gelöschte Bilder von der Speicherkarte retten

Autoscooter PfingstmarktMir kann sowas nie passieren, ich bin ein erfahrener Anwender, ich lösche nie versehentlich.

Irgendwann ist es das erstemal. Die Maus war viel schneller als die Bildanzeige auf dem Monitor und schon war versehentlich ein falscher Ordner auf der Speicherkarte der Digitalkamera gelöscht. Damit waren auch ca. 160 Photos vom Pfingstmarkt gelöscht.

Code Falle

Das Problem einer Suchmaschine anvertraut und siehe da, ich bin nicht der einzige auf diesem Planeten dem so etwas passiert.

Es gibt eine Menge Tipps und einiges an empfohlener Software zur Datenrettung. Also gleich ein Programm herunter geladen und gestartet. Siehe da, ein Fenster macht sich auf, erkennt sofort die Speicherkarte und mit einem Klick auf Start legt das Programm los. Nach einer Weile erscheint ein Vorschaufenster mit den gefundenen Bildern die ich kurz vorher gelöscht habe. Dazu noch eine Reihe an Bildern die ich ca. vor 4 Monaten gemacht habe. Erstaunlich was man noch so alles auf einer gelöschten Speicherkarte findet.

Die nette Frage des Programms pci smartrecovery ob die gefundenen Bilder auf der Festplatte gespeichert werden sollen verzückte mich. 1 Sekunde später war es damit vorbei, es wurde eine Codeeingabe verlangt. Diesen Code kann man sich käuflich erwerben. Dass es sich um eine Software handelt, die nur zum auffinden aber nicht zum abspeichern ist, war mir beim download nicht bewußt. Erst das nachlesen gab Klarheit: Software zum kostenfreien auffinden gelöschter Bilddateien. Die Bilder hat er aufgefunden, für den Rest, das abspeichern hätte man bezahlen müssen.

PIXO Rescue

Bei der weiteren Suche nach Software die beides kann, bin ich auf PIXO Rescue gestoßen. Dieses Programm soll gelöschte Bilddateien auffinden und diese in einen vorher gewählten Ordner auf dem PC abspeichern.

PIXO Rescue ist Freeware, klein und schnell herunter geladen. Die Installation verlief ohne Tücken. Das ist nicht immer der Fall, oft installiert man sich, wenn man nicht genau aufpasst, unerwünschte Software mit auf den Rechner. Das Programm PIXO Rescue gestartet, Speicherkartenlaufwerk ausgewählt, den Ordner angegeben wohin die Bilder gespeichert werden sollen. Die Software läuft ohne Probleme und man kann im Speicherordner zusehen, wie dort ein Bild nach dem anderen sich abspeichert.

Mehr als erwartet

Auch hier fand die Software viel mehr Bilder als vermutet. Die Löschung vorheriger Bilder war also nicht rückstandsfrei. Wenn jemand diese Speicherkarte in die Hand bekommen hätte, er hätte Dinge auslesen können von denen ich meinte diese längst gelöscht zu haben. Und das mit einer vermutlich “sanften” Software. Profisoftware die es darauf anlegt, jeden Bit und Byte aus einem Speichermedium heraus zu ziehen, hätte vermutlich noch mehr gefunden. Dieses Ergebnis zeigt auch, wie gefährlich es ist, vermeintlich gelöschte Festplatten weiter zu verkaufen oder einem Recycling zuzuführen. Wer es darauf anlegt wird immer was finden, sofern wir es auf herkömmliche Art und Weise gelöscht haben.

Download

Ich habe PIXO Rescue auf verschiedenen Downloadportalen gefunden. Als ich aber auf der Herstellerseite Pixomedia.de nach dieser Software suchte, konnte ich dort keine finden. Lediglich ein Satz ließ vermuten dass man dort früher die Software downloaden konnte. Dort stand: Anleitungen und Treiber für die Kartenleser, Festplatten und das Programm Pixo Rescue sind auch auf Anfrage nicht mehr verfügbar. Warum das so ist, darüber habe ich im Internet bei einer Kurzrecherche nichts gefunden. Pixo Rescue gibt es auf vielen Downloadportalen.

