Friedrich freut sich

Unser Innenminister Friedrich freut sich (man kann sich des Eindrucks nicht erwehren)  irgendwie über jeden Anschlag, über jeden Extremisten, Hauptsache er kann dann im Anschluß an die Medien gehen und seine Forderungen, die an diktatorische Kontrollfunktionen erinnern, kundtun.

Es wundert mich immer wieder, dass als einzige Reaktion der Politiker, vornehmlich der CDU / CSU (und Trittin)  eine absolute Kontrolle jeden Einzelnen gefordert wird. Friedrich und Konsorten wollen den gläsernen Bürger. Tja, und wir Bürger wollen zunächst einen transparenten Politiker, wollen wissen, welche Gesinnung ein Politiker wirklich hat. Und danach wollen wir die Möglichkeit haben, diesen zu wählen oder auch nicht. Doch das wird nicht kommen.
Es wäre wirklich interessant zu wissen, was ein Politiker wirklich verdient, samt Nebeneinkommen. Es wäre interessant, mit wem er telefoniert und welche Internetseiten er besucht. Herrn Friedrich macht das sicher nichts aus, denn er steht ja für das Modell „gläsern“.

Also Mut Herr Friedrich, rücken Sie raus mit Ihren Daten.

Wie aber reagiert Norwegen auf die Anschläge, die es erfahren mußte? Fängt Norwegen an, alle zu kontrollieren? Beraubt Norwegen seine Bürger der Freiheiten? Mitnichten!

Norwegen will auf die tödlichen Anschläge von Anders Behring Breivik mit noch mehr Offenheit und Demokratie antworten. Ministerpräsident Jens Stoltenberg unterstrich Norwegens Bekenntnis zur Verteidigung der Meinungsfreiheit, auch wenn es um solche extremen Positionen wie jene des 32-jährigen Attentäters gehe.

Die Bevölkerung werde sich verteidigen, indem sie zeige, dass sie keine Angst vor Gewalt habe, sagte Stoltenberg. „Es ist absolut möglich, eine offene, demokratische und alle Menschen einschließende Gesellschaft zu haben, und gleichzeitig Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und nicht naiv zu sein.“ Es sei legal, extreme Meinungen zu haben, diese mit Gewalt umsetzen zu wollen, sei hingegen nicht legal, erklärte Stoltenberg.

Tja Herr Friedrich, ist das nicht schön? Es ist kein Märchen oder Weltfremd, das ist live und aus Norwegen. Aber vielleicht ist das auch schwer zu begreifen, wenn man doch so gerne Allmacht spielen möchte, ein bischen Weissrußland, eben ein bischen Diktator.

Hoffentlich bleibt der Juniorpartner FDP bei den Freiheitsrechten der Bürger, ansonsten bleiben nach derzeitigem Stand noch die Grünen und die Piratenpartei, die für Freiheitsrechte eintreten.

Ich persönlich finde Friedrichs Äußerungen absolut unqualifiziert und unmoralisch. Unmoralisch deshalb, weil diese Schaumschlägerei auf das Elend anderer Menschen aufbaut. Ein Rücktritt wäre die einzig moralische Konsequenz. Ups, ein Unwort für Minister, sowas kennt man nicht.

Roland Engert

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