Das hässliche Gesicht von Weihnachten

Weihnachten kann auch ein häßliches Gesicht haben. Damit meine ich nicht mich bei der Morgenrasur. Das ist täglich gleich schlimm. Oder sich vor Kindern übergebende Weihnachtsmänner, weil der letzte Glühwein mit den anderen nicht ganz harmoniert.

Ich meine selbstgebackene Weihnachtsplätzchen.
Bewaffnet mit guter Laune, einer Schürze und der neuen Massenausstechform von Aldi geht es ans Werk. Der Teig ist recht flott zusammen geknetet. Nochmal probieren, ja, lecker. Nachdem ich festgestellt habe, dass der Teig durchgängig lecker ist, wird nochmal einer geknetet.

Weihnachten ist die Zeit der Besinnung, sagt man. Wieso ich mich genau an diesen Tagen besinnen soll ist mir genauso unklar, wie ich meinen Status als Vater nur an einem Tag betrauern soll. Früher war die Adventszeit auch Fastenzeit. Viele meinen wegen der inneren Reinheit. Ich glaube, es war der Nahrungsmangel, der solche Fastenzeiten hervor brachte.

Wie auch immer, ich besinne mich und verwende nur beste Zutaten mit dem Aufdruck Bio oder regional. Biomehl, Butter die noch muh macht und glückliche Eier vom Boden. Da liegt er, der Klumpen der in 12 Minuten seinen Duft im ganzen Haus verbreiten wird.

Minute 0 bis Minute 9: Ich sehe schon das Endprodukt vor mir, den leckeren Weihnachtsteller mit Glitzer. Ein paar Cellophantütchen in denen ich meine von Meisterhand verzierten Weihnachtsplätzchen wie hohes Gut an die Nachbarn verteilen werde. Innere Zufriedenheit macht sich breit.

Minute 10: Zuckerguß herrichten und die Schürze nochmal stramm ziehen. Die innere Zufriedenheit steigert sich zu Glücksgefühlen, zu einem Feuerwerk aus Selbstanerkennung und Schulterklopfen. Ich besinne mich meiner Großartigkeit. Der Begriff “besinnliche Weihnachtszeit” füllt sich mit Inhalten an.

Minute 12: Auch ein zweiter und dritter Blick ins Backrohr bringt keine weiteren Plätzchen hervor. Vorbei ist es mit den Cellophantütchen, es müssen blickdichte Papiertüten her und auf den Weihnachtsteller landen diesmal wohl wieder mal Dominosteine. Die vom schulterklopfen schmerzende Hand schmeißt das tränengetränkte Zewa in den Abfall und langsam führe ich einen Keks an den Mund. Ich glaube, ich verschenke nächstes Jahr Teig.

Um den ganzen Sinn zu geben, spiele ich nun mit den Keksen. Zur größeren Darstellung auf das Bild klicken.

 

Weihnachtsbäume aus biologischem Anbau

Weihnachtsbaum Plantage“Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie giftig sind deine Blätter”

Weihnachtsbaumplantagen (Christbaumplantagen) sind, und das wird jeder bestätigen, kein Wald, sondern landwirtschaftlicher Acker. Da wo die industrielle (auch konventionelle genannt) Landwirtschaft die Finger drin hat, ist das Giftfass nicht weit. Und wo ein Giftfass rumsteht, da steht in aller Regel auch Monsanto, Bayer und Glyphosat (besser bekannt unter Roundup) drauf.

Der Einsatz ist in der Landwirtschaft geregelt, besonders im Hinblick auf den Grundwasserschutz. Doch eine Weihnachtsbaumplantage unterliegt nicht den landwirtschaftlichen Regeln, es fällt unter Waldwirtschaft. So wird das Roundup bis an die Grenze zu Wohngebieten und in Wasserschutzgebieten munter verteilt. Dass so eine Plantage nichts mit Wald zu tun hat, dürfte jedem klar sein. Denn ein Wald hat etwas mit einem gesunden Ökosystem zu tun, mit Freizeitwert und Allgemeinheit. Alles Eigenschaften, die eine Weihnachtsbaumplantage nicht besitzt.

