Heuschnupfen – Was ist das? Wie kann man vorbeugen?

Birke - Blütenstand
Birke – Blütenstand

Wer meine wöchentlichen Wetterbilder liest weiß dass der Frühling in Ostfriesland längst Einzug gehalten hat. Nach einem schwachen Winter begann die Blüh- und Wachstumsperiode ungewöhnlich früh im Jahr.

Daher sind die ersten vom Heuschnupfen Geplagten schon länger zu sehen. Schniefend, mit geröteten Augen und immer mit einem Taschentuch in der Hand bewaffnet sieht man sie aller Orten. Und dabei beginnt die Pollenzeit erst.

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion und reicht von milden Erscheinungsformen bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen. Ein Besuch beim Arzt ist bei starken Symptomen auf alle Fälle angeraten.

Betrachten wir Heuschnupfen, unter dem nicht wenige leiden, etwas genauer.

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Blütenpollen oder Pilzsporen. Eine allergische Reaktion kann auf bestimmte Blütenpollen oder Pilzsporen begrenzt sein.

Die Reaktionen können von mild bis lebensbedrohlich ausfallen und sich ständig verschärfen. So kann sich aus einer anfänglichen Schleimhautreizung durchaus im Laufe der Jahre Asthma entwickeln.

Dem Heuschnupfen gleichende Symptome können durch Hausstaubmilben, Tierhaare, feinste Stäube oder durch Nahrungsmittel hervor gerufen werden.

Daher ist es wichtig festzustellen ob es sich tatsächlich um Heuschnupfen oder eine andere allergische Reaktion handelt.

Die allergische Reaktion bei Heuschnupfen ist eine überschießende Reaktion. Der Körper wehrt sich gegen etwas von dem kein Gesundheitsrisiko ausgeht. Ebenso verhält es sich mit anderen Allergien wie Tierhaarallergie oder Allergie gegen Hausstaubmilben.

Das Immunsystem ist permanent gefordert. Ständig werden wir von Umweltgiften angegriffen oder durch Medikamentenrückständen in Nahrungsmitteln gefordert. Dazu kommt dass viele allzu hygienisch leben und als Kind das Immunsystem sich nicht richtig entwickeln konnte.

Die Symtpome

Die häufigste Reaktion äußert sich über die Reizung der Schleimhäute. Wie bei einem Schnupfen ist das Nase laufen, geschwollene Naseninnenwände, Niesanfälle wie auch tränende, gerötete und brennende Augen das Hauptmerkmal.

Dazu gesellt sich Abgeschlagenheit, Kopfschmerz, Konzentrationsmangel und Müdigkeit. Ebenso können im Magen-Darm-Bereich Reaktionen wie Durchfall oder Blähungen auftreten.

Allergisches Asthma entsteht bei circa 40% der Leidenden. Dieses äußert sich durch Atemnot, Atemgeräusche und Husten.

Häufigkeit

Heuschnupfen ist weit verbreitet und nimmt ständig zu. Das ist nicht zunehmenden Pollen zu verdanken, sondern vielfach auch den veränderten Lebensweisen oder Anforderungen denen das Immunsystem ausgesetzt ist.

Die angesprochenen allzu hygienischen Lebensumstände wie auch Lebensmittel mit ihren vielfältigen Zusatzstoffen und Medikamentenrückständen können das Immunsystem überfordern so dass eine allergische Reaktion theoretisch gegen alles entwickelt werden kann.

20% bis 25% der Erwachsenen, 10% bis 20% der Kleinkinder und bis zu 30% der Jugendlichen leiden unter Heuschnupfen. Die Tendenz ist steigend.

Wie wird Heuschnupfen behandelt?

Leichte Symptome kann man durch Medikamente aus der Apotheke behandeln. Zum Beispiel mit einem Heuschnupfenspray von Aliva. Als Hausmittel werden Salzwasserspülungen der Nase und des Rachenraumes empfohlen wie auch Salzwasser inhalieren. Die Geräte zum inhalieren sind frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich.

Generell darf man Heuschnupfen nicht unterschätzen und ein Gang zum Arzt ist angeraten. Aus leichtem, ständig wiederkehrendem Heuschnupfen kann sich schnell Asthma entwickeln.

Der Arzt nimmt zunächst einen Allergietest vor um die allergieauslösenden Substanzen heraus zu finden. Danach wird eine sogenannte Hyposensibilisierung angewendet. Vereinfacht heißt das der Körper wird an die allergenen Stoffe gewöhnt. Dazu werden kleinste Mengen mit steigender Dosis des allergenen Stoffes gespritzt bis sich der Körper das Immunsystem soweit gebracht hat dass es nicht mehr über reagiert. Diese Behandlung kann bis zu 3 Jahre dauern.

Daneben gibt es die Methode der sublingualen Immuntherapie. Dabei wird die allergene Lösung unter die Zunge gegeben. Diese Behandlung kann der Patient unter Aufsicht des Arztes selbst durchführen.

Vorbeugende Maßnahmen, Vermeidungsstrategien

Es gibt ein paar Möglichkeiten um wohlbehalten durch den Alltag zu kommen. Natürlich sind diese Ratschläge auch für Personen geeignet, die nicht unter Heuschnupfen und Pollenallergie leiden. So muss man nicht unbedingt in der stärksten Pollenflugzeit einen Marathon absolvieren.

Wenn Pollenflugzeit ist, so ist die Belastung in Stadt und auf dem Lande unterschiedlich. Während abends in der Stadt die Belastung am höchsten ist, so ist es auf dem Land am Morgen.

  • Der Pollenflugkalender informiert über die Pollenflugzeiten. Diese Kalender geben einen groben Überblick über die Hauptzeiten unterschiedlicher Pollen. Diese können aber regional unterschiedlich ausfallen und am Bodensee früher beginnen als im Erzgebirge.
  • Pollenvorhersage aus den verschiedenen Medien wie Rundfunk oder Fernsehen. Aber auch eine Pollenflug App ist sinnvoll. Sie informiert stets aktuell über Pollenflugzeiten.
  • Die Wohnung lüften, in der Stadt am Morgen, auf dem Lande am Abend.
  • Wäsche nicht im Freien trocknen, Pollen setzen sich in der Kleidung fest.
  • Vor dem schlafen gehen die Haare waschen. Männer auch den Bart.
  • Möbel regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Freizeitaktivitäten sinnvoll planen. Dabei auch beachten: Belastung auf dem Lande am Morgen am stärksten.
  • Das Autofenster während der Fahrt geschlossen halten und gegebenenfalls spezielle Luftfilter einbauen und regelmäßig wechseln.
  • Brillen reinigen.
  • Sich nach speziellen Staubsaugerbeuteln umhören
  • Den Urlaub in die Hauptzeit des Pollenfluges legen und einen Urlaubgegenden aufsuchen der wenig belastet ist wie Meer, Hochgebirge oder gar Wüste.
  • Die Tageskleidung nicht mit ins Schlafzimmer nehmen.
  • zusätzliche Belastung wie rauchen oder Alkohol meiden.

Zusammenfassung

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Pollen, ausgelöst durch ein überfordertes oder schlecht funktionierendes Immunsystem. Leichte und einmalige Formen lassen sich durch Hausmittel durchaus in den Griff bekommen. In der Apotheke gibt es eine Reihe guter Mittel gegen die Symptome.

Heuschnupfen darf man nicht unterschätzen. Leidet man unter Heuschnupfen ist ein Gang zum Arzt ratsam da  Heuschnupfen sich zu einer lebensbedrohlichen und chronischen Krankheit entwickeln kann.

Roland Engert

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