Blogparade – was ist das?

Parade

Eine Parade löst in mir immer Bilder von Luftballons, Musikkapellen und einem bunten Umzug aus.

Im Prinzip ist eine Blogparade soetwas wie eine Parade. Viele Blogger widmen sich einem einzigen Thema. Die Umsetzung ist dann bunt und vielfältig.

Namensgebung

Ursprünglich hieß diese Art des bloggens Blogcarnival. Als diese Welle nach Deutschland überschwappte taufte man das in Blogkarneval um.

Da es um diesen Begriff ständig Streit und Unmut gab, wurde eine größere Umfrage mit mehreren Vorschlägen gestartet und Blogparade hatte knapp die Nase vorne. Ausführlich hat Blogparade.de, eine Seite die sich nur um Blogparaden kümmert und als zentrale Anlaufstelle fungiert, diese Historie zusammen getragen.

Was ist nun eine Blogparade?

Eine Blogparade ist eine zeitlich begrenzte Aktion die von einem Blogger angestoßen wird. Viele Blogger reagieren darauf und nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit faßt der Initiator die Ergebnisse zusammen. Eine Blogparade kann jeder ins Leben rufen.

Im Prinzip läuft eine Blogparade nach folgendem Muster ab. Ein Blogger stellt in seinem Blog eine Frage, zum Beispiel: „Was ist eure Lieblingsfarbe und warum?“ Diejenigen Blogger die meinen das Thema ist interessant, greifen das Thema auf und schreiben in ihrem eigenen Blog einen Beitrag zum vorgegebenen Thema, in dem Fall „Lieblingsfarbe“.

Soweit wäre das noch keine Parade, denn das würde untergehen, selbst wenn 100 Blogger daran teilnehmen. Das ganze muß noch vernetzt werden. Dazu trägt jeder seinen Teil bei.

Der teilnehmende Blogger, also der etwas über seine Lieblingsfarbe schreibt, verweist in seinem Artikel auf die Blogparade und die Ursprungsseite.

Der Initiator der Blogparade, der also die Frage nach der Lieblingsfarbe gestellt hat, kann mehrere Wege gehen. Er kann darum bitten dass alle Teilnehmer einen Link in den Kommentaren hinterlassen oder er versucht das durch die automatischen Pingbacks herauszufinden wer teilgenommen hat. Das hängt sehr stark vom Zulauf ab. Hunderte Pingbacks kann man schlecht durchforsten und ich selbst lese auch lieber Kommentare als Pingbacks. Jedenfalls wird der Initiator sich dazu äußern, es sind seine die Spielregeln die der Initiator vorgibt.

Es wird vom Initiator nach „Spielende“ ein Artikel verfasst das die unterschiedlichen Meinungen und Ergebnisse der teilnehmenden Blogger zusammen fasst. Das kann in dem Fall sowas wie eine Statistik sein welches die häufigsten Lieblingsfarben sind und etwas aus der Farbpsychologie. Was sich halt so aus den Artikeln ergibt.

Es dürfte jedem klar sein, dass es hier nicht um Linkgeiz geht, es geht um gegenseitige Verlinkung, darum dass man eventuell den einen oder anderen Leser gewinnt und den einen oder anderen Blog kennen lernt.

Damit wären wir auch schon beim Sinn der Blogparaden.

Vor- und Nachteile von Blogparaden

Viele Blogger kämpfen hin und wieder mit der Themenfindung und der Schreibblockade. Es ist nicht immer einfach ein Thema aufzugreifen und etwas darüber zu schreiben. Eine Blogparade ist ein guter Anlass für einen Artikel.

Es findet eine gegenseitige Verlinkung statt, was für teilnehmende Blogger wie auch für den Initiator in Sachen Backlinks zum Vorteil gereicht. Dadurch dass man seinen Artikel in den Kommentaren hinterlässt, lesen einen andere Blogger die auch zu diesem Thema geschrieben haben. Die sind neugierig und lesen möglicherweise deinen Blog. So kann man den einen oder anderen Blogger gewinnen. Selber liest man natürlich auch die Beiträge anderer Blogger und entdeckt den einen oder anderen interessanten Blog. Eine Vernetzung findet statt.

  • hilft gegen Schreibblockaden
  • gegenseitige Verlinkung
  • Lesergewinnung
  • Vernetzung

Nachteile sehen vor allem SEO Optimierer die ausgehende Links im Auge haben. Es soll ja die eigene Seite dadurch geschwächt werden dass ausgehende Links etwas vom eigenen Pagerank (SEOisten mögen mir die laienhafte Darstellung verzeihen) vererbt. Verlinkungen zu falschen Seiten können den eigenen Pagerank negativ beeinflussen. Wir reden hier allerdings nur von Google. Solange wir uns von Google vorschreiben lassen was wir zu tun haben wird Google das auch machen.

Dass aber eine Seite nicht nur von aus- und eingehenden Links lebt, sondern auch von Lesern die man zum Beispiel durch Blogparaden gewinnen kann, wird häufig übersehen. Jedenfalls eröffnen namhafte Blogger in Deutschland regelmäßig Blogparaden. So schlimm kann es also nicht sein. Dennoch zur Vervollständigung die Liste der Nachteile

  • Linkproblem, SEO (kurz Google)

Sollten noch mehrere Probleme oder Nachteile durch Blogparaden bekannt sein, so würde ich mich freuen wenn dieses in den Kommentaren kund getan werden. Mir fallen im Augenblick keine ein.

verwandte „Bloggerspiele“

es gibt einige Bloggerspiele / Runden dieser Art die eine Vernetzung der Blogs untereinander zum Ziel haben.

Das bekannteste ist das Stöckchenspiel. Hier werden konkrete Fragen gestellt die konkret beantwortet werden sollen. Derjenige der die Fragen beantwortet hat lädt bestimmte Blogger ein das Stöckchen aufzunehmen und selbst in seinem Blog zu beantworten. Es kann allerdings passieren dass es nicht weiter die Runde macht. Wer so ein verwaistes Stöckchen findet kann uneingeladen weiter machen. Eine gute Beschreibung ist Stefan Waidele zu finden.

Im großen und ganzen finde ich diese Konzepte interessant, vor allem die Blogparaden.

Roland Engert

Danke fürs lesen. || Wenns gefallen hat würde ich mich über einen Klick bei Twitter, Facebook oder Google+ freuen. Der Lohn eines armen Bloggers sind Likes, G+ oder Netzgezwitscher. || In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

6 Kommentare zu “Blogparade – was ist das?

  1. Was für Wortschöpfungen rund um das Bloggen es doch gibt. Aha-Effekt ist angekommen und ja ich gebe zu, auch ich kämpfe hin und wieder mit Schreibunlust und dem Finden von Themen… oder einfach auch dem Rauslassen was gerade so läuft. Das bekannte Blog-Stöckchen habe ich gelegentlich auch zum Anlass genommen um eins zu schreiben und zu werfen ;-). Kommt auch immer auf das Thema an, um den kreaviten Schub zu entfalten.
    lg
    Susi

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