Ehemalige Wälder müssen Weihnachtsbaumplantagen weichen. Ein richtiger Wald wird nicht angebaut, denn es könnte ja sein, dass die EU irgendwann Biopflanzen besonders fördert, dann wird die Plantage platt gemacht und man baut Mais, oder dergleichen an. Unsere Natur unterliegt immer mehr dem Landwirtschaftsdiktat von Sonnleitner und Aigner. Anstatt nachhaltige Konzepte zu erarbeiten, auch für nachfolgende Generationen, kriecht man dem industriellen Landwirt da hinein, wo ich nicht mal hinsehen möchte.

Wenn denn schon Weihnachtsbaumplantagen, dann zumindest im umweltverträglichem Maß, also geregelt und biologisch. Der Mehrpreis sind auf den Monat umgerechnet vielleicht ein oder zwei Euro. Damit wird der Landwirt belohnt, der achtsam mit unserer Umwelt umgeht.

Wo bekommt man biologische Weihnachtsbäume her? Am besten fragt man zunächst im örtlichen Forstamt nach oder fragt einen Waldbauern, ob er etwas hat. Ansonsten kann man sich an der Liste von Robin Hood und Naturland halten.

Weiterführende Infos unter: ZDF und WDR.

God save the Nikolaus

Nikolaus weit schießenGod save the Nikolaus, das Rentier und auch den Pinguin, denn alle haben eine Menge auszuhalten.

The same procedure as every year.
Immer wenn sich Weihnachten nähert, überkommt mich so ein leichtes Lustgefühl in Richtung Gewalt. Da würde ich gerne jedem Nikolaus die Mütze bis zum Anschlag nach unten ziehen oder eine Zigarettenkippe in den Bart schnippen. Würde gerne vor dem Supermarkt Sammelbildchen verteilen die den Weg einer Gans durch den Schlachthof zeigen. Oder wie wärs mit einem stacheligen Fichtenzweig unter dem Pulli? Einem Adventskranz über den Kopf gestülpt? Ich glaube die Gesichter wären es wert, es tatsächlich einmal zu tun. Aber schon alleine der Gedanke daran, dass in der Geschlossenen im Nachbarzimmer einer sitzt, der den ganzen Tag Jingle Bell singt, hält mich davon ab.

Aber dafür gibt ein paar Onlinespiele, die mich meine Gelüste halbwegs ausleben lassen. Wie auch letztes Jahr, möchte ich diese Spiele auch dieses Jahr  kurz vorstellen. Dazu gekommen ist ein Spiel, bei dem ihr die Rentiere mit einem Blasrohr abschießen müßt.
Viel Spaß bei diesen vorweihnachtlichen und besinnlichen Spielen.

Snowkraft:
Snowcraft – In diesem Spiel muß man Taktik entwickeln um die Levels zu überstehen. Man bekommt 3 rote Männchen, der grüne Gegner wird von Level zu Level mehr. Ziel ist es, den Gegner mit Schneeballtreffern auszuschalten. Einmal treffen genügt nicht, 2 oder 3mal muß man treffen. Aufgemerkt: Liebe, liebe Kinder, sowas geht ins Auge oder zumindest auf die Kauleiste. Daher nachmachen auf eigene Gefahr.

Nikolaus weit schießen:
In diesem Spiel muß man den Nikolaus mittels einer mittelalterlichen Wurfmaschine über die Schlucht schießen. Ab und zu diesen in die Schlucht fallen zu lassen macht aber auch Spaß. Aufgemerkt: Liebe, liebe Kinder, wenn euch die Eltern bei diesem Spiel erwischen, sagt einfach, er mag das.

Yeti spielt mit den Pinguinen:
Mittels eines Baseballschlägers versucht der Yeti die Pinguine in ein Ziel zu schlagen. Fragt mich nicht, wieso der Yeti sowas macht und die Pinguine mitmachen. Aufgemerkt: Liebe liebe Kinder, bitte nicht nachmachen, eine Eisscholle ist kein Spielplatz.

Rentier mit Blasrohr abschießen:
Nochmals aufgemerkt ihr lieben, lieben Kinder. Nicht nachmachen, jagen ohne Jagdschein ist in Deutschland verboten. Hier gehts zum Spiel.