‘Verbraucher’ Category

  1. Goldener Windbeutel 2013 – dreiste Werbelügen

    April 20, 2013 by Crazy Crow

    goldener Windbeutel

    Es gibt dreiste Werbelügen die uns etwas vorgaukeln mit dem Ziel doch unser Geld für dieses Produkt, vornehmlich Zucker und Fett, an der Kasse abzugeben.

    Werbelügen sind nicht einfach zu durchschauen. Da wird schon mal mit verbesserter Rezeptur geworben und im Endeffekt wurden möglicherweise Erdnüsse in einem Müsli gegen Haferflocken ausgetauscht. Was daran besser sein soll und das meist zu einem höheren Preis, außer dass es die Kassen der Hersteller füllt, ist fraglich.

    Der Verbraucher hat gar keine echte Chance alles zu durchschauen. Alleine schon beim Eis, billige Industrie – Rohstoffe oder noch echte Sahne und gute Zutaten – wer weiß das schon. Dann schon lieber den Gang in die Eisdiele des Vertrauens gehen. Foodwatch ruft bis zum 15 Mai wieder zu Abstimmung auf. Diesmal geht es speziell um Kinderprodukte. (weiterlesen …)


  2. Der Goldhase im Kreuzverhör

    März 31, 2013 by Crazy Crow

    Schokolade

    Es ist Ostern, ein Friedens- und Freudenfest. Zumindest solange es nicht um Schokoladenosterhasen in Goldpapier geht.

    Gerade noch vor Ostern wurde ein 12 Jahre andauernder Streit zwischen dem Schweizer Schokolandenhersteller Lindt & Sprüngli und der deutschen Firma Riegelein beigelegt.

    Gleichberechtigt stehen weiterhin die in Goldpapier verpackten und sitzenden Osterhasen nebeneinander im Regal. Der Goldhase von Lindt und Sprüngli hat um den Hals ein rotes Band mit einer Glocke hängen. (weiterlesen …)


  3. Gewerbeauskunft

    März 14, 2013 by Crazy Crow

    Anschreiben Gewerbeauskunft

    Es flatterte zum 2ten mal innerhalb kurzer Zeit ein amtlich aussehender Brief von der Gewerbeauskunftzentrale .de ins Haus.

    Das erste Schreiben vor ca. 4 Wochen ließ mich kurz grübeln. Was will eine Gewerbeauskunft von mir? Dazu muß man wissen, dass hier ein Verein ist, dessen Vorstand ich bin. Korrekt genommen ist hier nur der Verwaltungssitz. Amtlich eingetragen ist er an anderer Stelle. Beide Schreiben sind an den Verein gerichtet.

    Was steht in dem Schreiben?

    Oben in der Kopfzeile steht “Erfassung gewerblicher Einträge”. Der weitere Briefkopf ist mit vielen Daten ausgestattet, incl. aufgedrucktem Barcode. Das Schreiben ist auf grauem Papier, ähnlich dem Umschlag. Es macht den Eindruck eines Behördenbriefes der auf die günstige Variante des Papiers im Briefverkehr zurück greift. (weiterlesen …)


  4. Pedelec – sicher oder unsicher?

    September 25, 2012 by Crazy Crow

    Pedelec ist sicher

    Man liest es immer wieder, das Pedelec oder E-Bike ist unsicher.

    Bevor ich weiter schreibe möchte ich auf die wesentlichen Unterschiede zwischen Pedelec und E-Bike eingehen.