WOT – willkürliche Internetzensur

Warnmeldung WOTWOT (web of trust, auch web of trouble genannt) ist eine Erweiterung für alle gängigen Browser. Diese Erweiterung soll den Internetnutzer vor “gefährlichen Seiten” warnen. Dieses geschieht mittels eines Popup das sich vor die Seite legt.

Gefährliche Seiten können sein: Internetseiten die Software zur Spionage unbemerkt ausliefert, Internetseiten die Kreditkartenbetrug begehen oder Kostenfallen anbieten. Jetzt möchte man meinen, das ist eine gute Sache wenn eine Erweiterung vor diesen Dingen warnt. Wäre es auch, wenn das System ausgeklügelt und ausgereift wäre. Das jetzige System sind Beurteilungen von Usern, also Menschen.

Nun wissen wir ja wie das ist mit Menschen, Objektivität ist nicht dessen Stärke. Vielmehr neigt der User zu subjektiven Urteilen. Manchmal kann er auch gar nicht das beurteilen was er vor sich hat, fühlt sich aber dazu berufen.

Alles hängt am User

So ist WOT nur so gut wie seine User die Beurteilungen abgeben. Um dort eine Bewertung abzugeben muß man weder Fachmann sein, noch muß man es mit den Beurteilungen ehrlich meinen. Man muß lediglich eine Maus bedienen können. Ansonsten braucht man keine weiteren Befähigungen. Die Beurteilungen können anonym abgegeben werden, so dass sogar eine Anzeige wegen Rufschädigung nicht möglich ist, bzw. sinnlos macht. Man braucht keine Konsequenzen fürchten, egal was man macht.

Unter solchen Voraussetzungen ist natürlich der Willkür und dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet. Wohlgemerkt, es geht hier nicht darum ein Foto auf irgendeiner Plattform 1 oder 5 Sternchen zu geben. Es geht darum ganze Portale in Mißkredit zu bringen.

Fiktives Beispiel

Nehmen wir zunächst ein fiktives Beispiel. Jemand betreibt eine Fanseite für den FC Bayern. Einem BVB Fan gefällt das nicht was er da liest. Mit ein paar Freunden, die ja mittels Facebook schnell zusammen getrommelt sind, verbündet man sich gegen die FC Bayernfanseite. Dazu genügt es, sich bei WOT anonym anzumelden. Man bewertet die Seite in allen Punkten schlecht, schreibt noch sowas wie Betrug oder Abzocke in die Bewertung und schon ist die Seite in Mißkredit gebracht. BVB Fans mögen mir diesen Vergleich entschuldigen, das ganze geht natürlich auch anders herum.

Und welcher Internetnutzer sieht jetzt die Bewertungen?

Alle Nutzer die WOT installiert haben um angeblich sicher zu surfen, werden jetzt vor dieser Seite gewarnt. Diese Seite wird als gefährlich eingestuft. Welcher Internetnutzer möchte da noch auf diese Seite gehen?

Zensur im Kopf

Auf diese Art und Weise entsteht im Laufe der Zeit eine Internetzensur. Jeder der etwas mißliebiges sagt kann dadurch von anderen abgestraft werden. Das passiert auch auf anderen Ebenen. Sagt man etwas unbequemes, hat derjenige mit einem sogenannten “Shitstorm” zu rechnen. Sicherlich nicht so eine kleine Seite wie crazy-crow oder viele andere kleine Blogs. Aber auf größere Portale die von den Interneteinnahmen leben trifft dieses durchaus zu. Dass man sich kritische Artikel mehrfach überlegt und vielleicht gar nicht veröffentlicht ist nicht ausgeschlossen. Kein Portalbetreiber wird sich diesem “Shitstorm” gerne aussetzen und das Einkommen gefährden.

Reale Beispiele

Bevorzugte Opfer in der Vergangenheit waren Seiten mit alternativer Medizin und Ratgeberseiten die sich mit Kräutern und Erfahrungsmedizin beschäftigen. Internetseiten die der Pharmaindustrie überhaupt nicht gefallen. So gab es, laut mehreren Berichten den Tipp an die Mitarbeiter der Pharmaindustrie doch mal bei WOT diese oder jene Seite schlecht zu werten. So wird Stimmung gemacht, auf ganz subtile Art und Weise. (Anm.: Das ist nur ein Weg den die Pharmalobby beschreitet und der harmloseste. Wer lernen will wie man Milliarden auf die Kosten der Kranken abzockt, kann von der Pharmalobby lernen. Es wird Zeit diese Industrie an die kurze Leine zu nehmen.)

