Wenn du mich nicht liebst…

… dann stelle ich das unter Strafe.

So ungefähr verfährt zur Zeit Israel mit Kritikern im eigenen Land.
In Israel selbst gibt es viele Friedensaktivisten, die beileibe nicht mit dem Konfrontationskurs der Regierung gegenüber den Palästinensern einverstanden sind.

Diese Aktivisten rufen immer wieder zu Demonstrationen auf, fordern Gerechtigkeit gegenüber dem Palästinensischen Reststaat und fordern auf den Plakaten den Boykott der landwirtschaftlichen Produkte aus den von Israel besetzten Gebieten. Diese landwirtschaftlichen Produkte könnten auch Palästinenser ernähren, doch gehört ihnen das Gebiet nicht. Eigentlich gehört es ihnen schon, aber nicht nach Israels Auffassung, zumindest der Regierungsisraelis. So wird in den besetzten Gebieten fleißig Landwirtschaft betrieben und den Palästinensern das Wasser abgegraben.

In Israel steht nun der Aufruf, landwirtschaftliche Produkte aus eigenem Land zu boykottieren unter Strafe. Viele Israelis bezeichnen das als Zensur und wollen sich dagegen wehren. Aber wie so oft, befürchte ich, dass die Mehrheit in der (Schein)Demokratie nicht gehört wird.

Ein Boykottaufruf außerhalb Israels ist nicht strafbar. Zum Beispiel nicht gegen Kartoffeln aus dem Wüstengebiet. Wer Kartoffeln aus Israel kauft, kauft sich zweifelhafte Klimakiller-Kartoffeln. Schon alleine aus diesem Grund dürften diese nicht importiert und verkauft werden. Ganz abgesehen von den Gründen der Menschenrechte.

Roland Engert

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