Wetterbilder KW 1 / 2014

Gänseblümchen
Gänseblümchen Anfang Januar

Hier kommt sie, die erste Wettergalerie im Jahre 2014.

Vom Winter weit und breit keine Spur. Ich frage mich ob ich jemals schon so einen milden Winter in Deutschland erlebt habe. Am Sonntag, 5. Januar, saß ich mit T-Shirt auf der Terrasse. Lag daran dass an diesem Tag kaum Wind ging. Die anderen Tage waren etwas kühler, vor allem windiger. 

Es hat in dieser Woche natürlich auch geregnet. Der Boden kann kaum mehr Wasser aufnehmen. Auf der Wiese des Bauern hinter uns schwimmen die Enten in großen Pfützen.

Wenn ich mit den Hunden unterwegs bin dann entdecke ich immer noch Blühpflanzen, vornehmlich Löwenzahn und Gänseblümchen. Blütenzauber Anfang Januar – ich würde lieber Eisblumen sehen.

Wetteraussichten und Bauernregeln

Wie sah es eigentlich mit den Wintervorhersagen aus? Was sagen aktuelle Vorhersagen für die nächste Woche? Was sagt der Nachbar und mein Projekt „Wetterkerze“?

Die Vorhersagen für den Winter 2013 / 2014 lagen deutlich daneben. Es wurde von einem langen und eisigen Winter gesprochen. Das hätte sich auch mit dem Bauernkalender gedeckt. Doch zur Zeit ist nichts davon eingetroffen.

Aktuelle Vorhersagen für den Winter können sich nicht ganz einigen. Eines ist sicher, in Skandinavien wird es eisig. Alleine die Frage ob diese kalten Luftmassen auch den Weg nach Süden finden ist offen. Und da könnte das atlantische Wettersystem etwas dagegen haben. Ein Kampf zweier Giganten, gewinnt Skandinavien dann wird es richtig kalt.

Quatembertage

Doch momentan weht der Wind genau aus anderer Richtung. Der winterübliche Nordostwind ist ein seit Wochen untypischer West- bis Südwestwind.

Das sagte mein Nachbar vorher. Er hielt sich an eine alte Bauernregel, die Quatembertage. Das sind im Grunde Tage die das Jahr der Christen einteilt und zugleich sind sie Lostage um Wetter vorher zu sagen.

Bauernregeln sind Erfahrungsregeln, sie erklären nichts.  Beim Quatember heißt es: „Woher an diesem Tag der Wind weht, weht er das nächste viertel Jahr.“ 

Am Quatembertag 10. November wehte der Wind aus westlicher Richtung. Beobachtet werden dabei auch die Tage um diesen Tag herum.

Westwind heißt für Ostfriesland Regen und das heißt für den Winter ein milder Winter. Und bisher, also 2 Monate lang, stimmte diese Vorhersage vom 10. November.

Die Quatembertage sind: 10. Februar, 10. Mai, 10. August und 10. November.

Setzt man die Regel um, so könnte es bis Anfang / Mitte Februar noch ein recht milder Winter werden. Dann wird man sehen wie der Wind steht.

Königskerze

Ich habe versucht mit Hilfe einer Königskerze eine Wintervorhersage zu machen. Dazu habe ich eine Königskerze, auch Wetterkerze genannt, fotografiert und versucht zu interpretieren.

Nach meiner Interpretation steigt der Winter am Anfang kurz ein und wird sich dann verabschieden. Erst Ende der Winterzeit wird sich der Winter melden. Wenn nun Anfang – Mitte Februar der Winter kommt passt das. Ich bin gespannt.

Ein Bild der Königskerzeund wie ich auf meine Interpretation komme stelle ich beim nächsten Mal ein.

Wetterbilder aufgenommen in der Nähe von Leer / Ostfriesland.

Roland Engert

Danke fürs lesen. || Wenns gefallen hat würde ich mich über einen Klick bei Twitter, Facebook oder Google+ freuen. Der Lohn eines armen Bloggers sind Likes, G+ oder Netzgezwitscher. || In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

6 Gedanken zu „Wetterbilder KW 1 / 2014

  1. Ja das Wetter spielt verrückt, oder auch nicht. Genaues weiß man da eigentlich nie. Gehe ich nach einer meiner Zwerghennen, dann haben wir Hochsommer. Sie brütet seit Weihnachten und egal was ich mache, sie lässt sich nicht davon abhalten. Vielleicht weiß die Henne ja mehr als wir. Also lass ich sie jetzt brüten. Ob es was wird? – Keine Ahnung, ist wie beim Wetter. Man kann es nicht so genau sagen …Übrigens: Gänseblümchen sollen schön machen, hmmm, aber auch hier -ob es stimmt? – …

  2. Hallo oder besser Servus,

    mit Interesse lese ich die Beiträge über Ihre Wetterbeobachtungen.
    Besonders interessiert mich die Deutung anhand der Königskerze und die
    Tatsache dass Sie mit dieser zu einem ähnlichen Ergebnis kommen wie der Haslinger Sepp aus Benediktbeuern. Erstaunlich finde ich dabei die Entfernung der beiden Pflanzen.

    In einem Abschnitt haben Sie geschrieben:

    Ein Bild der Königskerze und wie ich auf meine Interpretation komme stelle ich beim nächsten Mal ein.

    Leider konnte ich diesen Bericht und die Bilder nicht finden, würde mich sehr interessieren.

    Vielleicht können Sie mir hier Hilfestellung geben.

    Gruß aus Niederbayern

    Stefan v. Hochfeld

  3. Servus 🙂
    ja, das stimmt, die Bilder bin ich noch schuldig. Ich werde diese bei den nächsten Wetterbildern mit einstellen – versprochen.
    Ich glaube das war der Haslinger Sepp, den habe ich auch mal im Fernsehen gesehen. Eigentlich ist er schuld dass ich es dieses Jahr versucht habe es auch zu deuten.

    Es gibt ja noch andere Deutungsmöglichkeiten, zum Beispiel Regenwürmer. Wenn die sich tief eingraben wird der Winter hart.
    Mein Nachbar, ein Urostfriese sagte mir im Herbst, dass er nicht an einen Winter glaube, da die Würmer fast noch an der Oberfläche sind.

    Wie versprochen, die Bilder kommen. Ich gebe auch eine Info per Mail 🙂

    Beste Grüße von einem Bayern der in Ostfriesland lebt.

    moin moin und servus
    Roland

  4. …das ging ja schnell – und wie ich sehe nichts verlernt, denn in Bayern kommt immer erst der Nachname und dann der Vorname :-).

    Übrigens, die bayrische Namensaussprache kann ganz lustig sein.
    Einfach mal mit bekannten Namen versuchen.

    Gruß nach Ostfriesland

    Stefan v. Hochfeld

    PS: Danke für den Tipp mit den Regenwürmern ist sicher eine Beobachtung wert.

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