Braucht es eigentlich derartige Erweiterungen?

Im Prinzip nicht. Wer seinen Computer mit einem Virenscanner (z.B. AntiVir) ausgestattet hat, wird von der Seite her sicher geschützt. Ansonsten hilft nur der gesunde Menschenverstand.

Eine weitere Gefahr durch WOT ist das Vertrauen das manche Surfer in dieses Tool hineinlegen. Heute gibt es schneller Internetseiten als man zählen kann. Wer meint mit WOT sicher zu sein wird schwer enttäuscht, wenn er dann doch auf eine Seite gerät die eine Abzocke ist, weil die Seite einfach noch nicht bewertet wurde oder durch die Seitenbetreiber positiv bewertet wurde. Denn man kann natürlich auch positiv bewerten, vor allem Abzockerseiten dürften in diese Richtung manipulieren.

Selbst mit WOT muß also der gesunde Menschenverstand eingeschaltet sein. Dann aber kann man gleich auf WOT verzichten. Zumal WOT das surfen langsamer macht.

Ich für mich habe mich gegen WOT entschieden. Zu unsicher, zu subjektiv damit zensierend, zu unvollständig und manipulationsanfällig.

Online Marketing

Hinter den zwei harmlosen Worten Online Marketing stecken bei Google 1.150.000.000 Treffer. Das sind 1Milliarde und 150 Millionen Seiten die sich mit Online Marketing beschäftigen. Der Begriff Handy wirft bei Google dagegen “nur” ca. 500 Millionen Seiten aus, selbst der Suchbegriff Porno bringt weniger Treffer als Online Marketing.

Ein Thema – viele Wege

Wenn sich 10 Personen aus dem Bereich Online-Marketing treffen gibt es 20 Meinungen, trotzdem machen alle irgendwie das gleiche.

Was sagt Wikipedia dazu? Dort steht, gleich in der ersten Zeile dass darunter auch Internetmarketing oder Web-Marketing zu verstehen ist. Gemeint sind alle Marketing-Maßnahmen die mit Hilfe des Internets betrieben werden können.

Ziel eines Marketing kann es sein, sein Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern um so mehr Leser zu erreichen, es ist aber ebenso die Werbeform selbst gemeint, wie Banner, Layer oder Videowerbung.

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Blackout Day von Google, Facebook, Amazon und Co.

blackout day
blackout day

Am 24. Januar kommt der amerikanische Senat zusammen um ein neues Gesetz zu beschließen. Dieses Gesetz, kurz SOPA (Stop online piracy act), greift weitreichend ins Internet ein.

Das Gesetz soll Copyrightinhaber schützen. Wird auf einer Seite Material gefunden, das Copyright verletzt, so kann diese umgehend vom Netz genommen werden. Dazu kommen die Seiten, die in Linkverbindung zu dieser Seite stehen und Seiten, die darüber berichten. Kreditkartenunternehmen dürfen dann mit diesen Seiten keine Geschäfte mehr tätigen.

Das ganze dient im Grunde nicht dem Copyrightinhaber, sondern gibt lediglich mehr Macht in die Hände der Aufsichtsbehörden. So entsteht eine Zensur im Internet, wie man sie höchstens in diktatorischen Staaten antrifft.

Um auf dieses Vorhaben aufmerksam zu machen, planen Google, Facebook, Yahoo und Amazon am 23. Januar einen Blackout day. Die Seiten werden für einen Tag komplett abgeschaltet. Andere große Dienste wie Wikipedia und Ebay planen ebenfalls, sich an diesem Protesttag zu beteiligen.

An diesem Thema zeigt sich, dass man sich nicht genug gegen Zensur wehren kann. Auch in Deutschland gab und gibt es genug Versuche, das Internet zu reglementieren und zu zensieren. Die Bücherverbrennung läßt grüßen.

Video (englisch)