    Pedelec

    Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung. Die Fahrgeschwindigkeit hängt vom eingenen Zutun ab. Es gibt also keinen Gaspedal oder Drehschalter der das Fahrrad ohne eigenen körperlichen Einsatz nach vorne bringt. Diese Fahrzeuge gelten als Fahrräder und dürfen auch wie andere Fahrräder die Fahrradwege nutzen. Es besteht keine Helmpflicht. Die Höchstgeschwindigkeit bis zu der man unterstützt wird beträgt 25 km/h. Wer schneller fahren will, muß dieses ohne Motorunterstützung tun.

    schnelles Pedelec / S-Pedelec

    Eine erweiterte Variante des Pedelec ist das sogenannte S-Pedelec. Sie gehören nicht mehr zu den Fahrrädern sondern zu den Kleinkrafträdern. Die Motorunterstützung reicht bis 45 km/h. Diese Pedelecs unterliegen einer Versicherungspflicht. Wer nach dem 1. April 1965 geboren ist, benötigt einen Mofaführerschein. Helmpflicht besteht keine. Mit einem S-Pedelec kann man nicht auf ausgewiesenen Fahrradwegen fahren.

    E-Bike

    Ein E-Bike zeichnet sich dadurch aus, dass es ohne eigenen körperlichen Einsatz fährt. Mittels Drehschalter oder Schaltknopf kann man mit diesem Elektrofahrrad bis zu 20 km/h fahren. Ist die Motorleistung nicht größer als 500 Watt und es wird die Geschwindigkeit von 20 km/h  nicht überschritten. Wer schneller fahren will, muß dieses durch eigene Leistung erreichen. Diese Fahrräder gelten als Kleinkraftrad und unterliegen der Versicherungspflicht. Eine Mofaprüfbescheinigung wird benötigt, eine Helmpflicht besteht nicht.

    Bürokratie

    Wer genau hinsieht merkt, dass das Pedelec als einziges Fahrzeug versicherungsfrei ist und keine Fahrerlaubnis benötigt wird. Zudem ist man mit dem Pedelec so flexibel wie mit dem Fahrrad.

    Alle anderen Arten des Elektrofahrrades unterliegen einer gültigen Fahrerlaubnis (Mofaführerschein) und einer Versicherungspflicht. Und das obwohl sie nicht unbedingt schneller sind als ein Pedelec. Natürlich muß man die entsprechenden Papiere mit sich führen. Ansonsten ist das fahren ohne Führerschein. Wer in den Biergarten fährt unterliegt der Promillegrenze wie Autofahrer auch, ausser er ist mit dem Pedelec unterwegs.

    Versicherungen verunsichern

    Die Versicherungswirtschaft hat natürlich längst entdeckt, dass für viele nur ein Pedelec in betracht kommt. Dieser Markt dürfte am stärksten wachsen. Ärgerlich nur wenn man dafür keine Versicherung erheben kann.

    Dass sich das ändert, strengt sich die Versicherungswirtschaft gerade mächtig an und bringt eine Gefahrenstudie und Unfallstatistik nach der anderen heraus. Das Ziel ist eine Versicherungspflicht für Pedelecs. Abstruse Untersuchungen wie dass ältere Fahrer wesentlich häufiger an Pedelecunfällen beteiligt sind als Jüngere sollen beweisen, dass Pedelecs gefährlich sind. Irgendwie erinnert das an die erste Fahrt mit der Adler zwischen Nürnberg und Fürth.

    Klar sind ältere Personen häufiger in Pedelecunfälle verwickelt. Denn Pedelecs werden im Augenblick wesentlich häufiger von Älteren gefahren. Die Pedelecs geben diesen Personen endlich die so lang vermisste Bewegungsfreiheit wieder.

    Die wahre Statistik

    Seit Anfang des Jahres führt die bayerische Polizei eine Statistik über Fahrradunfälle mit E-Bike Beteiligung.

    6186 Fahrradunfälle gab es im ersten Halbjahr 2012. Bei 76 Unfällen waren Fahrräder mit Elektrohilfe beteiligt, davon waren 4 Unfälle mit den S-Pedelecs. Die Polizei meint, es gibt überhaupt kein größeres Unfallrisiko für E-Bikes. Die Panikmache der Versicherungswirtschaft ist haltlos.

