde Vaterlandsverräter nach amerikanischen Maßstäben.

a bayrischer Cowboy

a bayrischer Cowboy
a bayrischer Cowboy

A bayrischer Cowboy in Ostfriesland, das mag eine nette Randnotiz in einer Zeitung sein, solange man nicht selbst dieser Cowboy ist. Dem ist aber nicht so.

Dem Nachbar ist ein übermütiges Jungrind mit ausgeprägtem Bewegungsdrang abhanden gekommen. Da dieser Nachbar Probleme mit dem Knie hat und das Rind durchaus bereit war, Wege einzuschlagen, die nicht für einen Traktor geeignet sind, sattelte ich mein Drahtpferd, verzichtete aufgrund der gebotenen Eile auf Cowboystiefel und Hut und jagte querfeldein, immer bestrebt, Fluchtwege abzuschneiden. Doch wer die ostfriesische Ecke kennt, in der ich lebe, der weiß um die vielen Wassergräben. Es ist keine Idealkombination, kniehohes Gras, Nieselregen, Dämmerung und Ortsunkenntnis. Das hat wohl auch das Rind bemerkt und fand immer wieder Auswege.

Nachdem das über beide Ohren grinsende Jungtier vor dem Gatter stand, brachte es der Bauer nicht rechtzeitig auf und das Rind machte sich wieder auf den Weg ins Hinterland. Nach einer weiteren halben Stunde und völlig außer Atem mußten wir einsehen, dass das nichts mehr wird. Es gesellte sich zu einer anderen Herde und wird dann wohl morgen früh eingefangen.

Neben dem bayrischen Cowboy hatte ich auch den Song:
komm hol das lasso raus
wir spielen cowboy und indianer
wir reiten um die wette ohne rast und ohne ziel
hast du mich umzingelst
werde ich mich ergeben
stell mich an den Marterpfahl
komm hol das lasso raus
so wie beim ersten mal

– im Ohr.
Was bei Frauen wunderbar funktioniert, wurde hier kurzerhand über den Haufen geworfen, mangels Marterpfahl, Lasso und der Sache mit der Umzingelei.

Nosalata

Nosalata
Kein Salat in der Jungesellenwoche

Was ist das schöne am Junggesellenfood? Es ist gradlinig, konsequent und eindeutig, es ist Männeressen. Da hat ein Salat keinen Platz, er würde zerrieben im Getriebe aus Cholesterin und Testosteron.

Ein großes Schild prangt an der Kühlschranktür: „Wir müssen draussen bleiben“, darunter ein Salatkopf. Nicht für immer, aber für ein paar Jungesellentage. Während die  Freundin in New Orleans weilt sehe ich täglich zu, wie die Schnecken sich über den Salat hermachen. Sollen sie nur, ich bin ja tierlieb, für eine Woche.

Nix…

… die schlimmste Horrorantwort, die ich als Kind von Vater oder Mutter auf die Frage „Was wünscht du dir zum Muttertag, Vatertag, Geburtstag, Weihnachten, etc.“ bekommen konnte.

Eine noch schlimmere Antwort war: „Ich hab soviel gesagt während der letzten Zeit“. Panik! Das Hirn fing an zu rattern. Was hat wer und wann gesagt? Was passt in das Raster des Taschengeldes? Regelmäßig fiel es mir nicht mehr ein, wer wann was gesagt hat. Möglicherweise war das auch nur ausgeklügelte Beschäftigungstherapie. Ich würde es jedenfalls so machen, wenn ich ein Kind zum nachdenken bewegen will und ich meine Ruhe haben will.

Und was gebe ich heute für Antworten, wenn mich meine Tochter fragt? Ich sage mit aller Regelmäßigkeit, sie solle sich das Geld sparen oder dafür ins Kino gehen. Doch diese Antwort wird nicht akzeptiert, in schöner Regelmäßigkeit bekomme ich immer eine echte Überraschung. So auch wieder zum morgigen Vatertag. Auf dieses Päckchen freue ich mich und es wird mir schöne Momente bescheren, in denen ich mich über mein Kind freue und stolz bin.

Konfuzius mitten in Deutschland

Konfuzius
Konfuzius

Nichts ist so wie es scheint – vorne ist hinten und unten ist oben.
Das versucht zumindest Zen-Meister Gabriel von Sekte peinlicher Denker unter das Volk zu bringen.

Da erreicht eine Partei den niedrigsten Stand seit ewigen Seiten und erklärt, es wäre ein großer Sieg. „Das haben wir unserer Arbeit der letzten Jahre zu verdanken, dass wir gewonnen haben“
Ich mußte da nochmal hinhören: Es verliert jemand, steht so schlecht da wie selten und schiebt diesen Erfolg auf die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre. Diese verwirrenden Texte kenne ich normalerweise nur von fernöstlichen Philosophen oder von Leuten, die derartig unter Demenz leiden, dass sie den Satzanfang vergessen haben, bevor sie hinten ankommen.

Politische Inhalte sind in diesem Blog tabu, denn ich will diese Seite sauber halten, doch für dieses mal halte ich es mit Großmeister Gabriel und erkläre, das geschriebenes ungeschrieben ist. Somit ist nichts geschehen und doch wieder, oder so.

Zum Abschluß habe ich noch 2 echte Konfuzius:
“Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.”
“Diskutiere nicht die Angelegenheiten eines Amtes, das nicht dein eigenes ist.”