Wenn Praißn bayrisch redn

Seit nunmehr über einem Jahr lebe ich in Ostfriesland. Etwas Dialekt ist geblieben, ausgeprägt war er nie. Zu meiner Zeit war Dialekt verpönt. Aber eine Sprachfarbe hat man doch. Bei mir ist es bayrisch und etwas fränkisch.

Damit wird man sofort erkannt. Fast jeder stellt die Frage: „Du kommst nicht von hier, oder?“

Was soll ich sagen? Recht hat der Frager. Als nächstes wollen viele mit mir bayrisch reden oder kommen mit bayrischen Sprachfetzen wie: „Host mi“. Ich kanns aber nicht. Außerdem gibt es in Bayern unzählige Dialekte und Variationen.

Um über das „Host mi“ und den „Oachkatzlschwoaf“ hinaus zu kommen, habe ich mich entschlossen, eine kleines Lexikon an Redewendungen und Worten zu erstellen. So dürfte beiden Seiten geholfen sein. Dem Ostfriesen, der damit vom unverständlichen Platt ins unverständliche bayrisch wechselt und ich habe meine Freude an den Verkrampfungen der Zungen und Gesichter. Auffe gehts!

Die zweithäufigste Frage: „Bist du ein Bayernfan“
Nein! Ich interessiere mich überhaupt nicht für Fußball, weder für Bremen noch für Bayern München.
Habts mi?

Bezahlte Betriebsbesichtigung

StauNormalerweise sind Betriebsbesichtigungen kostenfrei und dienen der positiven Öffentlichkeitsarbeit.

Anders bei den Bauunternehmen auf der Autobahn. Im Schritttempo kann der Maschinenpark besichtigt werden und zumindest die LKW´s bezahlen für diese Besichtigungsfahrt. Auch scheint es als ob einige Unternehmen Öffentlichkeitsscheu sind und die Arbeiter verstecken sich. Dabei könnte man sich ohne weiteres auch Nachtarbeit leisten, denn die Straßen sind mehrfach bezahlt und die Maut spült genügend Geld in die Kassen.

In diese Kasse soll zukünftig der normale Autofahrer einzahlen. Schließlich will die Betriebsbesichtigung bezahlt sein.
Dabei zahlen wir ja schon kräftig. Jeder Artikel den wir kaufen ist mit einer Umlage belastet, zusätzlich entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden im Jahr von ca. 100 Mrd. Euro. Nicht mitgerechnet ist der unnötige CO2 – Ausstoß, den wir ja auch irgendwie bezahlen. Mit CO2- Sparsamkeitsapellen und Umweltplaketten ausgestattet werden wir in den Stau geschickt, oftmals bürokratisch gewollt und provoziert.

Nein, vermeiden lassen sich die Baustellen nicht, aber es lässt sich sehr viel verbessern an Planung und Dauer der Baustellen.

Könnens private Autobahnbetreiber besser?
Diese wiederum sind taub gegen die Appelle an Verkehrssicherheit. Siehe die Todesautobahn A1.

Links:
A1, auch Todesautobahn genannt
Ramsauer sieht im LKW Überholverbot die Lösung für Fehlplanungen

Sommerloch

Sommerloch

Eine Menge gäbe es zu schreiben, ob über die Fifa-WM, die Dop de Francé, warum Frauen 2 Brüste haben, Klimawandel oder die Hundstage, die zwischen dem 23.7. und 23.8. liegen. Es sind die heißesten Tage im Jahr.

Als ob wir nicht jetzt schon über die Hitze stöhnen.
Findet ein ordentlicher Winter statt, so ist es uns zu kalt, kommt endlich der Sommer, so ist es zu heiß.
An diese Schwankungen werden wir uns gewöhnen müssen und auch an die Sommerlöcher, die jetzt wie schwarze Löcher durch die Lande ziehen und die geistige Materie in sich hineinsaugen, diese durchmischen und Krokodile in Rhein und Baggersee ausstoßen. Warten wir noch auf Nessie und ein UFO, dann wissen wir ganz sicher, dass wir im Sommerloch angekommen sind.

PS.:  Aus dem Sommer ist nicht so richtig was geworden. Gerade der August war nicht so, wie er sein könnte. Und für die Sommerlochstorys gab es nicht viel Raum, Brände und Überschwemmungen füllten die Schlagzeilen.

Ich bin gegen…

…Vuvuzelas, die Fifa und somit gegen die WM. Ich bin dagegen, sonnige Sonntagnachmittage vor dem Fernseher zu verbringen und auch Public viewing mag ich nicht. Denn ich bin weder F1 noch Fußballfan.

Doch am 27. Juni bin ich meinen Prinzipien untreu geworden.
Die Umgebung machte den Eindruck, als ob sie entsiedelt sei und sämtliche Fähren den Betrieb eingestellt haben. Es fehlten nur noch die durch die Straße rollenden Büsche, die in jedem Western vorkommen. Einzig und alleine ein einsamer Traktor in der Ferne, der seine Kreise zum Heumachen zog, war zu hören.

Auch bin ich dagegen von „wir“ zu sprechen, denn es sind 11 Männer, gewählt von einem Trainer. Ich hatte keinerlei Einfluß darauf, wer dort auftritt. Doch auch dieses habe ich für einen Augenblick über Bord geworfen und hatte das Gefühl: „Wir haben gewonnen“.

Da diesen Rausch wohl die meisten in Deutschland erleben, ist die Stimmung entsprechend gut. Für einen Moment treten Weltwirtschaftskrise, Sparprogramm und Bundespräsidentenwahl in den Hintergrund.

Ich gratuliere der deutschen Mannschaft, also auch mir, zu diesem grandiosen Spiel.