    Fazit

    Nicht durch Propaganda von Untersuchungen leiten lassen. Meist sind diese Untersuchungen von der Versicherungswirtschaft bezahlt. Wer vorhat die gleichen Rechte wie ein Fahrradfahrer wahrzunehmen, z.B. fahren auf dem Radweg, der ist mit einem Pedelec bestens bedient. Wer schnell oder ohne eigenes Zutun bequem größere Strecken zurücklegen will (z.B. Fahrt zur Arbeit), der ist bei den anderen Fahrradtypen gut aufgehoben.

    (Quelle über Typen: ADFC)


  5. Von Wasserbomben, Tomaten und Lycopin

    Juli 15, 2012 by Crazy Crow

    Tomaten Stilleben

    “Wasserbombe”, “schnittfestes Wasser” sind nur einige Bezeichnungen der mehr oder weniger liebevollen Bezeichnungen für die Tomate aus den Niederlanden. Die Zeiten haben sich längst geändert und diese Kosenamen könnte man eher auf die deutschen Tomaten anwenden.

    Die niederländischen Tomatenproduzenten haben längst umgedacht und produzieren inzwischen wesentlich geschmackvollere Tomaten, meist geschmackvoller und gehaltvoller als die deutschen Tomatenbauern.

    Ein direkter Vergleich zwischen zwei Staaten hinkt natürlich immer gewaltig. Geht es aber um Ware aus dem Supermarkt sind diese Vergleiche durchaus angebracht. Wer auf dem Wochenmarkt oder beim Direktvermarkter kauft wird sich bei diesen Vergleichen nicht bestätigt fühlen. Biobauern und Gärtner stellen meist eine ganz andere Qualität her, die sich im Supermarkt nicht wiederfindet. Das betrifft beide Länder.

    Vorurteil

    Kundenbefragungen in Deutschland ergaben, dass alle die niederländischen Tomaten in der Qualität schlechter einstufen als deutsche Tomaten. Beim Geschmackstest, ohne zu wissen aus welchem Herkunftsland die Tomate stammt, wurde die niederländische Tomate immer als die besser schmeckende Tomate empfunden. Es lebt also ein großes Vorurteil in den Köpfen der Verbraucher.

    Zuchtziel verfehlt

    Der Tomate wurde im Laufe der Zeit das herausgezüchtet was eine Tomate ausmacht, fruchtig – tomatiger Sonnengeschmack. Herausgekommen sind häufig sehr säuerlich, teils mehlige Tomaten, die den Geschmack den man als Kind kannte nicht mehr in sich tragen. Alte Sorten wurden über viele Jahre hinweg immer weiter zurück gedrängt. Nur einige Idealisten hielten an alten Sorten fest. Inzwischen wächst die Nachfrage nach “echten” Tomaten und der konventionelle Anbau versucht mit allen Kräften die Tomaten wieder auf Geschmack zu trimmen und nicht auf Ertrag.

    Lycopin – die Gesundheit in der Tomate

    Mit Gesundheitsaussagen ist das so eine Sache. In Deutschland darf darüber nur die Pharmalobby richten. Diese würde die Tomate sicherlich nicht als Gesundheitsfördernd einstufen, denn sie läßt sich schlecht in der Apotheke verkaufen.

    Was gibt es über das Lycopin in der Tomate zu berichten? Lycopin gehört zu der Gruppe der Carotinoide. Lycopin gehört zu den aktivsten Schutzstoffen vor freien Radikalen. Freie Radikale trifft man überall dort an, wo zum Beispiel Stress, Nikotin oder Alkohol angesagt ist. Zuviel freie Radikale im Körper können Krebs verursachen und machen eine unreine Haut.

    Man kann also in Kurzform sagen, dass die Tomate ein Radikalfänger ist und für reine Haut sorgt. Bezüglich Nebenwirkungen wie immer den Arzt fragen.

