Der Goldhase im Kreuzverhör

Schokolade

Es ist Ostern, ein Friedens- und Freudenfest. Zumindest solange es nicht um Schokoladenosterhasen in Goldpapier geht.

Gerade noch vor Ostern wurde ein 12 Jahre andauernder Streit zwischen dem Schweizer Schokolandenhersteller Lindt & Sprüngli und der deutschen Firma Riegelein beigelegt.

Gleichberechtigt stehen weiterhin die in Goldpapier verpackten und sitzenden Osterhasen nebeneinander im Regal. Der Goldhase von Lindt und Sprüngli hat um den Hals ein rotes Band mit einer Glocke hängen.

Was war passiert?

Im Jahre 2000 hat Lindt & Sprüngli den Goldhasen als Marke, unter anderem in Deutschland, schützen lassen.

Danach ging Lindt gegen seine Konkurrenten vor, auch gegen Riegelein. Es ging um Verwechslungsgefahr der Goldhasen von Riegelein und der Goldhasen der Firma Lindt.

Während Riegelein auf seinen Goldhasen eine braune Schleife aufgedruckt hat, bindet Lindt seinem Goldhasen ein rotes Band mit Schleife um den Hals.

Das Goldpapier das Riegelein verwendet ist eher bronzefarben.

Verschiedene Gerichte in Deutschland erkannten keine Verwechslungsgefahr zwischen den Hasen. Die Firma Lindt versuchte jeden möglichen Gerichtsweg. Der letzte Weg war der Gang zum BGH. Dort sollte geklagt werden weil das OLG den Fall ohne Zulassung einer Revision abschloss.

Das BGH bestätigte das OLG Frankfurt und wies die Beschwerde auf Nichtzulassung einer Revision zurück.

Auch der europäische Gerichtshof beschäftigte sich mit dem Fall und hat im Mai 2012 den europäischen Markenschutz verweigert. Die Unterscheidungsmerkmale, die Eigenständigkeit ist zu gering. Zudem gibt es den Goldhasen schon über 50 Jahre in verschiedenen Versionen.

Mit gutem Gewissen einkaufen

Schmutzige Schokolade ist eine Dokumentation über den Anbau und die Ernte von Schokolade. Gerade Schokolade aus der Elfenbeinküste ist sogenannte „Kinder“schokolade. Entführte Kinder aus den Nachbarstaaten werden gezwungen auf den Plantagen zu arbeiten.

Eigentlich wollten große Schokoladenhersteller sich für bessere Umstände engagieren. In vielen Fällen, wie z.B. bei Nestlé, sind diese Versprechen leere Worthülsen (und solche Unternehmen wollen sich um unser Wasser kümmern?).

Auf der Seite von Riegelein kann man zumindest ein paar Hinweise über Sigel und Fair Trade lesen. Die Seite von Lindt lässt sich in diesem Bereich nicht öffnen.

Das ist mein 333ster veröffentlichter Artikel

Roland Engert

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