Von Wasserbomben, Tomaten und Lycopin

Tomaten Stilleben

„Wasserbombe“, „schnittfestes Wasser“ sind nur einige Bezeichnungen der mehr oder weniger liebevollen Bezeichnungen für die Tomate aus den Niederlanden. Die Zeiten haben sich längst geändert und diese Kosenamen könnte man eher auf die deutschen Tomaten anwenden.

Die niederländischen Tomatenproduzenten haben längst umgedacht und produzieren inzwischen wesentlich geschmackvollere Tomaten, meist geschmackvoller und gehaltvoller als die deutschen Tomatenbauern.

Ein direkter Vergleich zwischen zwei Staaten hinkt natürlich immer gewaltig. Geht es aber um Ware aus dem Supermarkt sind diese Vergleiche durchaus angebracht. Wer auf dem Wochenmarkt oder beim Direktvermarkter kauft wird sich bei diesen Vergleichen nicht bestätigt fühlen. Biobauern und Gärtner stellen meist eine ganz andere Qualität her, die sich im Supermarkt nicht wiederfindet. Das betrifft beide Länder.

Vorurteil

Kundenbefragungen in Deutschland ergaben, dass alle die niederländischen Tomaten in der Qualität schlechter einstufen als deutsche Tomaten. Beim Geschmackstest, ohne zu wissen aus welchem Herkunftsland die Tomate stammt, wurde die niederländische Tomate immer als die besser schmeckende Tomate empfunden. Es lebt also ein großes Vorurteil in den Köpfen der Verbraucher.

Zuchtziel verfehlt

Der Tomate wurde im Laufe der Zeit das herausgezüchtet was eine Tomate ausmacht, fruchtig – tomatiger Sonnengeschmack. Herausgekommen sind häufig sehr säuerlich, teils mehlige Tomaten, die den Geschmack den man als Kind kannte nicht mehr in sich tragen. Alte Sorten wurden über viele Jahre hinweg immer weiter zurück gedrängt. Nur einige Idealisten hielten an alten Sorten fest. Inzwischen wächst die Nachfrage nach „echten“ Tomaten und der konventionelle Anbau versucht mit allen Kräften die Tomaten wieder auf Geschmack zu trimmen und nicht auf Ertrag.

Lycopin – die Gesundheit in der Tomate

Mit Gesundheitsaussagen ist das so eine Sache. In Deutschland darf darüber nur die Pharmalobby richten. Diese würde die Tomate sicherlich nicht als Gesundheitsfördernd einstufen, denn sie läßt sich schlecht in der Apotheke verkaufen.

Was gibt es über das Lycopin in der Tomate zu berichten? Lycopin gehört zu der Gruppe der Carotinoide. Lycopin gehört zu den aktivsten Schutzstoffen vor freien Radikalen. Freie Radikale trifft man überall dort an, wo zum Beispiel Stress, Nikotin oder Alkohol angesagt ist. Zuviel freie Radikale im Körper können Krebs verursachen und machen eine unreine Haut.

Man kann also in Kurzform sagen, dass die Tomate ein Radikalfänger ist und für reine Haut sorgt. Bezüglich Nebenwirkungen wie immer den Arzt fragen.

Lycopin kommt nicht nur in der frischen Tomate vor, sondern ist auch im Tomatenmark in sehr hoher Konzentration vorhanden. Wer also eine große Dosis Lycopin benötigt, kann sich ein Brot mit Tomatenmark, frischer Tomate und etwas Basilikum gönnen. Aber auch Tomatensuppen oder Tomatensoßen sind ein wahrer Spender an Lycopin

Tomatensuppe

eine Tomatensuppe ist schnell gemacht. Dazu benötigt man Tomaten, Zwiebeln, wer mag Knoblauch und Kapern, Sahne und Tomatenmark. Dazu etwas Gewürze wie Salz und Pfeffer. Die Zwiebeln anschwitzen, die geviertelten Tomaten hinzugeben und erhitzen. Tomatenmark und Knoblauchzehe mit hinzugeben. Ist das ganze durchgekocht mit dem Rührstab verrühren und mit Sahne und den Gewürzen abschmecken.

Natürlich kann man die Tomaten kleiner würfeln und man erspart sich das verquirlen mit dem Rührstab. Als Richtgröße ca. 6-8 Tomaten und eine Zwiebel, der Rest nach Geschmack. Dazu ein frisches Baquette und da man ja mit der Tomate was gegen die freien Radikalen tut, kann man gerne ein Glas Wein dazu genießen.

Roland Engert

Danke fürs lesen. || Wenns gefallen hat würde ich mich über einen Klick bei Twitter, Facebook oder Google+ freuen. Der Lohn eines armen Bloggers sind Likes, G+ oder Netzgezwitscher. || In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

2 thoughts to “Von Wasserbomben, Tomaten und Lycopin”

  1. Tomaten, das ist ja mal ein schönes Thema. Als Kind haben wir sie im Garten gepflegt, das heißt sie wachsen einfach so von allein. Im Herst wurden auch die Letzten noch grünen abgenommen und in Kisten unter unseren Betten verstaut.Der Vorrat reichte fast den Winter. Sie reiften nach. Ich mag den frischen etwas eigenen Geruch. Und ja, ich bevorzuge die Tomaten „Werderfrucht“ aus Mitteldeutschland, sie schmecken eher wie die aus unserem Garten 😉 und ich bin hier wählerisch. Tomatensuppe esse ich nur notgedrungen, aber jeden Morgen eine Tomatenstulle und Salat in alles Varianten – am liebsten mit Schäfskäse und viel Zwiebeln. 😉

  2. Du mit deiner Tomatenstulle, jetzt hab ich Hunger. Stimmt, Schafskäse oder Mozarella passen hervorragend dazu.
    Für den richtig guten Tomatengeschmack aus der Kindheit muß man eine Weile suchen. Aber man kann sie noch, oder wieder finden die „echten“ Tomaten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg