Wetterbilder KW 21 aus Ostfriesland

Roland Engert

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Wetterbilder

erstellt am:

Lilie hilft im Garten
Lilie hilft im Garten

Was für eine sonnige Woche, wenn auch immer wieder mal Regen oder Gewitterlage. Allerdings war es hier nie katastrophal wie in manch anderer Gegend. Oftmals haben wir hier das Glück dass das Unwetter generell uns verschont.

Ein paar Kilometer südlich kann die Welt untergehen und hier bekommt man ein paar Tropfen Regen ab. Und mit ein paar Kilometer sind wirklich 5-10 km gemeint.

Was haben wir heute noch? Im Garten riecht es nach Meer, meine Schwester hat eine Ausstellung, die Mühle wird repariert, mein Tabak gedeiht und die Ankündigung einer neuen Serie. Wie immer gibt es einen Ausblick über die kommende Wetterlage.

Wie wird das Wetter?

Im Prinzip herrscht eine Schönwetterlage vor. Im Norden ist generell weniger Regen zu erwarten als im Süden. Zu Christi Himmelfahrt (vielen nur als Vatertag bekannt) ist es kühler als momentat so wie generell mit kühleren Temperaturen ab Mitte der kommenden Woche gerechnet werden muss.

Ab Christi Himmelfahrt kann es eine Wetterstörung geben, das heißt im Süden deutliche Regenfälle. In Ostfriesland werden wir mit einer beständigen Wetterlage rechnen können, ohne viel auf und ab, außer den kühleren Temperaturen.

Der Brunnenbauer war da

Brunnenbauer
Brunnenbauer

Meine Freundin hat einen Brunnenbauer beauftragt einen Brunnen im Garten zu bohren. Man muß sich das schöne romantische Bild von einem gemauerten Ring, eine Kurbel mit Seil samt Eimer abschminken. Im Grunde ist das ein schnödes Loch mit 15cm Durchmesser in dem ein langes Rohr versenkt wird.

Das Rohr ist auf den letzten versenkten Metern wie ein feines Sieb. Wird jetzt am oberen Ende eine Pumpe angeschlossen so saugt es das Wasser aus der Tiefe nach oben. Das funktioniert auch, die Frage ist nur was für Wasserqualität. Der Brunnenbauer sagte von vornherein dass die Gefahr auf salziges und stark eisenhaltiges Wasser besteht, wie so häufig in Küstennähe.

Er bohrte bis 21 Meter Tiefe was recht schnell geht und in 30 Minuten erledigt ist. An dem Austritt des Loches kann man erkennen durch welche Schichten er sich gerade bohrt. Zuerst schwere Erde, dann Lehm, Torf, wieder Lehm und dann Sand und nichts als Sand, sprich ehemaliger Meeresboden. Und man riecht das, dass das mal Meeresboden war. Leicht nach Algen, nach Salz, wie halt Meer und Strand so riecht.

Was da zu Tage gefördert wurde ist feinster Sand wie man ihn sich nur wünschen kann. Aber wir wollten ja keine Sandkuhle aufmachen, sondern Wasser gewinnen. Doch in dieser Situation sollte man die Hoffnung auf reinstes Süßwasser aufgeben.

Der Brunnen liefert extrem eisenhaltiges Salzwasser. Vom Salzgehalt her kommt das einer gesättigten Lösung nahe. Das Eisen flockt aus und setzt sich sichtbar ab. Es ist so wie es ist für unser Vorhaben, den Teich damit zu versorgen, unbrauchbar. Was wir jetzt damit machen wissen wir noch nicht. Vielleicht eine Salzproduktion? Jahrmillionen altes Meersalz? Keine Ahnung.

Spannend ist es aber allemal wie der Boden hier so aufgebaut ist und welche wechselhafte Geschichte das Land durchlief.

Was war noch?

Metallplatten Mühle - Wynhamster Kolk
Metallplatten Mühle – Wynhamster Kolk

Der Tabak gedeiht und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Schnecken süchtig nach Nikotin sind. Sie fressen meine Pflanzen an. So langsam aber entkommen die Pflanzen der Fresszone. Mal sehen wie sich der Tabak weiterhin entwickeln wird. Es war nicht der ideale Start.

Die Mühle am Wynhamster Kolk hatte letztes Jahr einen Sturmschaden erlitten der nun repariert wird. Noch wird nicht repariert, aber die Reparatur erfolgt zugleich. Die Eisenplatten für den Kran sind ausgelegt. Das muss sein da der Untergrund weich ist und der Kran vor Jahren schon fast einmal versunken wäre. Wann es nun richtig losgeht, keine Ahnung. Ich versuche etwas heraus zu bekommen, aber der es genau weiß, der macht immer einen auf Geheimniskrämer.

