Kuh Paula verliert gegen Flecki

Über den Prozess von Dr. Oetker mit seiner Cash Cow Paula gegen Flecki von Aldi habe ich berichtet.

In dem Patent -und Geschmacksmuster Prozess ging es darum, ob Aldi seinen Pudding mit Flecken vom Markt zurücknehmen muß oder ob Paula alleine die Weiden abgrasen darf.

Dr. Oetker führt ins Feld, dass sich das Produkt von Aldi zu sehr der Paula ähnlich sieht. Dr. Oetker hat das technische Verfahren wie Geschmacksmuster eintragen lassen.

Die Richter sahen keine Verletzung der bestehenden Geschmacksmusterrechte. Die Unterschiede zwischen Paula und Flecki seihen groß genug. Die Klage von Dr. Oetker wurde zurück gewiesen. Ab nun muß Paula sich die Puddingweidegründe mit Flecki teilen.

Cash Cow Paula

Pudding Paula von Dr. OetkerDr. Oetker, seines Zeichens einst ein Apotheker – jetzt Lebensmittelgigant, hat eine Kuh im Sortiment. Kuh Paula schlabbert mit Flecken und hipper Sonnenbrille millionenfach aus den Kühlregalen. Kuh Paula gehört zu den Produkten, das sich seit Jahren steigender Verkaufszahlen erfreut.

Und so könnte das Leben im Kuhregal beschaulich weiter gehen, wenn Paula nicht Zuwachs bekommen hätte. Leider nicht im eigenen Puddingstall, sondern bei Aldi Süd steht die Puddingkonkurrenz. Flecki heißt die schwarz-weiße Kuh und kann somit kein Verwandter von Paula sein.

Geschmacksmuster

Seit 2006 gibt es Paula mit den Flecken im Pudding. Dr. Oetker hat sich das Verfahren patentieren lassen und hat unzählige Geschmacksmuster beim Marken- und Patentamt in München eintragen lassen. Darunter nicht nur Kuhflecken, sondern auch Sterne, Herzchen, Streifen und vieles mehr.

Dr. Oetker klagt, dass Flecki von Aldi-Süd das Geschmacksmuster verletzt. Die zuständige Richterin hat sich die Eintragungen angesehen, die palettenweise ins Gericht geschleppt wurden.  Die Urteilsverkündung ist auf den 1.März festgesetzt. Die vorläufige Äußerung der Richterin ist, dass die Flecken von Flecki nicht so trennscharf und gleichmäßig verteilt sind, wie bei der Mutter aller Fleckenpuddings. Eine Geschmacksprüfung findet nicht statt.

Die Kuh Paula hat es mit einer eigenen Webseite in die Welt des Internets geschafft.

Landwirtschaft als Umweltsünder

Die schöne bunte Werbewelt täuscht gewaltig über das tatsächliche Leben einer Kuh im Industriebetrieb Bauernhof hinweg. Den idyllischen Handwerksbetrieb mit einem Landwirt und der Mistgabel gibt es sogut wie nicht mehr. Massentierhaltung, Medikamentengaben und Überdüngung der Böden durch Gülle mit Verseuchung des Grundwassers ist die tatsächliche Welt der Landwirtschaft, die als größter Umweltverschmutzer in Deutschland gilt. Aigner und Sonnleitner sind die Treiber dieser Art von Landwirtschaft.

(Quellen: Handelsblatt, SZ, Designschutznews)