Vom Marschland bis zur Alpenregion – Ansprüche an Reifen und Fahrer

Glatteis
Glatteis

Mir sind die Straßenverhältnisse sowohl im Süden Bayerns als auch hier oben auf dem flachen Land bestens bekannt. Daher weiß ich auch, dass die Ansprüche an die Bereifung eines Fahrzeuges – abhängig vom Standort – mitunter ganz verschiedene sind. Vor allem im Winter.

Warum der Ganzjahresreifen im Süden weniger bekannt ist

Winter in den Bergen
Winter in den Bergen

Die einzige Herausforderung, die der flache Norden, die Waterkant, für Autofahrer bereithält, sind vielleicht die wenigen Abschnitte des wassernahen Schwemmlandes, die nicht gut befestigt sind. Außerdem regnet es hier oben bekanntermaßen sehr viel und der Untergrund ist dauerfeucht. Bei Eisglätte wird zudem der scharfe Küstenwind vor allem auf Brücken und Bundesstraßen zu einem Risikofaktor. Trotzdem kann man die Ansprüche an Gefährt, Fahrer und Reifen nicht mit denen vergleichen, die im äußersten Süden der Republik vorherrschen.

Bestes Beispiel: In Ostfriesland sowie überhaupt in ganz Norddeutschland sind Ganzjahresreifen weit verbreitet. Einen Allwetterpneu wie den Goodyear EAGLE VECTOR EV2 PLUS findet man an den Achsen der norddeutschen Fahrzeuge sehr häufig. Im Gebirge und vor allem im alpinen Raum kommen indes die wenigsten auf die Idee, eine Alternative zum Winterreifen zu suchen. Schneewehen bei starker Steigung oder Eisglätte am Berg – da kommt man ohne den passenden Reifen und sonstige Hilfsmittel wie Schneeketten oder Spikes vielerorts nicht weit.

Blitzeis im Norden – eine tückische Gefahr

Wenn normale Regentropfen auf dem kalten Straßenbelag sofort gefrieren, spricht man im Volksmund von Blitzeis. Das ist etwas, was dem Autofahrer hier oben in den Wintermonaten überdurchschnittlich häufig begegnet. Von der Nord- und Ostsee fegen eiskalte Orkanböen über das Land, während die Niederschlagsmenge Rekordstände erreicht. Die Vereisung der Fahrbahn geht dann schneller als man annehmen möchte. Neben angemessener Bereifung ist insbesondere eine vorausschauende Fahrweise das A und O beim Autofahren im Winter. Und das gilt für alle Regionen.

Bild 1:
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Bild 2:
© Ryan McVay/Photodisc/Thinkstock

Roland Engert

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In Bayern geboren, in Ostfriesland lebend.

3 thoughts to “Vom Marschland bis zur Alpenregion – Ansprüche an Reifen und Fahrer”

  1. Bei richtigem Blitzeis kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass Reifen dem entgegenwirken können. Als ich im Winterurlaub war, habe ich mir vorsichtshalber zusätzlich noch Schneeketten und Spikes für mein Auto gekauft.

  2. Ich hatte schon Zeiten, da war es nicht so sicher, ob ich überhaupt aus dem Diorf rauskomme, oder überm Fluss im anderen Dorf rauf zur B17. Da wird gestreut und dann läuft die ganze Sabbe den Berg runter gefriert bald wieder da schattig … die reinste Freude. Das alles trotz guter Reifen. Lag wohl auch am Auto – mit Käfer war das nie ein Problem. Sorry für die Käfer-Werbung, kannst das ja in die Nostalgieecke packen *grins*
    Grüße aus dem voralpinen Bayern

  3. Gute Reifen sind immer ein Muss! Wenn diese nicht Wettermäßig mithalten können, passieren unglücklicherweise Unfälle die man wirklich vermieden hätte können! Da sollte wirklich jeder nicht zu wenig Wert reinlegen!

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