    Lycopin kommt nicht nur in der frischen Tomate vor, sondern ist auch im Tomatenmark in sehr hoher Konzentration vorhanden. Wer also eine große Dosis Lycopin benötigt, kann sich ein Brot mit Tomatenmark, frischer Tomate und etwas Basilikum gönnen. Aber auch Tomatensuppen oder Tomatensoßen sind ein wahrer Spender an Lycopin

    Tomatensuppe

    eine Tomatensuppe ist schnell gemacht. Dazu benötigt man Tomaten, Zwiebeln, wer mag Knoblauch und Kapern, Sahne und Tomatenmark. Dazu etwas Gewürze wie Salz und Pfeffer. Die Zwiebeln anschwitzen, die geviertelten Tomaten hinzugeben und erhitzen. Tomatenmark und Knoblauchzehe mit hinzugeben. Ist das ganze durchgekocht mit dem Rührstab verrühren und mit Sahne und den Gewürzen abschmecken.

    Natürlich kann man die Tomaten kleiner würfeln und man erspart sich das verquirlen mit dem Rührstab. Als Richtgröße ca. 6-8 Tomaten und eine Zwiebel, der Rest nach Geschmack. Dazu ein frisches Baquette und da man ja mit der Tomate was gegen die freien Radikalen tut, kann man gerne ein Glas Wein dazu genießen.


  6. Youtube Tipp – “Food Inc.”

    Juni 25, 2012 by Crazy Crow

    Auf Youtube finden sich nicht nur Musikvideos, was für meiner einer sowieso weniger interessant ist. Es landen dort viele Filme oder Dokus der öffentlich-rechtlichen. So ist youtube fast sowas wie eine Mediathek.

    Einen Film möchte ich empfehlen, den ich bereits im Fernsehen gesehen habe.

    Food Inc. heißt die Dokumentation, die der verantwortungslosen Lebensmittelindustrie auf der Spur ist. Auch wenn es hier um Amerika geht, in Deutschland geht es ähnlich zu. Es braucht keiner glauben, dass bei Wiesenhof ein idyllisches Landleben vorherrscht oder der Müller von Rügenwalder noch persönlich mit dem Messer über den Bauernhof rennt um ein Schwein oder Tier zu schlachten.

    Hierzulande darf ein Schlachttier froh sein, wenn es vor der Schlachtung ordentlich getötet wird und nicht bei lebendigem Leib verbrüht wird. Jedes 10te Tier kommt lebend in den Schlachtvorgang. Da ist schächten die “humanere” Art. 10gr von 100gr Wurst oder jede 10te Scheibe Wurst stammt von einem Tier, das unbetäubt in die Schlachtung ging. 10% meines mit Wurst belegten Brotes müßten schreien vor Schmerzen. Wenn man sich diese grausame Schlachterei vor Augen führt, möchte man nicht mehr einkaufen. Anders sieht es bei den echten Handwerksbetrieben aus, also dem Schlachter vor Ort.

    Um wieder zum Thema zurück zu kommen. In dem Film geht es um Machenschaften der Lebensmittelindustrie, der verfehlten Politik und um den Betrug an dem Verbraucher, dem jede Menge Vielfalt vorgetäuscht wird, obwohl alles nur von ein paar Konzernen stammt.


  7. Bald Sammlerwert – der Kassenbon von Schlecker

    Juni 2, 2012 by Crazy Crow

    Kassenbon von Schlecker

    Am Freitag, 1. Juni 2012, beschloß die Gläubigerversammlung die Drogeriemarktkette Schlecker pleite gehen zu lassen. Insolvenzverwalter Geiwitz hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt um das Unternehmen zu retten. Mögliche Interessenten als Nachfolger für Schlecker boten zu wenig.

    Reiz und Fluch von Schlecker

    Schlecker war Synonym für die Ausbeutung von Mitarbeitern. Fast wie in keinem anderen Unternehmen wurden Schleckermitarbeiter ausgenützt und Gefahren ausgesetzt. Das hatte zwar angefangen sich zu ändern, aber der Ruf war in der Welt und einige Verbraucher kauften dort nur noch ein, wenn es gar nicht anders ging.

