Crazy Crows Wochenschau – Ausgabe 2/2012

Roland Engert

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Wochenschau

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subjektiv und erfrischend frei von political correctness.

Jede Woche – Freude und Ärger, sinnvolles und sinnentleertes,
Wichtiges und Unwichtiges 

KronkorkenDer Schulunterricht soll, wo immer es möglich ist, lebendig, anschaulich und lebensnah gestaltet sein. Schließlich will man Schüler für das Leben fit machen. Welche lebensnahen Situationen der Lehrer, der mit seinen Schülern Rohrbomben baute im Sinn hatte, bleibt ein Rätsel. Rohrbomben sind fern jeder lebensnahen Situation, Sprengstoffgürtel wäre die richtige Wahl gewesen.

KronkorkenAuf welche Schule der FDP-Rösler gegangen ist, weiß ich nicht. Vielleicht war alles sehr theoretisch. Herr Rösler, theoretisch kann man auch mit negativen Zahlen rechnen und es kann in theoretischen Rechnungen herauskommen, dass in einem Raum weniger 0 Personen anwesend sind. Aber eines ist sicher: In Deutschland braucht man als Partei 5% plus um mitreden zu können. Theoretisch sind Sie mit Ihrer Partei im Minus, praktisch ist Ihre Partei leider noch mit dabei. Als Bürgernah angetreten und viele Hoffnungen geweckt entziehen Sie sich gerade einem Stück Gerechtigkeitsempfinden des Volkes. Die Finanztransaktionssteuer kommt sowieso. Und nochmal: Die Steuer wird beim Verursacher erhoben nicht in einem speziellen Land. Die Finanztransaktionssteuer war der letzte Rettungsring Ihrer untergehenden Partei und Sie schieben diesen noch weg.

KronkorkenFrau Aigner, es ist bekannt, dass Sie für den Verbraucherschutz ungeeignet sind. Sie müssen nicht ständig diesen Beweis antreten. Was mag dieser Dame durch den Kopf gegangen sein, als böse Verbraucherschützer massenhaft gefährliche Keime im Hähnchenfleisch der Firmen Wiesenhof, Stolle und Sprehe entdeckt haben? Vermutlich dachte Sie, wie produziere ich Luftblasen und verkaufe das als Aktivität. Das ist wieder mal voll gelungen. Frau Aigner liebt die Lobby und die Lobby Frau Aigner. Würden beide heiraten, es wäre ein Traumpaar.
Das Problem sind massiv eingesetzte Antibiotika in den Hühnermastanlagen. Dadurch bilden sich antibiotikaresistente Keime. Das kann bei anfälligen Menschen lebensbedrohlich werden. Und was sagen die betroffenen Mästereien? Mit Küchenhygiene wäre das Thema erledigt. Aber Hallo, die Küche ist kein Reinraum und wenn ich erst einen sterilen Raum mit Schleuse errichten muß für ein Hähnchenschenkel, verzichte ich lieber darauf. Das ist der selbe Geschichte wie: Haltbar bis bei 4 Grad und keiner Unterbrechung der Kühlkette. Wie bitte soll ich Hähnchen durch die lange Kassenschlange bringen ohne die Kühlkette zu unterbrechen? Das ist das gleiche wie: Unter Schutzatmosphäre verpackt. Das heißt nichts anderes, man hat keimhemmende Gase verwendet, die zudem auch noch das Fleisch rot aussehen lassen, selbst wenn es verdorben ist. Da immer irgendein Huhn krank ist in diesen Mastanlagen, wird auf Einsatz von Antibiotika nicht verzichtet werden und wir essen weiterhin krankes Hühnerfleisch, Quälfleisch und verseuchtes Fleisch. Wehe ein kleiner Imbissstand hätte etwas mit blanker Hand angelangt, das ist ein Vergehen. NRW versucht wenigstens etwas zu tun, kann aber nicht richtig handeln, da ihr die Hände von oben herab gebunden sind. So bleibt es bei freiwilligen Angaben der Hähnchenmäster. Diese Luftnummer der Aigner hätte man sich sparen können.

KronkorkenWer hat schon mal Simcity gespielt? Ein Simulationsspiel bei dem man eine Stadt errichten kann mit allem drum und dran. Auch der Verkehr ist dort simuliert. Wie Gott oder, wie im folgenden Fall, die Bahn, kann man eine Verkehrsverbindung unterbrechen und zuschauen, wie die Anwohner wie Ameisen verzweifelt einen Weg suchen. Das scheint der Bahn auch Spaß zu machen und hat kurzer Hand einen Bahnübergang ohne Rücksprache gesperrt. Das ganze wird dann noch mit Fehlinformationen und mangelnder Kompetenz gemixt. Fertig ist das Bahnprodukt.

KronkorkenChina ist für Revolutionen bekannt. Verbraucher praktizieren dort nun eine neue Form des Protestes. Eine Revolution im Verbraucherschutz. Passt etwas nicht oder es wurden falsche Versprechungen über das Produkt gegeben, wird das Produkt in einem Happening öffentlich zerstört, am besten noch vor der betreffenden Firmenzentrale. Blogger filmen das und berichten darüber. Das führt zu schnellen Reaktionen der Firmen und es wird nichts auf die Rechtsanwaltsschiene geschoben. Ich finde, das sollte man auch in Deutschland einführen.

Was gibt es sonst noch? Deutschland leiht sich Geld und wird dafür auch noch bezahlt. Wer zahlt dieses Geld? Die kleinen Kontoinhaber. Und da jammert Rösler, wenn ein paar Euro auf die Aktienhändler zukommen. Hier liegt immer noch kein Schnee. Man freut sich schon, wenn es mal kalt ist. Außerdem schaue ich jeden Abend Enterprise an, ich will endlich wissen, wie das beamen geht. Und wenn ich es weiß, nichts wie weg von hier.

 

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