Wird sich mobiles Shopping jetzt ändern?

Durch das Corona-Virus könnte sich das Konsumverhalten grundlegend verändern. Der Vertrieb wird sich nämlich wahrscheinlich stärker auf den Online-Markt verschieben. Zumindest temporär. Und zumindest in Regionen, wo Kuriere die Waren noch anliefern können. Finden mehr Verbraucher Gefallen am mobilen Shopping (oder M-Commerce), könnte diese Verschiebung sogar nachhaltig sein. Für bereits schwächelnde Händler ist der Corona-Virus eine noch größere Belastung. Die Preise für Smartphones hingegen werden wahrscheinlich nicht ansteigen, da hier der Markt sehr umkämpft ist.

Die Verschiebung der Kunden vom E-Commerce zu M-Commerce ist schon länger sichtbar. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Händler nicht nur über Onlineshops (für den Computer) verfügen, sondern auch Applikationen für mobile Geräte entwickeln. Zum Beispiel Mode-Onlineshop yoox.com hat sowohl die Webseite auf Smartphones optimiert als auch eine App kreiert und kann somit potenzielle Kunden besser erreichen. Zu den wichtigsten Vorteilen für den Händler gehören vor allem die Geschwindigkeit, mit der man shoppen kann und die erhöhte Wahrscheinlichkeit Impulskäufe zu tätigen. Will jemand etwa spontan die Schuhe der Marke Dsquared kaufen, ist dies via App blitzschnell möglich. Aber die Vorteile von mobilen Applikationen sind natürlich noch vielfältiger.

Anhand der Smartphone-Branche lassen sich die Folgen für die weltweite Wirtschaft teilweise einschätzen. Die Krise durch den Corona-Virus setzt auch Smartphone-Anbieter unter Druck. Fabriken der Zulieferer in China haben den Betrieb teilweise vollständig stillgelegt und laufen erst wieder langsam an. Allerdings brechen aufgrund der Ungewissheit die Verkäufe im weltgrößten Markt für Smartphones und Computer ein. Die Produktionsengpässe werden international im zweiten Quartal zu spüren sein. Durch die Ausfälle in China wird die Arbeit an neuen Modellen, die in den kommenden Monaten erscheinen sollen behindert. Auch dadurch werden die Verkaufszahlen in dieser Periode nach unten gehen. Verbraucher werden ihr aktuelles Smartphone länger behalten, wenn kein interessantes neues Modell erscheint. So wird der Markt überwiegend durch Ersatzkäufe bestimmt werden. Die Folgen des Corona-Virus für die globale Wirtschaft sind noch nicht abzusehen.

Aufgrund der schnellen Verbreitung des Corona-Virus ist aktuell besonders stark auf Hygiene zu achten. Dies gilt natürlich auch für die Benutzung des Smartphones. Pro Tag greift jeder Verbraucher unzählige Male zu seinem Handy (klar, nicht nur wegen Shopping). Auf dem Touchscreen des Smartphones sind dann genauso viele Keime zu finden, wie auf einem Scheuerlappen. Selbst Toilettendeckel sind in der Regel hygienischer. Die Keime gelangen über die Haut, Mund und Hände auf den Touchscreen und setzen sich hier ab. Die meisten davon sind allerdings ungefährlich. Große Vorsicht ist jedoch in der Erkältungszeit, bei einem Krankenhausaufenthalt oder eben heute, während der weltweiten Corona-Virus Epidemie, geboten. Hier sollte das Smartphone noch öfter gereinigt werden, um Viren und Bakterien loszuwerden.

Dabei sind einige Dinge zu beachten. Es genügt nicht, das Handy einfach nur mit einem trockenen Mikrofasertuch zu säubern. Die Bakterien mit aggressiven Chemikalien wie Alkohol, Glasreiniger oder Spülmittel zu behandeln ist auch keine Lösung. Diese könnten die Oberfläche des Touchscreen beschädigen. Stattdessen sollten desinfizierende Hygienesprays verwendet werden. Diese sind in jeder Drogerie erhältlich. Gerade in der aktuellen Situation sollte jeder von uns verstärkt auf Hygiene achten, was natürlich auch für den Umgang mit dem Smartphone gilt.

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