Ahhh – Ohhh – Mhhh

Millionen von Zuschauern kennen diese Ausrufe wenn ein Gericht bei den Kochshows Lafer, Licher, Mälzer und Kollegen serviert wird. Während ich meine angebratenen Nudeln mit Ketchup genieße, verkostet ein Starkoch Kalbsmedallions auf einem Bett aus Irgendwas mit Spargel zu Locken gedreht. Dazu ein fritiertes Ei mit umgestülpter Schale auf Eis mit Früchten, die keiner kennt. Noch 3 dieser Gerichte stehen an, Gewinner wird der werden, der die Kartoffel auf den Punkt angebraten hat. Meine Nudeln sind auf den Punkt gekocht, punktgenau 3 Minuten länger als angegeben, mache ich immer so. Zu gerne würde ich den Köchen mal mein Essen zum kosten geben.

Ganz neidlos – das sind schon leckere Sachen, die Lafer und Licher unter ihrer Aufsicht kochen lassen. Doch mal ganz ehrlich: Wer möchte schon so kochen und wer kann sich das leisten, so zu kochen. Viele der Zuschauer dürften Zutaten wie frischer Lachs, filetierte Orangen, Kalbsrücken oder exotische Früchte nicht zu Hause haben und werden sich diese auch nie kaufen oder kaufen können. Und wenn es nicht das Geld ist, dann ist es die Zeit, die hinter so einem Essen samt Einkauf steht.

Energieverschwendung hält mich davon ab, so umfangreich zu kochen. Mit langjähriger Junggesellenerfahrung versuchte ich so wenig Aufwand wie möglich ins Kochen zu stecken, ob Zeit oder Energie. Nie kam es in Frage, 2 oder 3 Herdplatten, 1 Backrohr und eine Eismaschine zu betreiben um ein Essen auf den Tisch zu stellen. Alleine mit dem Geld was es an Energie kostet, kann man Essen gehen. So versuchte ich immer mit einer Herdplatte auszukommen und Restwärme geschickt zu nutzen. Eine 100Watt Glühbirne kann man inzwischen nicht mehr kaufen wegen der Ökobilanz, aber wie man mit sparsamer Beleuchtung auskommt, wie man sparsam kocht, wird in den Millionenshows nicht gezeigt.

Angefangen hat alles 1953 mit Wilmenrod. dem Erfinder des Toast Hawaii. Und das lässt sich heute in Minuten in der Microwelle zubereiten. Ein zeitloses Gericht, das sicher noch ganze Heerscharen von Köchen überleben wird. Sicherlich ist es kein Highlight der feinen Küche, aber es ist ein Essen, das zu vernünftigen Preisen in vernünftiger Zeit hergestellt werden kann, und dazu noch von der Energiebilanz her günstig. Dafür gibts den blauen Engel (ach nee, den gibts ja nur, wenn man zunächst ein schlechtes Produkt herstellt und es verbessert), dann eben ein Öko-Siegel (räusper, auch das nicht, denn meist sind das Lobbygesteuerte Signets). Dann bleibt noch ein Ahhh-Ohhh-Mhhh-Siegel.

Hurra!

Es ist fast wie Vater werden, diese Seite hat Pagerank 1 erreicht.

Zwar spielt der Pagerank bei Google heute nicht mehr die Rolle, die es schon mal gespielt hat, aber es ist trotzdem noch ein Aushängeschild.
Für diejenigen, die jetzt sich am Kopf kratzen und fragen, was ist das „pagerank“, dem sei gleich noch ein SEO hinterher geworfen.

SEO ist die Königsdisziplin, in der sich fast alle Seitenbetreiber versuchen. SEO ist eine eigene Wissenschaft für sich und heißt „Search Engine Optimization“. Nächte schlägt man sich um die Ohren, unzählige Artikel liest man, Geheimtipp reiht sich an Geheimtipp. Das Internet ist voller Foren und Blogs, die sich um SEO kümmern und entnervte SEOisten auffängt, tröstet und versucht zu therapieren.

