Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf

Es gibt einige Autoren deren Krimis sich in Ostfriesland abspielen. Ein paar Autoren habe ich schon gelesen, von Hobbylevel bis zum Profiautor.

Klaus-Peter Wolf ist sicher ein Profi. Wer seine Vita liest, denkt sich wie angefüllt ein Leben doch sein kann.

Klaus-Peter Wolf schreibt für Film und Fernsehen, produziert Hörbücher und eben seine Ostfriesenkrimis die stets innerhalb kürzester Zeit auf Platz 1 klettern.

Auf Wikipedia gibt es eine schöne Zusammenfassung über Klaus-Peter Wolf.

Dr. Bernhard Sommerfeldt – eine Trilogie

Aus den vielen Ostfriesenkrimis sticht die Dr. Sommerfeldt – Trilogie hervor.

Dabei handelt es sich um Johannes Theissen der auf der Flucht ist und sich in Ostfriesland als Dr. Sommerfeldt niederlässt. Dort betreibt er eine Arztpraxis was ihm aufgrund seines nicht abgeschlossenen Studiums nicht schwer fällt.

Es dauert nicht lange und er ist in der Bevölkerung angesehen und ein beliebter Arzt.

Es geht los

Soweit zwar skurril aber noch nicht spektakulär. Erst als eine Frau in sein Leben tritt bei der er sich im Gleichklang fühlt, bei der er auch zeigen kann was er alles kann, beginnen die Probleme.

Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühl, Gerechtigkeitsgefühl und eine Mischung aus Selbstgefälligkeit lassen ihn zum Mörder werden, zum äußerst sympathischen Mörder.

Man versteht Dr. Sommerfeldt und würde vor Gericht ohne weiteres auf unschuldig plädieren. Denn die Opfer haben es im Grunde nicht besser verdient.

Doch diese Einstellung an Rechtsempfinden fällt nicht auf fruchtbaren Boden, so dass Dr. Sommerfeldt sich immer weiter verstrickt. Besser gesagt webt seine Gegenspielerin, Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, das Netz immer enger.

Dabei sind die Beiden eigentlich Fastfreunde und hätten beste Freunde werden können.

Überblick über die Geschehnisse

Im ersten Band wird beschrieben wie aus Johannes Theissen Dr. Sommerfeldt wird. Es gibt Rückblenden auf sein vergangenes Leben und das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter.

Als er mit Beate zusammen zieht, fühlt er sich als Beschützer. Beate bringt eine Menge Probleme mit und die versucht Dr. Sommerfeldt auf seine Art aus der Welt zu schaffen.

Damit schafft er aber neue Probleme, zumindest für die Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen.

Es beginnt ein temporeiches Versteckspiel bei dem der Leser stets auf der Seite des Täters sein wird.


In Band zwei hat Dr. Sommerfeldt sein Leben in Ostfriesland zunächst beiseite gelegt und lebt als ein anderer in Gelsenkirchen. Er ist den Fängen von Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen knapp entkommen. In Gelsenkirchen wird er von Racheplänen an seiner Familie und der Sehnsucht nach Ostfriesland geplagt.

In diesem Band tritt eine weitere Frau in sein Leben. Diesmal sorgt die Frau dafür dass er letztendlich mit blauem Auge davon kommen wird. Doch bis dahin muss Bernhard Sommerfeldt noch einen Band lang warten.

Denn zwischenzeitlich landet er im Gefängnis aus dem er wieder entfliehen kann.


Im dritten Band befindet er sich auf Rachefeldzug und steht vor großen Rätseln.

Diese andauernde Flucht könnte nicht spannender sein. Man denkt sich häufig, wie kann er denn nun entkommen, fiebert mit, hofft dass ein Plan aufgeht.

Das Ende ist ein pfiffiger Trick des Autors. Das Ende aber solltet ihr selbst lesen.

Fazit

Ich habe diese Trilogie mehr oder weniger verschlungen. Man kann die Figur Dr. Sommerfeldt sehr gut verstehen. Ein bisschen wahnsinnig, manchmal verblendet und größenwahnsinnig, aber stets sympathisch.

Gestört haben mich manchmal die vielen Wiederholungen was die Beziehung zu seiner Mutter angeht. Manchmal habe ich diese Absätze überflogen, weil sie kaum neues brachten und die Handlung nicht mehr vorantrieb.

Diese Trilogie ist Kult und sollte man nicht verpassen. Schon gar nicht wenn man Ostfrieslandromane liest.

Erhältlich bei Amazon, besser aber noch im örtlichen Buchhandel.

Band 1 der Sommerfeldt Trilogie: Totenstille im Watt

Band 2 der Sommerfeldt Trilogie: Totentanz am Strand

Band 3 der Sommerfeldt Trilogie: Todesspiel im Hafen

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