Daten sind lieb und teuer

Der Datenhandel scheint unerreichte Höhenflüge zu erreichen.
Neben Google und der Datenvorratsspeicherung liegen Daten aus der Schweiz hoch im Kurs.
Und letztere werden gerne gekauft. Die Begründung über alle Bedenken hinweg: „Wir müssen jedem Hinweis nachgehen“.

Steuerhinterziehung, anders gesagt: Das Geld der Steuerverschwendung entziehen; ist Volkssport Nummer 1 für diejenigen, die es bewusst machen.
Die meisten Fehler dürften wohl unbewußt geschehen und das hat nichts mehr mit Volkssport zu tun. Das komplizierte Steuersystem lässt fast nur zu, dass man Fehler bei der Steuererklärung begeht.

Sozusagen zwangsweise per Staatsverordnung kriminell.
Wen wundert es da, dass der Staat selbst so handelt.

Wer also das Telefonbuch abschreibt, diese Daten abspeichert und dem Staat als Steuersünderdatei anbietet, der hat auf alle Fälle Steuersünder erfasst, denn ganz sicher befinden sich Selbige darunter.
Und was muß der Staat machen? Ja, er müsste versuchen in den Besitz der DatenCD zu kommen, denn er muß ja laut seiner eigenen Begründung jedem Verdacht nach gehen.

Und was wird die nächste Sonntagsrede sein?
Die schöne Phrase ohne Handlungsverpflichtung: „Wir müssen mehr für die Bildung tun“ wird wohl die nächste Zeit abgelöst werden von „Wir sorgen für ein vereinfachtes Steuersystem, wir sorgen für Entbürokratisierung“.
Die Reden sind schon alle geschrieben, seit Jahrzehnten.

Mein Tipp an die Datendiebe:
Stellt die CD zur Versteigerung. Vielleicht zahlt die Schweiz mehr als der deutsche Fiskus.

Trauung am 10.10.2010

Es bieten sich immer wieder besondere Tage zur Hochzeit an, ob 20.07.2007 oder 20.09.2009.
So gibt es auch im Jahr 2010 beliebte Termine. Das sind der 10.10.2010 und der 20.10.2010.
Wer sich für den 10.10.2010 entscheidet, sollte bedenken, dass dieses ein Sonntag ist und das Standesamt möglicherweise geschlossen bleibt.
Generell ist es so, dass Sonntage und gesetzliche Feiertage grundsätzlich geschützt sind und der Arbeitsruhe dienen. Darauf weisen diverse Rundschreiben der Innenministerien hin. Also vorher beim Standesamt erkundigen, notfalls auf ein anderes Standesamt ausweichen. Es gibt inzwischen genug Standesämter, die jetzt bereits zusagen, an diesem Tag geöffnet zu haben.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wieso es verkaufsoffene Sonntage gibt, wenn doch diese Tage der Arbeitsruhe gelten sollen.

Suchen, ohne die IP weiter zu geben

Die einstige Kultsuchmaschine Google, damals smart, schlicht und sympathisch, ist vielen inzwischen nicht mehr geheuer.
Von der Datenkrake ist die Rede. Verdächtig macht sich der, der Google nicht benutzt, so war schon zu hören. So jemand muß etwas zu verbergen haben.

Es gibt viele Suchmaschinen, mehr oder weniger gut, meist weniger.
Es gibt Cuil, von einem Googleaussteiger; Bing, Yahoo, um nur einige zu nennen.
Mein Favorit, da er keine IP-Adressen speichert ist ixquick.
Ixquick schützt die Privatsphäre und wurde dafür sogar mit dem europäschischen Datenschutzgütesiegel ausgezeichnet.
Ixquick ist inzwischen die leistungsstärkste Suchmaschine und hat einige Features, was die Qualität der Suchergebnisse anbelangt.

Ostfriesland im Winter

Wer hätte das gedacht, dass ich das erleben darf.
Im Spätsommer als sogenannter „Bergler“ in die flachste Gegend Deutschlands gezogen mit dem Begleitsatz: „Dort gibt es keinen Schnee“

Ich kam mir vor wie der Postbote im Film „Willkommen bei den Schtis“

In dem Film wird ein Postbote in eine Gegend versetzt in die keiner will weil die Leute einen fürchterlichen Dialekt sprechen, die Landschaft ganz anders ist und es häufig regnet.

Im Endeffekt wird das zu seinem größten Abenteuer und er findet viele Freunde.

Ähnlich ist es hier, anderer Dialekt und ein ungewohntes Wetter. Vor allem wurde mir gesagt, es gibt in Ostfriesland keinen Winter.

Mein Schneetanz hat gewirkt, die weite Landschaft ist in ein weiß getaucht. Der stärkste Schneefall seit langem.

Es geht um den Winter 2009 / 2010

Galerie oder Gallerie?

Bei der Erstellung einer Seite stößt man früher oder später auf gallery oder Gallerie.
Galerie wird mit einem „l“ geschrieben, so zeigt es der Duden unmissverständlich auf.

Das Wort Galerie ist zwar auf das italienische galleria (= langer, gedeckter Säulengang) und auf das lateinische galilea (= Vorhalle einer Kirche) zurückzuführen, wurde aber aus dem französischen galérie entlehnt. Stammwort ist wohl der biblische Name Galiläa (das heidnische Land, im Gegensatz zu Judäa), mit dem man seit dem 10. Jh., zunächst in Rom, die Vorhallen von Kirchen bezeichnete, in denen die Heiden, die sog. Galiläer, herumlungerten. Im Gegensatz zum englischen gallery wird Galerie im Deutschen nur mit einem l geschrieben.

Quelle: Wörterblog

Von Weihnachten, Sylvester, den Wünschen und dem schlechten Gewissen

Vorweihnachtsstress, Familienstress an Weihnachten, einige Kilos zuviel, was schenke ich, was kann der Beschenkte unmöglich übertrumpfen. Wen darf ich nicht vergessen, wer erhält eine Karte, wer erhält eine Mail, wen muß ich unbedingt anrufen. Die meisten kennen diese Situationen oder in ähnlicher Form.

Fragt man die Leute, so wird man immer die Antwort erhalten: „Nein, ich nicht. Das sind die anderen“.
Jeder wird dieses weit von sich weisen, als ob es eine Sünde wäre sich von dem Konsumrausch und den Verpflichtungen in Beschlag nehmen zu lassen. Also tun es die Leute heimlich und was man heimlich tut, macht man mit schlechtem Gewissen. Soll doch Weihnachten eine „state“ Zeit sein, wie man im bayerischen sagt; die besinnliche und ruhige Zeit.

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