    Oft war es gar nicht anders möglich als bei Schlecker zu kaufen. Da sind wir schon bei dem extrem tollen Vorteil von Schlecker. Fast überall gab es eine Filiale, selbst in kleineren Dörfern oder in Stadtvierteln wo sich sonst kein Geschäft befand. Schlecker war wirklich nah am Kunden, zumindest wenn man von der räumlichen Nähe spricht. Schlecker bot für viele eine Einkaufsmöglichkeit um die Ecke ohne gleich wegen Toilettenpapier ins Auto steigen zu müssen. Für viele alte Menschen ohne Fahrmöglichkeit war Schlecker einfach der Einkaufsladen. Fast wie Tante Emma um die Ecke.

    Auch ich hatte Schlecker eine Zeit lang reichlich genutzt. Immerhin hatten die fast alles. Von Kaffee bis Zigaretten, für ein Bloggerleben unentbehrlich, bis hin zu Kerzen und Blumenerde.

    Schlecker und Arbeitsplätze

    Lassen wir mal die Bedingungen außer acht. Schlecker hatte häufig Personal das sonst auf dem heutigen Arbeitsmarkt schwer unterkommt. Ab 40 gehört man zum alten Eisen, ab 50 ist man Grabverweigerer. Schlecker bot für viele Familien den notwendigen Job um über die Runden zu kommen. Diese Jobs gibt es nicht mehr und wird es in dieser Form so schnell nicht wieder geben. Denn eines muß ich sagen, sympathischer sind mir die anderen Drogeriemarktketten nicht. Bei Rossmann und Co fehlt mir die familiäre Ausstrahlung die ein etwas zu eng geratener Schleckermarkt hat. Es war in vielen Filialen sowas wie Wohnwagenfeeling, mich hats nicht gestört. So kam ich mit der einen oder anderen holden Weiblichkeit ins Gespräch weil man sich über Wegerechte absprechen mußte.

    Man kann nur hoffen, dass die Mitarbeiter ähnlich gute Jobs finden. Immerhin haben sie hohe Eigenverantwortung erlernt. Ob das Andernorts gefragt ist, keine Ahnung. Die Mitarbeiter mußten viel durchmachen, von der ersten Insolvenzankündigung bis hin zum Hoffnungsschimmer.

    Der historische Kassenzettel

    Heute war ich bei Schlecker, nochmal Zahnbürsten für meine elektrische Zahnbürste von AS besorgt. Dieses Teil läuft seit Jahren ohne Mangel. Ein gutes Produkt, aber ohne Zahnbürste nicht zu gebrauchen, außer um summenden Lärm zu machen oder um damit in der Nase zu bohren.

    Bis Ende Juni haben die Schleckerfilialen noch geöffnet. Es wird in dieser Verkaufsphase viele Rabattaktionen geben. Also holt euch auch ein historisches Zeitdokument in Form eines Kassenzettels von Schlecker.


  8. Der goldene Windbeutel 2012

    Mai 24, 2012 by Crazy Crow

    Banner von Foodwatch

    Was zunächst wie ein Oscar klingt ist in Wahrheit ein Negativpreis für die dreisteste Werbelüge die uns Verbrauchern untergejubelt wird.

    Lebensmittelkonzerne sind auf Gewinnmaximierung aus. Das ist für ein Unternehmen ein gutes Recht. Zur Gewinnmaximierung gibt es verschiedene Wege, das reicht von Rationalisierung über geschicktes platzieren im Markt. Eine Möglichkeit wäre die Qualität zu verbessern. Tatsächlich gibt es einige Lebensmittelkonzerne die das machen, wie Frosta.

