Meine drei Tools um produktiv zu arbeiten

zwei Bildschirme
Screenshot meiner zwei Bildschirme

Ich habe euch in der Überschrift angeschummelt, es gibt eine Reihe mehr an Tools die ich für mich als unverzichtbar halte. Doch die Blogparade (was ist eine Blogparade?), zu dem dieser Artikel entstanden ist, lautet: „Was sind deine drei Tools um produktiver zu sein?

Also beschränke ich mich auf die Arbeit am Computer und sehe mich nach den drei Dingen um. Das erinnert mich an eine Werbung zu Zeiten als noch Tabakwerbung im Fernsehen lief. Dort hieß es: „Drei Dinge braucht der Mann. Feuer, Pfeife, Stanwell.“ Damit könnte ich es belassen bis auf den Schönheitsfehler dass ich keine Pfeife rauche.

Also was brauche ich wenn ich den Computer am morgen anmache? Strom, Kaffee, Zigaretten und Geduld. Meiner Meinung nach zuviel Geduld. Und im übrigen wären das vier Dinge. Daher nochmal ein Anlauf. Auf was möchte ich bei meiner täglichen Arbeit nicht verzichten? Was gibt mir den Mehrwert um produktiv zu arbeiten?

Zimmer aufräumen

Ordnung halten

„Bevor du rausgehst zum spielen wird erst das Zimmer aufgeräumt“, das ist ein Satz der noch Jahrzehnte später in den Ohren klingelt.

Eltern, speziell der mütterliche Teil konnte mit diesem Satz das Treffen mit Freunden auf dem Spielplatz gefährden. Fragte man einen Freund warum er denn später kommt, so war die Antwort in mindestens der Hälfte der Fälle: „Ich mußte erst noch mein Zimmer aufräumen„.

Ganze Generationen verfolgt dieser Satz. Nicht rausdürfen zum spielen ist für manche heute eher eine Belohnung. Für was hat man Computer, Facebook und eine Spielekonsole auf dem Zimmer.

Eigene Wohnung

Herbeigesehnt wurde der Tag als man seine erste eigene Bude beziehen konnte. Niemand der etwas sagen könnte wegen eines nicht aufgeräumten Zimmers. Man konnte selbst entscheiden wann man aufräumt und wann man fort geht. Spätestens am dritten Tag, wenn man über die eigenen Hosen stolpert die vor dem Bett rumliegen, sich die Augen von der viel zu kurzen Nacht reibt und sich umsieht murmelt man was von aufräumen. Da ist sie wieder die Stimme die einen anhält Ordnung zu halten.

Wissenschaft

Fragt man einen Astronomen zum Thema Ordnung, so wird er einem sagen, dass mit fortschreitender Zeit immer mehr Unordnung in das Universum kommt. Der Zustand höchster Ordnung ist beim Urknall zu suchen. Keine Zeit, keine Galaxien die durch luftleeren raum fliegen und auch keine Stimme.

Vor 2 Millionen Jahren, als der Mensch dem Schimpansen auf Wiedersehen sagte war aufräumen noch kein Thema, wer sollte schon zu Besuch kommen. Auch als der Affennachfolger vor ca. 1 Millionen Jahre Europa besiedelte, bzw. was von Europa schon da war, gab es noch keinen Grund eine Höhle aufzuräumen.  Doch spätestens vor 50000 tausend Jahren änderte sich das. Höhlenbewohner fingen an ihr Zimmer mit Malereien auszuschmücken. Ab da dürfte es wohl vorbei gewesen sein mit unordentlich herumfliegenden Fellen und Speeren. Es dauerte zwar noch ein paar tausend Jahre bis Mütter perfekt „räum dein Zimmer auf“ sprechen konnten, aber der Samen war gelegt.

Was ist Ordnung?

Ordnung ist die Abwesenheit von Unordnung. Unordnung scheint ein natürlicher Zustand zu sein, sonst würden wir uns nicht immer mit Ordnung beschäftigen und beschäftigen müssen.

Ordnung ist ein Zustand der einer bestimmten Vorstellung in uns entspricht oder uns von außen per Regel und Gesetz vorgeschrieben wird. Das beste Beispiel für so eine Ordnungsregel ist die Straßenverkehrsordnung oder die Hausordnung. Darin wird festgelegt wie etwas zu sein hat. Diese Ordnungsregeln sorgen zum Beispiel dafür dass sich jeder darauf verlassen kann, dass ein Autofahrer die richtige Straßenseite benutzt.

In diesen Fällen wird ein gesellschaftliches Zusammenleben geregelt und sorgt für gleiche Verhältnisse für alle. Durch Ordnung wird Chaos vermieden und Verlässlichkeit hergestellt.

Ordnung im Alltag

Dass sich die Zahnbürste im Badezimmer wieder findet und nicht im Schuhschrank ist noch lange keine Ordnung. Ordnung ist viel komplexer und ergreift alle unsere Lebensbereiche. So sind wir ständig mit Ordnung beschäftigt und ständig erfinden wir neue Ordnungshilfen. Diese Hilfen sind aber nur Hilfen, denn Ordnung fängt viel früher an, im Kopf. Ordnung schaffen erfordert ein gewisses Maß an Motivation und Planung. Das sind die größten Hürden um Ordnung zu schaffen.

Wer versteht sich zu motivieren hat schon fast die Unordnung besiegt. Eine Motivationsstrategie die man fast überall anwenden kann ist das angehen des kleinsten Problems, dann ist die nächste Hürde schon gar nicht mehr so schwer.

Da sind wir wieder am Anfang – früher wurden wir motiviert, wenn auch mit fragwürdigen Methoden. Heute müssen wir unsere Kinder motivieren, wenn auch mit fragwürdigen Methoden und vor allem müssen wir uns selbst überlisten. Oder wie sagte meine Oma und mein Opa immer?: Ordnung ist das halbe Leben.

Unordnung ist ein natürlicher Zustand dem wir uns mit Ordnung entgegenstellen.