Taubenei
Taubenei

In Baum vor der Terrasse nisten Tauben, wie die letzten Jahre auch. Nach der gefundenen Eierschale scheint mindestens ein Täubchen geschlüpft zu sein. Wir hatten schon Sorge dass Krähen die ebenfalls ganz in der Nähe nisten die Eier geraubt hätten.

 

In eigener Sache

Ich habe ja schon mehrfach angekündigt dass ich mit dem Gedanken einer neuen Serie spiele. Das wird nun definitiv so sein. Allerdings weiß ich noch nicht genau ob ich die Wetterbilder hier weiter führe oder in einer veränderten Form auf einem anderen, spezielleren Ostfrieslandblog weiter führe. Die Möglichkeiten sind:

-[rp] Dollartratte – Dollart heißt hier die Meeresbucht, viele Ortsteilnamen haben Dollart im Namen, eine Gemeinde heißt Dollart. Also sehr regional und bekannt. Diese Seite war ursprünglich als Jugendseite für das Jugendzentrum gedacht, was sich aber erledigt hat. Der Vorteil, die Wetterbilder sind aus dem Dollartbereich und ich könnte in dem Schreibstil schreiben wie ich will.

-[rp] Dann wäre noch die Deichratte, ursprünglich aus Spaß registriert sollte es zu einem Shop für Ostfrieslandartikel werden. Kann ja immer noch ein Shop daraus werden.

-[rp] Allerdings wäre da auch noch die Seite Sieltief.de. Der Vorteil ist, die Seite baut auf regional auf und es gibt schon einige Einträge. Der Nachteil, die Seite plaudert nicht locker, flockig daher. Die Beiträge würden sich eng an das Thema halten.

Was meint ihr welche Seite würdet ihr für die Wetterbilder nehmen? Im Grunde ist bei den Wetterbildern das wenigste über Wetter. Zukünftige Wetterbilder Artikel könnten sich möglicherweise wieder mehr mit Wetter, Land und Leute beschäftigen. Der Privatkram wandert in die wöchtentliche Krähenpost.

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Das Logo für die neue Serie, die Krähenpost, steht schon im groben. Noch wird ein bisschen daran gearbeitet aber die Grundidee ist schon vorhanden. In dieser Serie wird sich Privatkram und einiges aus dem Internet wieder finden.

Wetterbilder

Wie immer und immer noch an dieser Stelle, die Wetterbilder aus Ostfriesland, diesmal der Kalenderwoche 21.

Hier der bisherige Entwurf der Krähenpost

krähenpost-logo
krähenpost-logo

2 Gedanken zu „Wetterbilder KW 21 aus Ostfriesland“

  1. Habt ihr aus einem bestimmten Grund genau an dieser Stelle bohren lassen, oder war das ein Schuss ins Blaue? Wir haben bei uns (Bayern) bohren lassen, zuvor ist jemand mit einer Rute über das Feld gelaufen und hat dort nach Wasserquellen gesucht. Scheinbar kannte er sich auch einigermaßen damit aus, da die Bohrung erfolgreich war. Zugegebenerweise sind wir am Chiemsee weit von jeglichem Salzwasser weg und wenn Wasser kommt, dann Süßwasser.
    Könnte das Auffangen und Speichern von Regenwasser euch helfen?

  2. Hallo Daniel, das Regenwasser wird schon über Rohre in den Teich geleitet.
    Ich bin auch mal regelmäßig Rute gegangen. Damit kann man gut Oberflächenwasser erkennen.
    Wir wollten Tiefenwasser da das mit dem Oberflächenwasser hier nicht ganz so einfach ist. Der Brunnenbauer hat gesagt, dass so nah an der Küste man mit Salzwasser und vor allem mit sehr metallhaltigem Wasser rechnen muss.

    Ich komme ja auch aus dem tiefsten Süden der Republik (Ammerseebereich). Da gab es fast überall Süßwasser, lange musste man nicht suchen.
    Mal sehen wie das weiter geht. Metall aus dem Wasser holen geht recht einfach, bei Salz ist das schon schwieriger. Da stellt sich dann halt auch die Frage nach den Kosten. Wenn es zu teuer wird, dann kann man auch gleich wieder zum Leitungswasser zurück greifen.

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