    Verbrauchertäuschung

    Die meisten Lebensmittelunternehmen gehen lieber den Weg der Qualitätsverschlechterung, bzw. die versprochene Qualität die in der Werbung suggeriert wird nicht einzuhalten. Ein anderes Wort dafür ist Verbrauchertäuschung.

    Zur Verbrauchertäuschung gehören nicht nur Dinge wie ländliches Leben per Name und Bild vortäuschen und im Endeffekt erhält man künstliche Produkte oder Waren aus Massentierhaltung. Es gibt darunter wesentlich schlimmere Dinge. Aspartam findet als künstlicher Süßstoff den Weg in die Lebensmittel. Das ist ein Tiermastmittel, aber uns verkauft man gesundes abnehmen durch Reduzierung der Kalorien. Margarine wird als Cholesterinkiller angeboten, obwohl schon längst klar ist, dass unter Umständen genau das Gegenteil der Fall ist.

    Der Einsatz eigen erfundener Gütesiegel wie “garantiert schonender Fang” sind eine Farce und nicht weiter ernst zu nehmen. Es ist die Druckfarbe nicht wert die dafür verwendet wird. Es gibt eine Vielzahl an Täuschungen an dem Kunden. Das kann durchaus gefährlich werden, speziell für Allergiker, die zum Beispiel keine Nüsse vertragen. Ob welche drin sind muß ab einer bestimmten Konzentration nicht angegeben werden.

    Abstimmung im Internet

    Diesen Verbrauchertäuschungen ist Foodwatch seit vielen Jahren auf der Spur und vergibt den Negativpreis “der goldene Windbeutel”. Die Abstimmung über die frechste Werbelüge erfolgt auf den Seiten von abgespeist.de

    Der Preis, der anfänglich von der Lebensmittelindustrie belächelt wurde, wird inzwischen gefürchtet.
    Hier gehts zum witzig-ironischen Video zur  Abstimmung.

    (Banner von abgespeist.de)


  9. Ein Auto darf nicht bellen

    April 26, 2012 by Crazy Crow

    OhrEine EU-Komission kümmert sich um die Geräusche die ein Auto zu machen hat, bzw. welche Geräusche ein Auto nicht machen darf. Das klingt zunächst etwas seltsam, hat aber in dem Fall seine Richtigkeit. Es geht um geräuschlose E-Autos. Bereits vor über einem Jahr hat sich die UNO darüber Gedanken gemacht.

    Elektroautos sind nahezu geräuschlos, vor allem unter 30km/h. Bei dieser Geschwindigkeit ist das Reifenabrollgeräusch verschwindend gering, so dass das Auto geräuschlos dahingleitet. Schnell wird vom Fußgänger oder Radfahrer das Auto überhört und man befürchtet steigende Unfallzahlen. Besonders gefährlich kann das für Blinde oder Sehbehinderte werden, die sich sehr stark an Geräuschen orientieren.

    Tatsächlich ist es so, dass wir uns sehr an Geräuschen im Straßenverkehr orientieren. Geräusche warnen uns vor Gefahren. Da unser Blick nach vorne gerichtet ist, können wir optisch nicht mehr wahrnehmen was seitlich oder hinten von uns passiert. Wir können zwar bedingt Bewegungen im seitlichen Bereich wahrnehmen und reagieren, doch die Eindrücke sind vielfältig und der Seitenblick ist begrenzt.

    Daher ist es folgerichtig über Geräusche beim Elektroauto nachzudenken. Doch nicht nur die Elektroautos sind geräuschlos unterwegs, auch die Pedelecs sind schnell unterwegs und können durchaus im Stadtverkehr mit dem Auto mithalten. Für Pedelacs sind allerdings keine verpflichtende Geräusche geplant.

