Die Renaissance des Sitzsackes

sitzkissen

Was gibt es schöneres als auf einem Bärenfell vor dem Kamin zu liegen? Einiges, vor allem wenn es ein Sitzsack ist.

Meine Mutter wollte uns Kindern immer einen Sitzsack nähen. Sie hätte das können, immerhin nähte sie so ziemlich alles was man nähen konnte.

Als Kind freute ich mich auf einen Sitzsack. Die Couch im Wohnzimmer war immer belegt und uns blieb nur der Stuhl oder der Boden.

So ein Sitzsack ist schnell vom Kinderzimmer ins Wohnzimmer getragen. Doch daraus wurde nichts, die Füllung war damals sehr teuer und nicht leicht zu bekommen.

Seinen ersten Boom erlebte der Sitzsack in den 1960er Jahren. Erfunden wurde er angeblich von italienischen Architekten und Designern. Bekannt wurde er mehr durch Zufall als ein Foto davon in amerikanischen Zeitschriften auftauchte. Zugleich erfolgten große Bestellungen und der Siegeszug war nicht mehr aufzuhalten.

Nach ein paar Jahren verschwand der Sitzsack um in den 1990igern wieder aufzutauchen. Seit dem hält er sich auf dem Markt und erfreut sich großer Beliebtheit.

Füllung und Außenmaterial

Die Füllung sind üblicherweise EPS-Perlen aus geschäumtem Polysteren. Das Material hat sich als besonders Formfest aber dennoch anschmiegsam erwiesen. Die richtige Füllung war bei der Entwicklung des Sitzsackes ein großes Problem. Es wurde sogar mit Blei experimentiert.

Das Außenmaterial ist vielfältig und reicht von Polyester über Baumwolle bis hin zu Leder.

Design & Qualität

Ein Online Kreator verhilft dem Sitzsack zu einem individuellen Design. Ob verschieden farbige Flächen oder nach eigenen Motiven bedruckte Teile. Damit sind die Zeiten des Allerleidesign vorbei. Dass das Design auch gut aussieht sollte vor dem Druck ein mit der Materie vertraute Person nochmal einen Blick darauf werfen um nicht eine böse Überraschung zu erleben.

Einen qualitativ guten Sitzsack erkennt man unter anderem daran dass er an einer Stelle einen eingenähten Reißverschluß hat und nicht wie so häufig rundum vernäht sind. Der Reißverschluß dient dazu um zum Beispiel EPS-Perlen nachzufüllen oder welche zu entnehmen.

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