Die Optimierung der Seite für die Suchmaschinen ist tatsächlich ein großes Stück Arbeit. Diese Optimierung nimmt man vor, um bei den Suchmaschinen eine gute Platzierung zu erhalten. Diese ist dann von besonderer Bedeutung, wenn man Werbung anbieten möchte. Aber nicht nur dann, es ist der Stolz eines Webseitenbetreibers, seine Seite weit vorne zu sehen.

Mit Pagerank 1 ist man noch nicht weit vorne, da geht noch ein ganzes Stück.
Doch man muß auch Realist bleiben. Mit diesem Blog, der kein spezielles Thema hat und z.B. auch keine wöchentliche Kolumne (noch nicht), wird man nicht ganz oben mitspielen. Ganz oben heißt Pagerank 9 von 10. Pagerank 10 hat nur eine Seite, und das ist Google selbst.

Aber ich weiß, dass sich mancher Leser amüsiert, wenn er auf die Seite gelangt. Damit freue ich mich und überlege weiter, wie man noch ein Lächeln in ein Gesicht zaubern kann.

Ab 1.April – Schufa muß kostenfrei Auskunft erteilen

Kein Aprilscherz, ab 1.April muss die Schufa einmal im Jahr kostenfrei Auskunft über die gespeicherten Daten geben.

Ein Blick in die Daten ist ratsam, denn oft befinden sich dort Dinge, die nicht mehr aktuell sind aber sich zum Nachteil auswirken können.
Da ist auf einmal nur noch eine Lieferung per Rechnung möglich, ein Handyvertrag oder eine Versicherung wird abgelehnt. Das alles können Folgen der Schufaeinträge sein, auch der Daten, die nicht stimmen.

Die Seite der Schufa war zum Zeitpunkt der Erstellung diese Artikels nicht erreichbar, vermutlich überlastet. Dort soll es entsprechende Formulare geben. Zur Schufaseite

Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema:
Neue Regelung: Schufa muss jetzt kostenlos Auskunft geben (RP ONLINE, 01.04.2010)

Schamhaarorakel

Locke für Locke legte sich ins Waschbecken und bildete ein Muster. Heute war Radikalschnitt der Schamhaare angesagt. Nicht dass ich diese ins unendliche wuchern lasse, aber nach einer bestimmten Zeit ist es halt fällig. Hoppla dachte ich, ein Zeichen.

Ich flitzte, wie ich war, über den Flur, vorbei an großen Katzenaugen zum Bücherregal, in dem Wissen und Unwissen versammelt ist. „Symbole, Symbole, Symbole“ sprach ich vor mich hin, während der Zeigefinger mithalf die Buchrücken abzusuchen. In der Ecke mit den Büchern, die man eher versteckt hält, wenn man nicht direkt eingeliefert werden will, fand ich neben Titeln wie „Nie mehr essen kaufen, satt werden mit Licht“ und „Der Weg zum Großmeister“ das große Buch der magischen Symbole.

Es gibt immer wieder Phasen in denen mich bestimmte Themen in Beschlag nehmen, Themen wie Wiedergeburt, Karma, universelle Gesetze, Ober- und Unterbewusstsein und Vielerlei aus diesem Bereich.

Da ist es, das Symbol das meine Schamhaare so locker ins Becken geworfen haben. Den Kaffeesatz von gestern habe ich mir auch aufgehoben, wollte ihn heute lesen. Schnell das Buch geschnappt und zurück ins Bad. Alles hätte auch gut gehen können, tat es aber nicht. Heute kam die Putzfrau, hatte ich vergessen. Die Türe ging auf und ein kalter Windzug, der mich daran erinnerte, dass ich im Adamskostüm unterwegs war, ging durchs Haus. Zu spät kam ich ans Waschbecken, der Windhauch war schneller. War das vorher nicht anders? Ich war mir sicher, dass es ein indisches Symbol für erfüllte Erotik war, oder zumindest das Zeichen der Venus. Jetzt sah es aus wie Unglück, Pech in der Liebe oder Gerede in der Nachbarschaft. Ich beschloß, dass es aussah wie bedeutungslose Striche auf weißem Untergrund. Immerhin hatte ich ja noch mein Kaffeesatzorakel… wäre da nicht die Putzfrau gewesen.