Sturmtief Andrea

Keine Panik vor Schwestern

Ich könnte auch von einem Sturmtief Schwesterherz sprechen. Endlich kann ich mir merken, wer für eine Schneise der Verwüstung verantwortlich ist. Schneise ist etwas niedlich, es ist großflächig, besser noch ganzflächig.

Diese Verknüpfung von einer Schwester mit einem Sturm ist wieder typisch Bruder werden viele Schwestern aufschreien und zu den Steinen greifen. Ganz ruhig, ich bin kein Schwesternhasser, den hübschesten von euch gewähre ich gerne die eine oder andere Stunde mit mir.

So ein Sturmtief ist auch irgendwann vorbei. Das erlebte ich oft als Bruder. Und tatsächlich, nachdem Türen knallen der Casettenrecorder seine Flugstunde hinter sich hatte und ich dafür von den Eltern den Anschiss bekam, war wieder himmliche Ruhe. Ruhe wie im Auge des Orkans. Wenn man nur wüßte, wo das Auge immer ist, man könnte mitlaufen. Aber das haben Sturmtiefs und Schwestern gemein, man weiß nicht genau wann und wo sie zuschlagen.

Und wieso denke ich bei Andrea nicht an Nahles? Das Jahr ist noch jung und ich will es mir nicht jetzt schon versauen.

Nachtrag: Schwester hat das wohl gelesen, das Radio spricht nicht mehr von einem Sturmtief, sondern von einem Orkantief. Unklar ist mir noch, ob es ein Wintersturm ist, oder wegen der Temperaturen schon ein Frühlingssturm.

Sturmflut am Dollart – 9. Dezember

WindDer 9te Dezember hat es in sich. Sturmfluten für die ganze Nordseeküste wurden vorhergesagt. Fährverbindungen wurden eingestellt, exponierte Brücken wurden für den Verkehr eingeschränkt.

Diese Aufnahmen sind vom Dollart, gegenüber von Emden.
Zur Mittagsflut wurde ein Stand von knapp 2m über Normal vorhergesagt. Die Nachtflut soll um einiges stärker werden.

Die Aufnahmen entstanden gegen 11 Uhr und gegen 12:30.
Um 11 Uhr war es kaum möglich sich am Deich aufzuhalten. Die Flut wurde von Sturm und Hagel begleitet. Man konnte am Horizont erkennen, wie weit die Flut die Ems hochgestiegen ist. Der Flutspitze folgte eine dunkle Regenwand.

Erst gegen 12 Uhr konnte man sich wieder auf den Deich wagen, bzw. wieder normal Luft holen. Da ist auch die Flut schon um einiges wieder zurück gegangen, wie man an den Markierungen, die die Sturmflut hinterlassen hat, sehen kann.

Euer patschnasser Frontreporter.

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