Die Sache mit KT Guttenberg

Wir alle kennen diesen Fall, schließlich wird er seit Tagen, Stunde um Stunde breitgetreten.
Emsig ereifern sich die politischen Gegner und zeigen große Lust am nachtreten. Ausnehmen möchte ich mitunter namentlich Gysi bei einer Pressekonferenz der Linken, der klar den Rücktritt begrüßt hat, allerdings sich sicher ist, dass KT in ein paar Jahren wieder auf der politischen Bühne zu finden ist. Fast alle anderen Politiker übten sich im nachtreten wenn jemand am Boden liegt. Man könnte diese in eine Reihe mit den S-Bahntätern stellen.

Dieses Nachtreten macht den Eindruck wie: Seht her ihr Wähler, dort liegt euer beliebter, aber unwürdiger Politiker. Kommt in meine Arme, bei mir geht es euch gut. Wir führen weiterhin eine Politik der Grauheit und Langeweile. Wir sind weiterhin doppelzüngig.

Ja, das politische Establishment hat sich bedrängt gefühlt. So schön die Zeiten, als man Parteien gewählt hat. Heute ist der Wahlbürger eher an der Person ausgerichtet. Um aber eine Person zu wählen muß man die Partei mitwählen.

Freiherr zu Guttenberg hat die neuen Zeichen erkannt wie man Politik macht. Zwar kann auch KT nur mit Wasser kochen, aber das transparenter und volksnäher. Andere kochen Wasser und bezeichnen dieses als Staatsgeheimnis.

Das ist genau, weshalb Freiherr zu Guttenberg beliebt ist und viel Vertrauen genießt, trotz einer fragwürdigen Doktorarbeit. Er ist transparenter, jünger und medienpräsenter als seine polischen Mitstreiter. Und er vergißt nicht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Ein anderer möglicher Grund der Beliebtheit mag der heimliche Wunsch der Deutschen nach einer Monarchie sein. Freiherr zu Guttenberg kommt diesem Ideal scheinbar sehr nahe.

Der Bevölkerung ist es scheinbar nicht so wichtig, ob eine „geschummelte“ Doktorarbeit aufgedeckt wurde. Auch wenn man von Glaubwürdigkeit und gebrochenem Ehrenwort spricht.  Denke ich darüber nach, so hat er zunächst niemanden damit geschadet. Zum Beispiel so geschadet wie die Einführung von E10. Das schadet der Umwelt, dem Geldbeutel, dem Autofahrer. Scheinbar ist aber der Nutzen für ein paar so groß, dass es wichtig genug ist, sich über Hunderttausende hinwegzusetzen. Wie ist es mit Beck, der 300 Mio in eine Autorennstrecke versenkt und kein Wort der Entschuldigung findet? (Das war jetzt ein paar Beispiele der Doppelzüngigkeit).

Roland Engert

Danke fürs lesen. ||
Wenns gefallen hat würde ich mich über einen Klick bei Twitter, Facebook oder Google+ freuen. Der Lohn eines armen Bloggers sind Likes, G+ oder Netzgezwitscher. ||
In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg