Gedanken auf dem Klo – Teil 1

Kurze Denkpause – für mehr reicht es nicht wenns mal wieder hart auf hart kommt und der Körper mit dem Überleben ringt wie beim Waterboarding.

In den Press – Zwischenpausen, wenn das Blut im Kopf langsam wieder dem Hirn Platz macht und frische Luft in die Lungen strömt, erfährt der Körper einen euphorischen Schub – er hat überlebt.

Das sind die Momente, wo alle Nervenenden auf Leben eingestellt sind und das Hirn keine Grenzen mehr kennt, auch nicht für den größten Scheiß. Blitzschnell holt es längst vergessene Fragen an die Oberfläche, testet sich selbst auf Funktionen, will teilhaben am Leben. Und das so schnell wie möglich, denn es weiß, der nächste Schub in der die Augen gerade noch so in der Augenhöhle verbleiben und den Kopf ohne weiteres als rot-leuchtende St.-Martinslaterne durchgehen läßt, kommt bestimmt.

In dieser Überlebensphase, in dieser Freischwingung des Hirns werden uns auf einmal Zusammenhänge klar, wo es keine gibt. Tauchen Bilder auf, wo sie nicht hingehören und werden die waghalsigsten Theorien entwickelt, die locker für eine Sicherungsverwahrung reichen.

An diesen Gedanken auf dem Klo will ich euch teilhaben lassen. So haben es mir Stimmen in einer Überlebensphase zugeflüstert. Teile diese Gedanken mit der Welt und einige Psychopathen werden sich schlagartig normaler fühlen. Ein großer Schritt für die Menschheit, ein kleiner Stuhlgang für mich.

An einem grauen Novembervormittag:

Verschwörungstheorie: Wieso gibt es Fugen, die kurz vor der Türkante aufhören? Ging das Acryl aus? Das muß von der Baustofflobby genau berechnet worden sein. So muß man für 5mm nochmal eine Tube kaufen.

Das Loch im Socken war gestern doch noch nicht auf der rechten Seite. Vielleicht sollte ich die Füße anders herum stellen, dann stimmts wieder.

Brauchen Stimmen im Kopf Platz? Und wenn ja, hören Dumpfbacken mehr Stimmen, weil mehr Platz vorhanden ist?

Verschwörungstheorie: Der Postbote kommt mit dem heiß ersehnten Paket dann, wenn ich auf der Schüssel sitze. Das Paket kann ich natürlich erst morgen in der 20km entfernten Poststelle abholen. Der Postbote lässt mich beobachten und kommt im passenden Moment um die Ecke.

Wieviel Leute haben in Ostfriesland gearbeitet, um die Hügel und Berge beiseite zu schaffen? Zwecks Arbeitslosigkeit muß ein neues Beschäftigungsprogramm her. Am besten die Berge wieder hinbauen, dann spart man sich die Deiche.

Roland Engert

Danke fürs lesen. ||
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In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

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