    Geplant ist, dass das Auto vom anfahren bis 20 km/h automatisch Geräusche erzeugt. Verschiedene Hersteller haben bereits mit Geräuschen experimentiert und bei der IAA vorgestellt. So kommt VW mit einem brüllenden Geräusch daher, die Firma Tesla bietet eine Palette von einem blubbernden V8 bis hin zum spacigen Warpgeräusch. Jeder kann sich nun wie Picard von der Enterprise fühlen (wobei ich betonen möchte, im Weltraum gibt es keine Geräusche zu hören, es fehlt die Luft als Überträger. Daher ist es fraglich, woher man weiß wie die Enterprise klingt. Ja, ich bin manchmal kleinlich).

    Allerdings dürfen die Geräusche nicht willkürlich gewählt sein. Ein bellendes Auto begegnet einem katzenfauchendem Auto gefolgt von einem trötendem Elefanten und einem lauten Wasserfall oder vielleicht hinterher gezogenen Konservendosen. Das wäre Kontroproduktiv, daher ist meiner Meinung nach eine Findung über die Geräusche sinnvoll. Es darf aber ruhig etwas leiser sein als die bisherigen Autos.

    Wer ganz sicher gehört werden will, der sollte heiraten und sich leere Konservendosen hinter das Auto hängen.


  10. Wiesenhof – Mc Donald verzichtet

    März 10, 2012 by Crazy Crow

     Wiesenhof, idyllisches Logo im Vordergrung, im Hintergrund genau das Gegenteil.

    Ein Hyieneproblem nach dem anderen zieht bei Wiesenhof ein. Heraus kommt bakteriell befallenes Fleisch, das gegen Antibiotika resistent ist. So etwas darf nicht sein, es gefährdet Abertausende Menschenleben.

    Aigner zuckt mit den Schultern

    Das weiß auch Aigner, aber der ist das egal. Die ruft höchstens “weiter so”. Ich bin so froh, wenn diese Frau nicht mehr im Amt ist. Den Schaden den diese Frau angerichtet hat, wird man lange nicht reparieren können. Schluß mit der Aigner hier im Blog, Wut und Galle gibt es in meinem anderen Blog.

    Anlage bereits mehrfach auffällig

    Bei einer Begehung der geschlossenen Anlage in Möckern / Sachsen Anhalt konnten die Lebensmittelkontrolleure keine Beanstandung mehr feststellen, verweigerten aber jede Auskunft über den Anlass der Schließung.

    In dem Betrieb, in dem jährlich 40 Millionen Hühnchen (täglich 110.000; stündlich 4600) geschlachtet werden ist bereits mehrfach auffällig geworden. Für diesen Hyieneverstoß mußte der Betrieb 100.000€ bezahlen.

    System Wiesenhof – ARD Sendung

    Der BUND hat bereits zu Anfang dieses Jahres bei einer Stichprobenkontrolle beanstandet, dass bei Wiesenhofhähnchen in den Supermärkten bakteriell verseuchte Ware gefunden wurde. Nach der Sendung “Sytem Wiesenhof” von der ARD entbrannte eine heftige Debatte über Tierquälerei in den Mast- und Schlachtbetrieben. Der Konzern bestritt, wie soll es auch anders sein, von den Zuständen gewußt zu haben. Sie warf den Machern eine Hetzkampagne vor. Lieber “Herr Wiesenhof”, wer so mit Tieren umgeht, wer schon einmal gesehen hat, wie sie Tiere behandeln, der kommt um einen Würgreiz nicht umhin.

    Mc Donald und die Schweiz reagieren

    Mc Donald hat reagiert und bezieht aktuell keine Hühnchen mehr von Wiesenhof. Mc Donald will damit einen Imageschaden vorbeugen. Das ist zumindest handeln in richtiger Richtung. Schweizer Supermarktketten haben seit dem bekannt werden der bakteriellen Verseuchung ein Verkaufsverbot erlassen. Die deutschen Supermärkte wollen Wiesenhof die Gelegenheit geben, die Mängel zu beheben und verkaufen munter weiter. Der deutsche Kaufmann, der mal hoch geschätzt war, scheint ausgewandert zu sein.